Silvester steht vor der Türe und wieder einmal werden allerorts Feuerwerke gezündet und Blei gegossen werden. Auch wir GartenGnome sind von gut geplanten Feuerwerken angetan und fasziniert. Unkontrollierte Knallerei, die Privatleute an Silvester veranstalten, ist für uns aber nicht in Ordnung. Alle Jahre wieder erscheinen die Silvesterraketen Wildtieren wie das Ende der Welt und unzählige Giftstoffe aus den Raketen verteilen sich über die Landschaft.

Beim Bleigießen entsteht giftiges Bleioxid und Blei- und Bleiwasser-Reste werden unsachgemäß entsorgt. Silvester ist eine wahrlich giftige Angelegenheit, dabei kann es auch anders sein!

Giftiges Feuerwerk

An Silvester um Mitternacht ist die Luft erfüllt mit giftigem Feinstaub und Schwermetallen. Die Augen brennen und es kratzt im Hals, wenn wir die Giftstoffe einatmen. Zahlreiche Pressemeldungen, aber auch das deutsche Umweltbundesamt warnen vor der Gefahr für die Gesundheit. Besonders Asthmatiker sind gefährdet. Doch irgendwann sinken die Partikel auch zu Boden und werden mit dem Regen in die Erde gespült. Was also passiert mit all den Giftstoffen aus der Luft, wenn sie erst einmal in der Erde stecken?

Wissenschaftler des Atominstitut der Technischen Universität Wien untersuchten den Schnee im Tiroler Skiort Saalbach vor und nach der Neujahrsnacht 2007/08. Dabei entdeckten sie zahlreiche Substanzen wie Cäsium, Strontium, Kobalt, Arsen und Barium. Die Konzentration von wasserlöslichen Salzen des Metalls Barium war auf das bis zu 600-fache angestiegen (Atmospheric Environment, Bd.42, S.8616, 2008 / siehe: www.sueddeutsche.de).

Was also die Silvesternacht mit unserer guten Gartenerde, dem Trinkwasser und im Folgejahr mit unseren kostbaren Pflanzen anstellt kann man derzeit scheinbar noch gar nicht abschätzen.

Jeder Haustierbesitzer kennt die Aufregung in der Neujahrsnacht, wenn die lieben Schützlinge sich nervös verstecken und sich nicht oder nur schwer beruhigen lassen. Um unsere Haustiere können wir uns kümmern, doch Wildtiere sind der Knallerei hilflos ausgeliefert. Feuerwerke auf Waldlichtungen, an Waldrändern und allgemein in der Natur sollte man daher bleiben lassen!

Gefährliches Bleigießen

Auch Bleigießen ist weithin beliebt um einen Blick in die Zukunft zu erhaschen. Was viele nicht wissen: Beim Erhitzen des Bleis wird giftiges Bleioxid freigesetzt, das über die Atemwege direkt in den Körper gelangt. Bleireste und das Wasser, das zum Abschrecken des Bleis verwendet wird, müssen auf einem Wertstoffhof entsorgt werden. Wer das bleihältige Wasser einfach wegschüttet, entlässt die Schwermetalle einfach in die Umwelt.

Lasst es zu Silvester ökologisch krachen

Jedes Jahr verpufft eine Menge Geld funkensprühend am Himmel. Stattdessen sollte man sich bei Musik, Tanz, Spielen, gutem Essen und Gesellschaft vergnügen und das Geld für ein gutes Neues Jahr sparen, um es dann sinnvoller zu verwenden. Auch beim Bleigießen geht es einfach und ökologisch: Ersetzt einfach das Blei durch Bienenwachs vom Imker aus eurer Region.

Desweiteren solltet ihr beim Kauf von Sekt und Wein darauf achten, dass die Flaschen nicht mit Plastik oder Metall, sondern mit Kork verschlossen wurden. Damit leistet ihr Euren Beitrag zur Rettung der Korkeichenwälder in Mitteleuropa (siehe WWF: »Flaschen — bitte nur mit Kork!«).

Wir wünschen Euch schöne und stimmungsvolle Feiertage und eine Silvesternacht mit bester Unterhaltung und guten Freunden!

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