Bärlauch ist eines der beliebtesten Frühlingskräuter. Auf der Suche nach dieser wilden Delikatesse streifen viele Leute durch die lichten Wälder. Bärlauch wächst in Auwäldern und halbschattigen Laubwäldern. Schon von weitem steigt einem der Knoblauchgeruch in die Nase. Bärlauch ist frisch immer am besten. Darum sollte man nur so viel ernten, wie man schnell verarbeiten kann. Nachdem der Bärlauch geblüht hat, verlieren die Blätter merklich an Aroma.

Bärlauch, der Waldknoblauch

Von März bis Mai kann man den Waldknoblauch sammeln. Bei Bärlauch sollte man sich vor dem Sammeln für den Eigenbedarf informieren, ob das Sammeln in diesem Gebiet erlaubt ist, da in manchen Regionen der Bärlauch selten ist. Besonders in Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Bärlauch, wie auch das Pflücken jeder anderen Pflanze in solch einem Gebiet verboten.

Leider verursachen viele Bärlauchfans beim Sammeln Schäden. Körbe voll Bärlauch ernten, alle Blätter einer Pflanze ernten, die Blüten abrupfen oder quer durch den Bärlauchteppich stapfen – all das schadet dem Bärlauch und auch anderen Pflanzen, die unter und zwischen dem Bärlauch sprießen. Auch wenn es so aussieht, dass es ja soooo viel Bärlauch gibt.

Es macht etwas aus. Man denke nur, jeder der Bärlauchsammler würde ein bis zwei Wäschekörbe voller Blätter ernten. Daheim wird dann massenhaft Bärlauchbutter, Bärlauchsalz oder Bärlauchpesto gemacht. Die zarten Bärlauchknospen werden wie Kapern eingelegt. Werden sie in diesem Ausmaß abgeerntet, würden die Bärlauchteppiche schnell schrumpfen und mit den Jahren verschwinden. Auch viele Insekten sind im Frühling auf die Bärlauchblüten als Nahrungsquelle angewiesen.

Jeder der den wilden Waldknoblauch schätzt, muss auch nachhaltig ernten. Mit dem wertvollen Naturschatz muss bedächtiger und vorsichtiger umgegangen werden. Man muss immer bedenken: Wie würde dieser Bärlauchplatz aussehen, wenn einmal 50 oder gar 100 Leute genauso viel sammeln würden wie ich? Wäre dann noch ein Blättchen übrig? Wie bei allen Naturschätzen gilt auch hier: Die Natur nicht beschädigen oder plündern.

Bärlauch richtig sammeln:

  • Nur bei großen Bärlauchbeständen sammeln. Kleine Bestände in Ruhe wachsen lassen.
  • Nicht direkt neben Straßen und Wegen sammeln.
  • Bärlauchblätter nicht ausreißen sondern schneiden.
  • Pro Pflanze max. 1 Blatt ernten, damit sie sich weiter vermehren und wachsen kann.
  • Am besten keine Knospen ernten. Wenn doch, dann wenige.
  • Vorsichtig gehen und die anderen Pflanzen nicht achtlos zertreten.
  • Nur Mengen für den Eigenbedarf sammeln, nicht plündern.

Wer Bärlauch in seinem Garten haben möchte, soll bitte keine Pflanzen aus dem Wald ausgraben. Nicht nur, dass es die Natur schädigt, die Pflanzen überleben das Umsetzen oft nicht. In Gartencentern kann man bereits Bärlauch als Samen oder im Topf kaufen. So kann man seinen Bärlauch im Garten ansiedeln und zusehen wie er sich von Jahr zu Jahr fleißig vermehrt.

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