Wo hört Ackerbau auf und wo fangen Gärten an? Diese Frage ist manchmal nicht so einfach zu klären. Noch schwieriger wird es, wenn man die Frage zeitlich betrachtet und das WO durch ein WANN ersetzt. Wann haben Menschen begonnen, Gärten anzulegen? Die Geschichte des Gartens ist äußerst spannend und ist doch so unbekannt. Eine Sonder-Ausstellung im Haus der Natur im Museum Niederösterreich will 2018 Licht ins Dunkel bringen und widmet sich genau diesem Thema.

Gärten als „umgrenztes Kulturland“

Die Ausstellung „Garten – Lust. Last. Leidenschaft.“ versucht die Definition eines Gartens als „umgrenztes Kulturland“ zu setzen. Das ist eine typische enzyklopädische Definition, über die man sich trefflich streiten kann (Stichwort: „guerilla gardening“) – aber irgendwo muss man ja anfangen. So stellen sich die Macher der Ausstellung beispielsweise die Frage, wann Menschen begonnen haben, Land abzugrenzen und diese Flächen als Garten zu nutzen. Dabei spannt die Ausstellung schließlich einen sehr weiten Bogen von der neolithischen Revolution bis zum „urban gardening“ der Neuzeit.

Jede Kulturepoche brachte ihre eigenen Gartentypen hervor die auch häufig ein Spiegel der jeweils aktuellen Vorstellungen einer idealisierten Natur waren. Nicht immer ging es aber um Schönheit: Viele Nutzgärten entstanden und entstehen sehr oft aus der blanken Not heraus.

Eine umfassende Garten-Ausstellung

Die Ausstellung befasst sich nicht alleine mit der Gartengestaltung und ihren kulturellen Aspekten. Auch die Pflanzen der jeweiligen Epoche spielen eine große Rolle. So bescherten zuerst die Feldzüge der Römer und später die Eroberung des amerikanischen Kontinents den Gärten in Europa eine enorme Bereicherung an Nutzpflanzen.

Weitere Fragen, deren Antwort man unter anderem auf der Sonderausstellung erfahren wird:

  • Wie entstanden die Kulturpflanzen?
  • Wer erfand die Gartenzwerge?
  • Wer entwickelte den Heckenschnitt?
  • Weshalb lösten Tulpenzwiebeln einen Börsencrash aus?
  • Was hat Karl der Große mit Gärten zu tun?

Wir sind schon gespannt. Die Thematik der Ausstellung klingt sehr spannend. Da die Ausstellung in Kooperation mit „Natur im Garten“ entsteht, sollte auch das in die Ausstellung eingebrachte Wissen zum Thema Naturgarten in Ordnung sein. Neben der Sonderausstellung ist auch wie jedes Jahr der Museumsgarten, der im Zuge der Sonderausstellung frisch herausgeputzt wird, frei zugänglich.

Wir wollen dem Museum auf jeden Fall einmal einen Besuch abstatten und vermutlich gibt es dann nach dieser Ankündigung auch einen Besuchs-Bericht zur Ausstellung.

Wann und Wo?

Wann: Die Ausstellung findet von 18.03.2018 bis zum 10.02.2019 statt.
Wo: Haus der Natur im Museum Niederösterreich, Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten

Aktuell sind die Informationen leider noch rar. Sobald es mehr Informationen gibt, findet ihr sich sicherlich auf der Website zur Ausstellung.

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