Sehr lange Zeit hat es nicht geregnet und Temperaturen von bis zu 40°C im Schatten stellten unseren Garten auf eine harte Probe. Glücklicherweise verfügen wir im Garten über Zisternen, in denen sich genügend Wasser für mehrere Wochen der Trockenheit sammelt.

Wir konnten also die Pflanzen ausreichend gießen. Die große Hitze und Dürre der vergangenen Wochen ist dennoch leider auch an unseren Pflanzen nicht spurlos vorübergegangen – zumindest an einigen unserer Paradeiser (Tomaten) haben wir nun Blütenendfäule festgestellt.

Blütenendfäule: Braune Fruchtspitzen an Tomaten.

Calcium-Mangel bei Tomaten

Unsere Salattomaten »Cream Sausage« hat es erwischt. Sie haben die stoßweise Wassergabe während der großen Hitzeperiode leider nicht schadlos überstanden. An vielen der reifen, creme-gelben Paradeiser zeigt sich nun eine übel aussehende, beigebraune und verhärtete Spitze. Diese Verfärbung wird nicht durch Schädlinge oder Pilzbefall hervorgerufen. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Stoffwechselerkrankung.

Blütenendfäule tritt auf, wenn die Früchte an einer Unterversorgung mit dem Nährstoff Kalzium leiden. Calcium ist üblicherweise ausreichend im Boden vorhanden und braucht daher nicht eigens zugegeben werden. Kalzium wird mit dem Transpirationsstrom in Blätter und Früchte transportiert, wobei besonders bei großer Hitze mehr Wasser über die Blätter, als über die Früchte verdunstet wird. So strömen mehr Nährstoffe in die Blätter und die Früchte gehen lehr aus.

Blütenendfäule an gelben Cream Sausage Tomaten.

Besonders längliche Früchte in den unteren Regionen der Pflanze sind häufiger von der Blütenendfäule betroffen. Starke Hitze, unregelmäßige Wassergabe und starkes Wachstum begünstigen diese Mangelerscheinungen, die man oft bei Paradeisern (Tomaten), Zucchini und Paprika beobachten kann. Trotz des unansehnlichen Aussehens der reifen Früchte, können diese bedenkenlos verzehrt werden – einfach die braunen Spitzen abschneiden und die reifen Tomaten genießen!

Aufgeschnitten: Tomaten mit Blütenendfäule.

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