Wir GartenGnome waren noch nicht auf dieser Welt, als Theodor Seuss Geisel – auch bekannt als Dr. Seuss – das Buch »The Lorax« 1972 publizierte. Das Buch ist ein echtes Plädoyer an den Umweltschutz und für die Verantwortung der Wirtschaftstreibenden für ihr Tun. Man beachte bitte das Jahr, in dem das Buch dieses Thema aufgriff!

Dr. Seuss kennt man hierzulande vor allem aus dem Englisch-Unterricht, oder durch die neueren Verfilmungen wie zB. »Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat« (»How the Grinch Stole Christmas!«). Die Bücher zeichnen sich durch etwas eigenartige Zeichnungen und schräge Reime und Wort- und Satzkreationen aus. Die Verfilmungen – und so auch jene über den Lorax – setzen diese Eigenheiten gekonnt in Szene.

Wir GartenGnome haben ja bekanntermaßen eine Vorliebe für knuffige, kleine, gezeichnete Figuren und Umweltschutz-Themen. Daher haben wir natürlich das Buch gelesen und den Film gesehen. Erfahrt mehr in diesem Artikel.

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Dr. Seuss Geschichten zeichnen sich oft durch Systemkritik und Kritik an der Kommerzialisierung aus. Dieses Buch geht noch einen Schritt weiter und widmet sich den unheimlichen Folgen der Habgier großer Wirtschaftstreibender. Man könnte die Geschichte auch als dystopische Endzeitvision mit kleinem Hoffnungsschimmer für Kinder bezeichnen. Dabei ist Dr. Seuss keineswegs moralisierend.

Das Buch

Das Buch »The Lorax« ist eine kurze, in Reimform verfasste Geschichte mit phantasievollen Illustrationen. Es beginnt mit einem namenlosen Kind, das zum Platzhalter für den Leser selbst wird. Das Kind besucht den Once-ler außerhalb einer tristen Stadt inmitten einer kahlen und düsteren Einöde. Der Once-ler erzählt dem Kind vom Lorax, dem Hüter des Waldes und davon, wie der Once-ler selbst den Wald abholzte um in seiner Fabrik Thneeds daraus zu fertigen. Zum Ende ist kein Baum mehr übrig, alle Tiere fliehen, der Lorax verschwindet, das Wasser ist verschmutzt und die Luft voller Smog. Der Once-ler überreicht dem Kind den letzten Samen und die Anweisung, ihn einzupflanzen und zu behüten. Mit folgendem Reim endet das Buch:

„It’s a Truffula Seed.
It’s the last one of all!
You’re in charge of the last of the Truffula Seeds.
And Truffula Trees are what everyone needs.
Plant a new Truffula. Treat it with care.
Give it clean water. And feed it fresh air.
Grow a forest. Protect it from axes that hack.
Then the Lorax and all of his friends may come back.“

Das Buch wurde in den USA keineswegs als harmlos aufgefasst. 1988 behielt ein Schulbezirk in Kalifornien das Buch in der Leseliste entgegen der Kritik, dass das Buch der ansässigen Industrie gegenüber nicht fair wäre. Aus einigen Regionen, Bibliotheken und Schulen in den USA wurde das Buch verbannt. Die National Oak Flooring Manufacturers‘ Association (NOFMA) fühlte sich durch den Lorax scheinbar ebenfalls missverstanden und veröffentlichte in den späten 1980ern »The Truax« als Gegendarstellung, in der am Schluss der Hüter der Bäume den Baumfällern sein OK gibt.

Der Film

Die Geschichte des Lorax wurde als 3D-Animationsfilm umgesetzt und kan kürzlich in die Kinos. Dabei hielt man sich teils stark an die Zeichnungen von Dr. Seuss, ergänzte aber die sehr kurze Story des Buchs um zusätzliche Inhalte und Charaktere. Die Grundbotschaft blieb erhalten und wurde auch noch verstärkt. Der Film endet jedoch wenig überraschend statt mit dem offenen Ende des Buchs mit einem Hollywood-Happy-End.

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Ein nettes Detail am Rande: In der englischen, deutschen, italienischen, spanischen und russischen Version des Films, verleiht jeweils der Hollywoodstar Danny DeVito dem Lorax seine Stimme. Etwas eigenartig muten plötzliche Gesangsausbrüche aller Einwohner der Stadt an (vielleicht liegt das am Smog?). Hier zeigt sich die Vorliebe der US-Amerikaner für Musicals. Dafür jedoch ist der Film von viel Humor begleitet, der die Zuseher trotz des ernsten Themas zum Schmunzeln bringt.

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Auch der Film rief in den USA wieder einmal die Kritiker auf den Plan. Lou Dobbs, der Moderator von Lou Dobbs Tonight auf Fox Business Network befürchtete. eine Indoktrination des Nachwuchses. Wir GartenGnome hingegen freuen uns über den Film, empfehlen aber dennoch auch die Lektüre des Buchs. So wird bei einem unterhaltsamen Filmenachmittag mit den Kindern oder besser noch bei der Gutenachtgeschichte auch eine gute Botschaft übermittelt, ohne besonders belehrend oder moralisierend zu wirken.