Verfasst von Der Buddler | Kategorie: Guerilla Gardening | Veröffentlicht am 5. Juni 2011

Im GartenGnom-Weblog haben wir hin und wieder schon einmal das Thema Guerilla Gardening angeschnitten. Die Website besitzt sogar eine eigene Kategorie für das Thema. Trotzdem konnten wir uns bisher nicht aufraffen, das Thema selbst zum Artikel zu machen. Das soll sich nun ändern.
Aus dem Hobby »Garten«, das einst als Tätigkeit für Pensionisten galt, wird mehr und mehr ein neuer Trend mit unglaublich vielen Facetten. Was tut man aber, wenn man zwar den Ruf des Gartens verspürt, aber nicht einmal einen Balkon besitzt? Eine Möglichkeit wäre es, die ganze Welt als riesigen Garten anzusehen. Dort, wo der Mensch diesen Garten durch Städte und Dreck verwüstet, kann man der Natur wieder auf die Sprünge helfen.
Ursprünglich wurde Guerillagärtnerei oder Guerilla Gardening als stiller politischer Protest und ziviler Ungehorsam gesehen, mittlerweile hat sich das “verbotene” Gärtnern beinahe schon zum Trend für die urbane Verschönerung gemausert. Dennoch ist Guerilla Gardening weiterhin auch ein umstrittenes Thema, nicht nur weil es rechtlich gesehen problematisch ist.
Was aber ist Guerilla Gardening denn nun eigentlich? In diesem Artikel wollen wir das Thema gerne beginnen. Aufgrund der unzähligen Facetten und der zahlreichen Methoden werden wir aber sicherlich mit der Zeit noch viele spezifischere Artikel nachreichen.
Verfasst von Der Buddler | Kategorie: Guerilla Gardening | Veröffentlicht am 11. Mai 2011

Am 1. Mai war der International Sunflower Guerrilla Gardening Day 2011, doch aktuell wird auch auf Facebook dazu aufgerufen, es am Sonntag dem 15. Mai 2011 ein zweites Mal überall Sonnenblumensamen zu pflanzen.
Der Sonnenblumentag am 1. Mai hat jedenfalls besonders im Netz viel Fürsprache erhalten. Der Aufruf zum Guerilla Gardening ist zwar nicht der einzige, aber einer der wenigen konkreten. Saatgut ist einfach zu bekommen, denn bereits in der nächsten Tierhandlung oder im Bauhaus erhält man Sonnenblumensamen ohne Ende.
Mit einfachem Aufstreuen ist es meist aber nicht getan, denn besonders in den Städten lauern Feinde und Bedrohungen an allen Ecken.
Verfasst von Pandea | Kategorie: Events und Aktionen, Guerilla Gardening | Veröffentlicht am 31. März 2010
10.000 kostenlose Bio-Samenpäckchen mit etwa sieben Millionen Blumen-, Kräuter- und Gemüsesamen werden aktuell mit den Bio-Kisterln vom Biohof Adamah an Wiener Konsumentinnen und Konsumenten ausgeliefert oder liegen im Bio-Fachhandel auf. Zudem können die Päckchen aber auch kostenlos unter biodiversitaet@no-spam.bio-wissen.org mit der aktuellen Ausgabe der Bio-Fibel zum Schwerpunkt-Thema Biodiversität angefordert werden.
Saatgut für kahle Erdstellen in Wien
Das besondere an dieser Aktion ist für mich der begleitende Aufruf: Wien soll zur europäischen Hauptstadt der Biodiversität (biologische Vielfalt) werden – Also raus, Sackerl aufreißen und das Saatgut auf einer kahlen Erdstelle verteilen. Alternativ wird auch noch das Kisterl auf der Fensterbank vorgeschlagen. Unter den Samen findet sich zB. Saatgut für Schöngesicht, Akelei, Mauretanische Malve, Moschusmalve, Konrade, Kornblume und Lanzenrittersporn sowie Rucola, Blattsalat Pasha, Asiasalat Red Giant, Pak Choi, Mizuna, Grün im Schnee und Phacelia.
Wenn das nicht ein eindeutiger Ruf zum Guerilla-Gardening ist. Das Problem am nicht öffentlich gestatteten Ausbringen von Saatgut oder Einsetzen von Pflanzen ist, dass es mitunter von den Behörden als Sachbeschädigung geahndet werden könnte. In den meisten Städten Europas sieht die Polizei allerdings wohlwollend weg, da es sich bei derlei Aktionen im Endeffekt um gut gemeinte Kampagnen zur Verschönerung des Stadtbildes handelt. Wir werden im Laufe des Jahres sicherlich noch mehr zum Thema Guerilla-Gardening berichten und aufklären. Wurde der Pressebericht also nur missverständlich formuliert, wurde die Aktion von öffentlicher Seite genehmigt oder ist dies tatsächlich eine mutige Kampagne, die Grenzen ausloten will?
Doch mit der Aktion “Pflanz’ mich!” ist es noch nicht genug…