Ich gestehe: Ich bin süchtig nach Rosen, besonders wenn sie herrlich duften. Von manchen „Königin der Blumen“ genannt, erfreuen sich Rosen großer Beliebtheit. Fragt man einen Kollegen in der Arbeit spontan, er solle irgendeine Blume nennen, so wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit die Rose nennen.

Auch wir GartenGnome konnten uns dem Charme dieser herrlichen Pflanzen nicht erwehren und so finden sich verschiedenste Rosen in unserem Garten. In unserer Wildhecke finden sich ursprünglichere, ungefüllte Parkrosen. Im Rosenbeet und auf dem Balkon haben wir hauptsächlich Beetrosen gepflanzt, die wohl zu den wenigen, teils gefüllten Blumen in unserem Garten zählen. An manchen Bäumen klettern zudem Ramblerrosen empor.

Wildrosen und Gartenrosen

Da unser Garten am Waldrand liegt, haben wir rund um den Garten auch einige echte Wildrosen, die uns viel Freude machen. Aus den ursprünglichen Wildrosen wurden die verschiedensten Gartenrosen gekreuzt von denen sich auch ein paar in unserem Garten finden. Sie unterscheiden sich in Wuchs, Frostbeständigkeit aber ganz besonders durch ihre Blüten und den Duft.

Parkrosen

Ungefüllte Parkrosen sind in jedem Garten eine Zierde. Sie eignen sich besonders gut für Naturgärten, da sich ihre Abstammung direkt auf die Wildrosen zurückführen lässt. In unserem Garten wächst zum Beispiel die Parkrose „Kiese“, die 1910 von Hermann Kiese in Deutschland gezüchtet wurde. Die Blüten der Kiese besitzen wie die Wildrosen lediglich fünf Kronblätter, sind folglich also nicht gefüllt und blühen nur einmal im Jahr. Dadurch geben sie Insekten hervorragende Nahrung. Später entwickeln sich aus den Blüten fleischige Hagebutten, die wiederum als Nahrung für Tiere, aber auch für den Menschen dienen können. Parkrosen sind Sträucher, die rasch, ausladend und hoch wachsen.

Rose: Kiese

Strauchrosen

Eigentlich sind alle Rosen Sträucher – Sie sind mehrtriebig und verholzen. Unter Strauchrosen versteht man allerdings im allgemeinen Kulturrosen ab einer Höhe ab etwa 1,20 m, die sich auch für das Anlegen von höheren Hecken eignen. Moderne Strauchrosen zeichnen sich auch durch ihre Winterhärte und widerstandsfähiges Laub aus, allerdings ist ihr Duft üblicherweise gering bis nicht vorhanden. Dafür ist mit Strauchrosen das Anlegen von bis zu drei Meter hohen, undurchdringlichen Rosenhecken möglich. Außerdem blühen die meisten Sorten mehrfach zwischen Juni und September.

Kletterrosen (Climber) und Ramblerrosen

Kletterrosen sind Strauchrosen, deren steife Triebe nicht in der Lage sind, sich selbst zu halten. Manche Kletterrosen können gut und gerne 15m hoch an Bäumen und Rankgerüsten hochwachsen. Die langen und dünnen Triebe müssen dabei aber immer geleitet und gebunden werden. Der Aufwand wird mit einer Fülle an Blüten entlohnt. Viele Kletterrosen duften zudem herrlich.

Rambler sind Kletterrosen, deren lange, dünne Triebe sehr biegsam sind. Die meisten Rambler-Rosen sind kleinblumig und blühen nur einmal im Jahr. Sie eignen sich ausgezeichnet für Bögen, Pergolen und ranken auch ausgezeichnet an Bäumen. Wir haben dieses Jahr selbst die Ramblerrose »Paul’s Himalayan Musk« an unseren alten Zwetschgenbaum (Pflaumen-Baum) gesetzt. Als wir sie im Frühjahr kauften, war die Rose keinen halben Meter hoch. Nun im frühen Sommer wachsen die Triebe bereits in etwa 3m Höhe in der Krone des Baumes.

Rose: Himalayan Musk

Edelrosen

Edelrosen sind langstielig, großblumig und wenig verzweigt. Damit eignen sie sich gut als Schnittrosen. Teerosen, Teehybriden und Remontantrosen zählen zu den Edelrosen. Teerosen sind eine Rosengruppe, die zwischen 1810 und 1910 große Bedeutung erlangte. Diese winterharten Rosen gelangten aus China zu uns. Um den Namen bildeten sich mehrere Theorien: Zum Beispiel sollen die Teerosen von den Schiffen der britischen Ostindien-Kompanie in Teekisten nach England transportiert worden sein.Teehybriden sind winterharte Hybriden von Teerosen mit anderen Rosen.

Beetrosen und Stammrosen

Beetrosen weden nur etwa Kniehoch, wachsen schön Buschig und blütenreich. Im Gegensatz zu Edelrosen blühen Beetrosen nicht einzeln, sondern in Büscheln. Beetrosen zeichnen sich durch eine Vielfalt an Blütenformen und -farben aus. Wie bereits der Name sagt, eignen sich Beetrosen ausgezeichnet für die Beetbepflanzung. Besonders in Gruppen gepflanzt sind sie wunderschön. Früher wurden Beetrosen gerne in die Gruppen Polyantha-Rosen, Floribundarosen und Floribunda-Grandiflora-Rosen unterteilt. Diese Unterteilung gilt jedoch als überholt, da die Unterschiede auch für Fachleute umstritten sind.

Rose: Blumenstadt Tulln

Stammrosen sind 40 bis 140 cm hohe Wildrosenstämme, auf denen eine Kulturrose als Krone veredelt wird. Passend zur Stammhöhe wird mit entsprechenden Rosen von Zwergrosen bis Kletterrosen veredelt. Auf unserem Balkon steht beispielsweise eine »Westminster Cathedral« von David Austin Roses zur Stammrose veredelt.

Rose: Westminster Cathedral

Gefahren für Gartenrosen

In unserem Garten sind es nicht die Läuse und keine Pilze oder Bakterien, die den Rosen den größten Schaden zufügen, sondern es sind Rehe und Wühlmäuse. Während sich die Mäuse mit den Wurzeln vergnügen, knabbern die Rehe liebend gerne an jungen Trieben, Knospen und Blüten. Wir werden den diversen Schäden und Schädlingen bei Rosen einmal einen eigenen Artikel widmen. Derzeit experimentieren wir auch noch mit einigen Methoden, die Rehe und Wühlmäuse fern zu halten, was leider derzeit nur mäßig gelingt. Solltet ihr also noch Tipps für uns haben, so würden wir uns sehr über Kommentare freuen.

Artikel teilen

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden!