Jedes Jahr taucht die Frage auf, warum Paradeiser (Tomaten) eigentlich aufplatzen. Werden aufgeplatzte Tomaten nicht schnell geerntet, fangen sie an zu schimmeln, denn im Gegensatz zu anderen Früchten, wie etwa Äpfeln, verschließt sich so eine „Wunde“ nicht wirklich. Sie trocknet zwar ein und es bildet sich ein dünnes Häutchen, aber die Tomate fängt trotzdem irgendwann an dieser Stelle zu schimmeln an. Darum ist es ratsam, aufgeplatzte Früchte schnellstmöglich zu verwerten.

Warum platzt die Tomate auf?

Paradeiser platzen auf, wenn die Wurzeln viel Wasser aufsaugen und in die Früchte pumpen. Die Pflanze nimmt mehr Wasser auf, als sie durch die Blätter verdunsten kann und pumpt somit die Früchte auf, bis diese platzen. Das passiert sehr oft bei Tomaten, die länger trocken standen und dann kräftig gegossen werden – besonders bei kühleren Temperaturen. Dabei ist es egal, wo die Tomatenpflanzen stehen, ob im Kübel, im Beet oder im Glashaus. Wenn man viele Blätter abbricht, zum Beispiel in Bodennähe um Krankheiten zu vermeiden, stark ausgeizt, oder die Triebspitze abzwickt, kann es dazu kommen, dass einige Früchte aufreißen.

Weiters können auch starke Temperaturschwankungen zu Rissen in der dünnen Paradeiserhaut führen.

Nicht zu vergessen ist das Platzen aufgrund schwankender Nährstoffversorgung, d.h. wenn nach längerer Zeit ohne Düngung plötzlich wieder ordentlich gedüngt wird.

Was begünstigt das Aufplatzen der Paradeiser noch?

Besonders anfällig fürs Aufplatzen sind Paradeiser mit dünner Haut (Sorten-abhängig), Tomaten die von morgens bis abends in der prallen Sonne stehen, egal ob  Cocktailparadeiser oder großfrüchtige Tomaten. Ebenfalls wird das Aufplatzen der Paradeiser begünstigt durch eine zu hohe Stickstoffdüngung.

Wie kann ich das Aufplatzen der Tomaten verhindern?

Am besten versorgt man seine Paradeiserpflanzen mit ausreichend Kompost oder organischem Dünger und lässt die Erde nie austrocknen. Auch die Wahl von Paradeisern mit dickerer Haut hilft erheblich, das Aufplatzrisiko zu minimieren. Ebenfalls bewährt hat es sich, den obersten Geiztrieb (unfruchtbarer Seitentrieb, der aus der Blattachsel wächst) nicht auszubrechen. Wir geizen unsere Paradeiser-Pfanzen gar nicht aus, da es dafür eigentlich keinen logischen oder ästhetischen Grund gibt.

Artikel teilen

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden!