Lebensraum Benjeshecke (Totholzhecke, Feldhecke)

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Verfasst von Pandea | Kategorie: Dekoration und Gestaltung, Tipps und Tricks | Veröffentlicht am 25. Juli 2009

BenjesheckeEigentlich ist diese Totholzhecke ein alter Hut, ähnelt sie doch extrem den alten Feldhecken. Diese Feldhecken wurden früher als Grenzmarkierungen zwischen Weide- und Ackerland von Bauern angelegt. Dazu wurde einfach verschiedenes Schnittgut locker und bandartig an der Grenze des Landes aufeinander geschichtet.

Benjeshecken oder Totholzhecken sind Hecken, die durch lockeres Aufschichten von Gehölzschnitt, wie Ästen, Reisig und Zweigen, sowie durch Samenanflug, Kot und Nahrungsdepots von Tieren entstehen. Auf diese Wege gelangen verschiedene Samen in die Hecke, wodurch fast nur naturraumtypische Pflanzen, die dem jeweiligen Standort entsprechen, wachsen werden.
Diese Benjeshecken bieten vielen Vögeln, Insekten und Kleinsäugern Schutz und Nahrung. Hermann Benjes beschrieb dieses Prinzip in den 1980er Jahren.

Das Anlegen einer Benjeshecke

Bei einer Benjeshecke muss man sich im Klaren sein, dass die Entstehung langsam voran geht.

Schnittgut, das sonst im Kompost gelandet wäre, wird einfach für die Hecke verwendet. Es ist ratsam, die mindestens vier Meter lange Hecke durch Baumpfähle zu begrenzen, stützen und strukturieren. Für Anfänger ist es so auch leichter, das Schnittgut auf 1,50 cm hoch aufzuschichten.  Dazu werden die Pfähle in einem Abstand von ein bis zwei Metern  gegenüber in zwei Reihen in die Erde geschlagen. Der Abstand sollte zwischen 1 m und  1,50 m betragen.

Nachdem die Pfähle fest eingeschlagen wurden, kann man damit anfangen das Schnittgut locker zwischen die zwei Reihen zu schlichten. Um den Boden nicht zu sauer zu machen, sollte nicht allzuviel Schnittgut von Nadelbäumen eingebaut werden. Zwischen die Äste kann man etwas Rasenschnitt, Laub und etwas Erde einstreuen. So erleichtert man den Wildgräsern und -kräutern das Anwachsen. Mit der Zeit sackt die Hecke in sich zusammen, da das Holz verrottetet. Darum kann man im Herbst immer wieder Äste und Reisig nachschlichten.

Da die Hecke in der Anfangszeit etwas kahl aussieht, kann man davor ein paar blühende, rankende Pflanzen (Zaunwinde) einsetzen oder ein paar Wildblumensamen auszustreuen.

Entstehung einer  Benjeshecke

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Kommentare (3)

Ich möchte eine Totholzhecke anlegen. Mit welchen Holzarten, -Dicken, und mit welcher Mischung aus anderem Material gehe ich an diese Aufgabe?

Hallo Dietmar.
Eine Totholzhecke ist deshalb so praktisch, da man sich um die Beschaffung spezieller Materialien keine Mühe geben muss. Als Material wird verwendet, was im Garten bei dir oder den Nachbarn abfällt. Vielleicht bis auf die Holz- oder Baumpfähle, die könnte man kaufen falls keine dicken Äste oder junge Stämme im Garten geschnitten werden können oder sie einfach nicht stabil genug erscheinen.

Was für Holz (Schnittgut) in die Hecke gefüllt wird, hängt davon ab was du in deinem Garten hast oder auf andere Art beschaffen kannst (Nachbarn,…). Hollunder, Hainbuche, Apfelbaum, Birke, Buche, Kornellkirsche, Haselnuss und vieles mehr, die Äste die zurückgeschnitten werden weil sie entweder über den Weg wuchern oder zu hoch sind, werden nicht klein geschnitten und auf den Kompost geworfen sondern als ganzes in die Totholzhecke geflochten/gelegt. Man kann mischen wie man will, was eben anfällt, abwechselnd mit etwas Laub, frische Blätter, Rasenschnitt und auch etwas Erde. Nur nicht die halbe Hecke rein mit Thuja oder sonstigen Nadelholzästen auffüllen.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, falls du noch fragen hast, stelle sie einfach und ich versuche die verbliebenen Fragen zu beantworten.

Liebe Grüße, Pandea

Hallo :)

ich würde gerne so eine Hecke anlegen- aus welchen Holz sind am Besten die Pfähle? Muss ich da etwas beachten- nicht dass die Pfähle als Erstes weggammeln……

vielen Dank im Voraus :)
Corinn

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