In unserem Garten sammeln wir Garten- und Küchenabfälle in unserem Komposter und lassen diese Abfälle zu nährstoffreichem Kompost reifen. Da wir seit zwei Jahren den Boden in unserem Garten in größerem Maß aufbereiten, benötigten wir auch eine größere Menge Kompost. Auf unserer Suche nach einer geeigneten Quelle stießen wir auf die gratis Kompost-Abgabe der Stadt Wien.

In der österreichischen Hauptstadt Wien wird Biomüll (biogene Abfälle) bereits seit langem in großem Maß von Einwohnern und Unternehmen in der Biotonne und auf den Mistplätzen gesammelt. Im Kompostwerk Lobau werden diese Abfälle innerhalb von acht bis zehn Wochen zu hochwertigem Kompost aufbereitet.

Gratis Kompost auf Wiens Mistplätzen

Das tolle daran ist nicht nur die umweltfreundliche Wiederaufbereitung von biologischen Abfällen, sondern auch die kostenlose Abgabe an die Bürger. Bis zu zwei Kubikmeter Kompost können von allen Wiener Mistplätzen (mit Ausnahme: 3., Grasbergergasse 3 und 16., Kendlerstraße 38a) kostenlos mitgenommen werden.

Gegen die Erstattung der Transportkosten kann man sich den Kompost auch von April bis September liefern lassen. Benötigt man den Kompost für gewerbliche Zwecke und in größeren Mengen, zB. für die Land- und Forstwirtschaft, kann man diesen gegen ein entsprechendes Entgelt erstehen.

Kompost auf Wiener Mistplätzen

Vorbereitung für die Selbstabholung

Will man Kompost von einem der Wiener Mistplätze abholen sollte man sich vorbereiten. Folgende Dinge benötigt man:

  • Auto mit ausreichend Laderaum, für Abenteuerlustige auch Fahrradanhänger oder Schubkarre.
  • Stabile Gefäße wie zum Beispiel Baustellensäcke, Kübel, Mörtelwannen, etc.
  • Eigene Schaufel (Es sind auch Schaufeln vor Ort, diese sind aber oft sehr angeschlagen).
  • Arbeitsgewand, da man unweigerlich schmutzig wird.
  • Auslegeplane um die Laderaum oder Ladefläche des Autos schmutzsicher auszulegen.
  • Kräftige Helfer zum Schaufeln, Offenhalten der Säcke sowie zum Auf- und Abladen des Kompost.

Unsere Erfahrungen

Der Kompost von den Mistplätzen ist dunkel, trocken und relativ geruchlos. Auf den Plätzen wird er in einer riesigen überdachten Schütte gelagert. Kommt man mit einem Anhänger oder einer Ladefläche und die Arbeiter haben gerade Zeit, dann helfen sie manchmal auch mit einem Schaufelbagger beim Beladen. Ansonsten greift man selbst zur Schaufel. Eigentlich ist die private Abholung auf zwei Kubikmeter Kompost limitiert, allerdings störte sich bisher auch niemand daran, wenn wir mal mehr mitgenommen haben.

Man sollte immer auch daran denken, wie man den Kompost im Garten lagern will, bis man ihn verwendet. Idealerweise sollte der Kompost gut belüftet und trocken gelagert werden. Wir überlegen aktuell, ob wir vielleicht künftig eine eigene überdachte Schüttstelle dafür anlegen. Derzeit lagern wir den abgeholten Kompost in Bausäcken unter einer Plane.

Weitere Informationen: www.wien.gv.at

Artikel teilen

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden!