Der Herbst im Glas: Zierapfelgelee
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Verfasst von Pandea | Kategorie: Garten-Küche | Veröffentlicht am 20. Oktober 2010
Zieräpfel unterscheiden sich rein optisch schon durch ihre Größe von den “normalen”, großen Äpfeln. Es gibt viele unterschiedliche Zierapfelsorten – Grundsätzlich handelt es sich also lediglich um kleinfrüchtige Äpfel. Zierapfelbäume findet man oft in Vorgärten, als Zierpflanze, die besonders im Herbst schön zur Geltung kommt.
Es mag wohl vor allem am Namen liegen, denn viele Menschen wissen gar nicht, dass Zieräpfel essbar und wegen ihres hohen Pektin-Gehalts perfekt geeignet für Gelees sind. Dieses Zierapfelgelee ist nicht nur sehr einfach zuzubereiten, es schmeckt auch sehr gut. Viel Freude und gutes Gelingen mit diesem Rezept.
Zierapfelgelee
Wenn in den Äpfeln nicht der Wurm steckt, ist Zierapfelgelee nicht nur vegetarisch, sondern sogar vegan.
Zutaten
- 1 kg Zieräpfel
- Gelierzucker 3:1*
- ca. 1l Wasser
- wer möchte : 1 EL Kräuter (Zitronenmelisse oder Apfelminze)
*) Bei fertig-Gelierzucker darauf achten, dass dieser keine gehärteten Pflanzenfette enthält. Stattdessen sollten reiner Zucker und Apfelpektin enthalten sein.
Zubereitung
Die gewaschenen, ungeschälten Äpfel kleinschneiden. Die Apfelstücke werden im Wasser ca. 40 Minuten lang weichgekocht.
Ein Sieb mit einem Mulltuch bzw. sauberem Geschirrtuch auslegen und auf eine passende Schüssel stellen. Den Apfelbrei in das Sieb gießen und gut abtropfen lassen. Je mehr man den Brei ausdrückt, desto trüber wird er. Das wirkt sich aber keinesfalls negativ auf den Geschmack aus!
Den gewonnenen Apfelsaft abmessen (Messbecher), wieder in einen sauberen Topf zurück gießen und ohne Deckel für ca. 10 Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Gelierzucker und die Kräuter hinzufügen. Unter Rühren nochmal aufkochen lassen und nach 10 Minuten eine Gelierprobe durchführen. Das fertige Zierapfelgelee möglichst heiß in ausgekochte, sterilisierte Marmeladengläser füllen, den Rand sauber abwischen, gut verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen. (Mehr zum Thema Einkochen erfahrt ihr im Artikel “Einmachen und Einkochen von Obst und Gemüse“)
Tipps
Wer keine feinen Kräuterstreifen in seinem Gelee haben möchte, kann die Kräuter im Apfelbrei kurz mitkochen, sie bleiben dann ebenfalls im Geschirrtuch oder Mulltuch zurück. Falls man den Zierapfelgeschmack zu herb findet, kann man auch ein paar große Äpfel dazu schneiden.
Verwandte Stichwörter
Marmelade, Einkochen, Gelee, Zierapfelgelee, ZierapfelKurz-URL: http://www.gartengnom.net/?p=1189
Hallo Pandea,
eine gute Idee! Zieräpfel schmecken – wenn sie wirklich richtig reif sind – auch roh sehr gut.
Ich verwende sie aber auf Grund ihres hohen Pektin-Gehaltes als letzte Frucht im Jahr, um alle anderen noch verfügbaren Wildfrüchte zu einer leckeren (und jedes Jahr anders schmeckenden) Wildfruchtmarmelade zu verarbeiten. Ich nehme einfach die Hälfte der Menge an Zieräpfeln und die andere Hälfte mit allem, was ich noch finde: Aronia (die auch Pektin enthalten), Mahonie, Preisselbeere, Cranberry, Eberesche, Kornellkirsche evtl. noch ein paar zerhackte Hagebutten. Die Hälfte der Fruchtmenge gebe ich an Zucker hinzu (Gelierzucker braucht man da gar nicht). Kochen wie Marmelade, zum Schluss einen Schuss Zitronensaft hinzu – sehr lecker!
Viele Grüße
hobbygaertner