Was tun, wenn Pflanzen von Wollläusen (Schmierläusen) befallen sind?
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Verfasst von Pandea | Kategorie: Doktor GartenGnom | Veröffentlicht am 6. März 2010
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rockene Luft, hohe Zimmerthemperaturen, Lichtmangel und Überdüngung mit Stickstoff machen Pflanzen besonders im Winter sehr anfällig für Schädlinge. Die Wolllaus oder Schmierlaus erkennt man leicht auch mit freiem Auge. Man findet die Plagegeister meist auf der gesamten Pflanze. Diese ist bei Befall schnell mit weißen “Wattebällchen”, einer weißen Wachsschicht oder ähnlichen Gebilden überzogen und Wollläuse in allen Größen krabbeln über die gesamte Pflanze. Vor kurzen hat mein Mitschreiber Fotos (Makroaufnahmen) von einer befallenen Pflanze gemacht (weiter unten).
An befallen Pflanzen erkennt man an Blättern, Blattschäften, Trieben und Stamm der Pflanze weiße Kolonien von Wollläusen. Ein Wolllausbefall kann zu gelben Flecken auf den Blättern und Wachstumsstörungen führen. Ihre Eier werden gut geschützt unter weißen Wachsfäden abgelegt aber einige Arten sind sogar lebendgebärend. Egal um welche Art sich handelt, es werden vor allem junge aber auch geschwächte Pflanzen (meist Zimmerpflanzen) befallen.
Ich habe Wollläuse entdeckt – was nun?
Wenn man an einer Pflanze Wollläuse entdeckt hat, dann bitte nicht gleich die Chemiekeule auspacken! Es gibt auch noch andere Wege, die einen Versuch wert sind. In der freien Natur hat die Wolllaus natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer, Schlupfwespe, Florfliege, Schwebfliegen und Wespen. Ein Nützlingshotel fördert die Fressfeinde und ist somit für den Garten sehr praktisch. Im Zimmer oder Wintergarten hat man diese Fressfeinde normalerweise nicht, aber man kann sich für den Wintergarten oder das Gewächshaus den australischen Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) bestellen. Hier sollte man sich aber im Klaren sein, dass die australischen Marienkäfer erstens keine heimische Spezies darstellen und zweitens zum Tode verurteilt sind, sobald die Läuse vertilgt sind oder die Temperaturen sinken.
Andere Arten der Bekämpfung wären entweder das Abwischen der Läuse oder das Besprühen mit Rainfarntee, selbst hergestellter Schmierseifen-Lösung oder mit Rapsölmitteln aus den Handel. Beim Besprühen darauf achten, dass die Schmierseifen-Lösung nicht in die Erde gelangt. Dazu stellt man den Topf in einen Plastiksack und schnürt ihn oben um den Stamm fest zu. Auch das Bepinseln mit Öl oder Alkohol soll helfen – das Öl soll die Laus ersticken und der Alkohol die Wachsfäden auflösen. Da die Eier auch in der Erde sind, sollte man die gesamte Pflanze aus der Erde nehmen, die Wurzeln säubern und in frische Erde pflanzen. Die alte Erde soll am besten entsorgt werden um eine erneute Plage zu verhindern. Bei extrem stark befallenen Pflanzen empfiehlt sich ein starker Rückschnitt. Die abgeschnittenen Pflanzenteile dann sofort entsorgen. Wollläuse sind zwar nicht schnell aber sie können sich natürlich bewegen und sich auf den Weg machen, neue Pflanzen zu besiedeln. Vorbeugend kann man für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit sorgen indem man die Pflanzen einfach öfters mit Wasser besprüht.
Systemischer Pflanzenschutz
Einige Leser werden bisher die systemischen Pflanzenschutzmittel vermisst haben. Diese systemisch wirkenden Pflanzenschutzmittel werden meist als Stäbchen (wie Düngestäbchen) angeboten. Es gibt auch Düngestäbchen mit Wirkstoffen zur Schädlingsbekämpfung kombiniert im Handel. Die Wirkstoffe werden von der Pflanze über die Wurzeln aufgenommen und mit dem Pflanzensaft in der gesamten Pflanze verteilt. So nehmen die saugenden Schädlinge die Wirkstoffe über den Pflanzensaft auf und sterben dann ab.
Diese Stäbchen sind nicht ungefährlich. Wie immer bei solchen Schutzmitteln sollte man doch einen kritischen Blick auf die Packungsrückseite werfen um sich klar zu machen, was man das eigentlich in Händen hält.
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Schmierlaus, WolllausKurz-URL: http://www.gartengnom.net/?p=2086
Hallo und Grüsse aus Alexandria in Ägypten !
Bin vor 1 Jahr in eine andere Villa gezogen und kämpfe seitdem mit Wollläusen in meinem Garten.Ringsum vor den Mauern stehen,Gummi-
bäume,ähnlich ficus benjamin,also kleine Blätter.Die Bäume haben ca 30 cm Durchmesser und riesige Luftwurzeln.Die wollläuse sind überall,habe es 3 mal mit BI 48 ,58 gibts hier nicht,versucht,vergeblich.Jetzt habe ich die Viecher überall,auf allen Pflanzen,verbrennedie abgefallenen Blätter.Das Haus ist aussen mit Russischem Wein bewachsen,diealten Bourginvilleas – alles weiss…Was kann ich nur machen ???In den umliegenden Villen ist keiner kommen äusserst selten.Ich denke,wenn wir alle es nicht gleichzeitig bekämpfen,kommen die Läuse immer wieder ?Wie oft kann ich BI48 an die Wurzeln geben ? Ich brauch dringend einen guten Rat !!! Lg C.Müller
Hallo und Grüße nach Ägypten,
von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln wie Dimethoat (BI58) können wir nur abraten, denn sie töten nicht nur die Schädlinge, sondern auch jede Menge Nützlinge und überdies schaden sie oft auch Boden, Pflanze und zuletzt auch dem Menschen. Was man tun kann, haben wir bereits im Artikel angeführt. Idealerweise solltest du Marienkäfer anlocken, denn die kleinen Käferlein haben Wollläuse zum Fressen gern.
LG, der Buddler
Hallo!
Ich habe an einem Elefantenfuß Wollläuse festgestellt, die ich jetzt mit einem Spritzmittel (bitte nicht hauen, weil ich Chemie benutzt habe) behandelt habe. Die Pflanze steht nun separat in einem anderen Zimmer in Quarantäne. Ich bin nur unsicher, ob und wann ich nun andere Blumen in das ursprüngliche Zimmer stellen kann, in dem der Elefantenfuß stand, als er befallen wurde. Können die Viecher da irgendwo überleben auf Teppich, Gardinen oder sonst irgendetwas? Muß ich irgendwelche Reinigungsmaßnahmen ergreifen? Oder kann ich dort ohne Bedenken andere Pflanzen aufstellen. Ich möchte ungerne noch andere meiner Pflanzen dem Infektionsrisiko aussetzen.
Liebe Grüße
Sia
Hallo Sia.
Das nächste Mal kannst du ja auf die Giftkeule verzichten und was anderen probieren :)
Meine Meinung: Bevor du den Raum / das Fensterbrett wieder mit gesunden Pflanzen füllst, solltest du gut putzen. Besonders der unmittelbare Bereich in dem der Befall auftrat. Wir putzen in solchen Fällen immer zB das Fensterbrett mit allen Ritzen, der Vorhang wird auch gewaschen und gesaugt wird auch. Der Zeitaufwand ist nicht so groß – eigentlich wie ein normaler Hausputz. Schaden kann putzen auf gar keinen Fall. Bitte nicht vergessen, auch die Übertöpfe zu reinigen.
Ich bin kein Putzteufelchen aber ich gebe mir lieber etwas Mühe beim Putzen und alles ist dann sauber, bevor ich mich wieder mit den Schädlingen herum ärgere.
Liebe Grüße, Pandea
Hallo,
habe jede Menge Wollläuse an meinen Gartenhortensien. Mir wurde eine Mischung aus
1 Eßl. Oel, 1 Eßl. Spüli, 1 Teel. Salz und 1 Liter Wasser empfohlen. Habe es jetzt 3 x angewendet und die Viecher sind nicht mehr weiß und flauschig sondern braun. Gehe davon aus, sie sind tot. Werde die Reste jetzt noch mit Wasser nachspülen und hoffen wie sind geheilt.
:) lg
Ich kann sagen, danke Linda, Wir haben in Graz herrliche Engelstrompeten, schon Jahre, kein Befall. Wir viele Ableger verschenkt. Hierher nach Phuket haben wir auch einen Ableger mitgenommen, der gedieh anfangs, dann kamen die Wollläuse und ich probierte es mit Lindas Mittel. Die Pflanze hat sich erholt und wird weiterbeobachtet.
LG von der heißen Insel.
Das beste Mittel ist, die Pflanzen abzuspülen.
Ich kam eines Tages in meinem Büro, nach längerem Urlaub, und plötzlich war meine Bromelie mit Wollläusen übersät. Gott sei Dank ist mein Kollege auch gelernter Gärtner (hat aber dann später umgeschult) und er erzählt mir, ich soll die Bromelie in die Badewann stellen und die Wollläuse wegspülen. Das hab ich 2-3 mal gemacht, da manche schon sehr hartnäckig sind und gut ist. Vereinzelt habe noch mit nem Taschentuch die Dinger gejagt…aber nur mal so zwischen der Arbeit in den Pausen…nix aufwendiges. Und jetzt sind sie weg…alles wieder gut. Die Bromelie ist zwar verblüht…vermutlich etwas schneller als normal, aber ihre Kindel gedeihen prächtig und auch die Mutterpflanze an sich ist immer noch sattgrün.
Bevor ihr also mit irgendwelchen Mitteln daher kommt, versucht es wirklich erstmal mit ner kräftigen Dusche.
Viel Erfolg!
Achja,
in die Erde habe ich noch ne Knoblauchzehe gesteckt, bis die getrieben hat…dann hab ich sie wieder entfernt. Aber die Läuse mögen wohl den Geruch nicht…ich hab nix gerochen – was auch gut so ist. Ein Büro mit Knoblauchduft wäre auch nicht so angenehm gewesen, aber was tut man nicht alles, um sein Büro gemütlich zu halten…
Jedenfalls hab ich bzw. meine Bromelie seit einigen Wochen keine Läuse mehr