Der GartenGnom in den Hampton Court Gardens (2.Teil der England-Reise)

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Verfasst von | Kategorie: Allgemein | Veröffentlicht am 13. Januar 2011

london-2011-002Der GartenGnom besuchte auf seiner London-Tour auch Hampton Court Palace und die dazugehörigen Gärten. In diesem Schloss residierte seinerzeit unter anderem auch Henry VIII mit seinem Hofstaat, doch auch viele andere Herrscher Englands sind untrennbar mit diesem Palast verbunden. Wer die Fernsehserie “Die Tudors” kennt, der hat bereits einiges von diesem Palast im TV gesehen. Wir waren im Winter dort, leider nicht die ideale Zeit um die Gärten zu besuchen. Dennoch haben wir einen Eindruck gewonnen und konnten auch einige schöne Stimmungen mit der Kamera einfangen.

Bereits der Weg vom Bahnhof zum Palast führte über eine Brücke von der aus man die Landschaft ringsum gut überblicken kann. Das Wetter war diesig und grau mit vereinzeltem Nieselregen – typisch Großbritannien eben. Unser Weg führte durch das große Tor, vorbei an Verwaltungsgebäuden aus Ziegel, vorbei am winterlichen Eislaufplatz und vorbei an einem alten hölzernen Karusell mit lackierten Pferdchen. In den Verwaltungsgebäuden besorgten wir uns unsere Eintrittskarten, die sowohl für das Schloss, als auch für die Gartenanlagen gelten. Trotz kalter Jahreszeit war die Warteschlange dennoch relativ lange. Schließlich hatten wir aber die Karten und es konnte losgehen.

Der Palast war schließlich größer, als wir es erwartet hatten und so verbrachten wir sehr viel Zeit im Palastgelände. Im Palast selber faszinierten uns die Küchengebäude, in der kostümierte Schausteller altertümliche Rezepte originalgetreu nachkochten. Dabei konnte man viel über damalige Lebensmittel, Rezepte und Kräuter erfahren. Nahe der Küchen fanden wir den Kräutergarten des Schlosses, der uns überraschend verspielt und bunt erscheint.

Die Gärten von Hampton Court

Für die Gartenanlagen selbst hatten wir leider nur wenig Zeit übrig, allerdings scheint es auch, als wären viele Teile der Gärten über die Winterzeit ohnehin geschlossen. Die Gärten von Hampton Court sind unter anderem berühmt für den 1.300 m² großen Hecken-Irrgarten oder für den Great Vine, einen Weinstock, der bereits 1768 gepflanzt wurde. Leider fehlte uns für beides schließlich die Zeit. Einen Eindruck von den Gärten konnten wir jedoch trotzdem erhaschen, denn gerade aufgrund des tristen Wetters sahen die Gärten mysteriös bzw. sogar schaurig schön aus.

Sehr auffällig sind die pilzförmig geschnittenen Bäume, die in schräg zulaufenden Alleen gepflanzt wurden. Unter diesen Bäumen fühlt man sich ein bisschen wie Alice im Wunderland vor dem Schloss der Herzkönigin. Andere Teile der Gärten sahen hingegen sehr französisch aus. Inmitten der Pflanzen findet man hier und da kleine Bauwerke aus Ziegelstein, aus dem der gesamte Palast zu bestehen scheint.

Am Tor des Palasts hinaus zu den Gärten findet man auch die Garten-Ausstellung. Hier erfährt man mehr über die bewegte Geschichte der Gärten von Hampton Court. Diese waren ursprünglich ländlich naturbelassen, als sie noch dem Erzbischof von York und Lordkanzler des Königs Thomas Wolsey unterstellt waren. Nachdem Heinrich VIII Wolsey den Palast enteignete, wurden die Gärten prunkvoll und verspielt ausgestaltet. Von Herrscher zu Herrscher und Epoche zu Epoche veränderten sich die Gärten. In einer Computeranimation konnte man den Wandel von prunkvoll verspielt, über mittelalterlich schachbrettartig bishin zu strikt französisch verfolgen. Von allen Elementen scheint ein bisschen geblieben zu sein. Die Ausstellung zeigte zudem ein paar Relikte vergangener Zeiten der Gärten. Gleich neben der Ausstellung findet sich auch ein klitzekleiner Gartenshop, der jedoch kaum Interessantes bieten konnte.

Was wir von den Gärten gesehen haben erschien uns dem sehr ähnlich, was wir von Schlossgärten in Österreich schon kennen. Ein Gesamturteil über die Gärten wagen wir aufgrund des Zeitmangels aber nicht abzugeben – so viel hätte es noch zu sehen gegeben. Ab Frühling sind die Gärten sicherlich auch wegen ihrer Blütenpracht einen eigenen Besuch wert. Den Palast lohnt es zu jeder Jahreszeit zu besuchen, wobei wir bemerken mussten, dass es gerade im Winter auch in allen Räumlichkeiten unangenehm kalt ist. Ein Tag alleine reicht jedoch kaum für den Palast selbst, geschweige denn auch noch für die zugehörigen Gärten! Hier gibt es einfach zu viel zu sehen und zu entdecken.

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Der GartenGnom in London

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