Die Sonnenstrahlen haben sich durch das winterliche Grau gefressen und der Frühling zeigt sich mit ganzer Kraft. Nun hält nichts mehr eine leidenschaftliche Gärtnerin wie mich im Haus. Auch wenn wir in unserem Garten mit dem Auspflanzen empfindlicher Pflanzen noch auf die Eisheiligen im nächsten Monat warten müssen, kann im April bereits einiges getan werden.

Das Aprilwetter und die große Vorfreude

Der Name „April“ dürfte vom Lateinischen „aperire“ (öffnen) oder von „apricus“ (sonnig) stammen. Beides lässt im Kopf des Gärtners Bilder vom sonnigen Garten und sich öffnenden Blüten entstehen. Uns allen ist auch die Bauernweisheit „April, April – der macht, was er will“ bekannt. Das launische Aprilwetter ist zwar legendär, geht jedoch in den mittlerweile ebenfalls sehr launischen Wetterkapriolen der übrigen Monate immer mehr unter.

Egal wie das Wetter aber ist, einem echten Gärtner kann das nichts anhaben. Nun holt man die Gartengeräte wieder aus dem Schuppen, stellt die sprossenden Pflänzchen aufs Fensterbrett an die Sonne, schlüpft in alte Hosen und festes Schuhwerk und beginnt den Garten für ein neues Gartenjahr in Form zu bringen.

Was im April alles zu machen ist

  1. Pflanzenjauchen wie zum Beispiel Brennnesseljauche ansetzen.
  2. Baumscheiben bepflanzen: Lavendel, Salbei oder Minze unter die Obstbäume pflanzen (der Duft dieser Kräuter vertreibt die einen oder anderen Schädlinge)
  3. Regentonne aufgestellen und dafür sorgen dass kein Tier hineinfallen und ertrinken kann
  4. Gründüngung säen
  5. Die überwinterten Balkon- und Kübelpflanzen umtopfen, zurückschneiden und schon mal abhärten – also tagsüber an milden Tagen rausstellen, aber nicht sofort in die pralle Sonne. Endgültig dürfen sie in unserem Klima leider noch nicht draußen sein, denn erst müssen die sogenannten Eisheiligen abgewartet werden.
  6. Beete Mulchen
  7. Wenn man im Gras (Rasen) kahle Stellen entdeckt, dann kann man im April gleich nachsäen. Wenn es nicht gerade sehr regnerisch ist, sollte man auf ordentliches Gießen nicht vergessen.
  8. Sommerblumen direkt ins Beet säen und Samen von Wildblumen aussäen.
  9. Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren (Ribiseln) kann man jetzt durch Absenker vermehren.
  10. Kartoffeln (Erdäpfel) und Topinamburknollen pflanzen.
  11. Balkon und Terrassen säubern. Gartenmöbel und Terrassenmöbel reinigen und notfalls abschleifen und neu streichen.
  12. Den Kompost zur besseren Verrottung umsetzen, also das Unterste nach oben und das Innere nach Außen bringen.
  13. Folgende Pflanzen überstehen auch Minustemperaturen bis -3°C und können damit auch vor den Eisheiligen gepflanzt werden: Blattsalate. Radieschen, Schnittlauch, Zwiebeln und Kohlrabi.

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