Seed is not just the source of life. It is the very foundation of our being.“ (Samen sind nicht alleine die Quelle unseres Lebens. Sie sind die Grundlage unseres Seins). Dies ist ein Zitat von Vandana Shiva, einer Physikerin aus Indien, die sich durch ihren unermüdlichen Einsatz für Umwelt und biologische Vielfalt einen Namen gemacht hat.

Der Film »SEED: The Untold Story« ist ein Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, den Zusehern die einzigartige Welt des Saatguts und unserer ungeheuren Abhängigkeit von dieser fragilen Resource näher zu bringen. Lange Zeit haben unsere Bauern das Saatgut von Kulturpflanzen selbst gewonnen und für die nächste Aussaat aufbewahrt. Es gab unzählige Sorten, die durch Selektion und Zucht an unterschiedliche Anbauregionen und Klimaverhältnisse angepasst wurden. Bereits in den Kindheitstagen meiner Eltern oder sogar noch etwas davor begannen jedoch Entwicklungen, die mir und vielen anderen auf diesem Planeten große Sorgen machen.

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Der bedrohliche Schatten auf unserem Saatgut

Für uns Pflanzenfreunde gehen in der Welt bedrohliche Dinge vor sich und sie gehen vom Menschen aus. Unser Einklang mit der Natur ist in unserem Kulturkreis bereits seit langer Zeit verloren gegangen. Ich brauche mich nur in meinem Umfeld umzusehen und erkenne sofort, wie fremd sich Menschen und ihr einst natürlicher Lebensraum geworden sind. Ich kenne genug Menschen, die eine Eiche nicht von einem Feigenbaum unterscheiden könnten.

Die sogenannte »Grüne Revolution« brachte uns nicht nur Pestizide und Saatgut als Massenware, sondern auch Hybrid-Saat und Abhängigkeit von großen Konzernen. Das verschärft sich nun durch die Einführung von Gentech-Pflanzen noch mehr. Unser Saatgut und damit die Vielfalt der Kulturpflanzen ist ebenso gefährdet, wie Saatgut und Vielfalt von Wildpflanzen.

Über den Film

Der Film »SEED: The Untold Story« zeigt den Zusehern das Wunder des Lebens auf Basis des Saatguts. Er zeigt in wunderschönen und beeindruckenden Bildern die ungeheure Vielfalt der Kulturpflanzen und zeigt die erschreckenden Entwicklungen des Weltgeschehens, die diese Vielfalt bereits stark dezimiert haben und weiterhin dezimieren. Der Film erzählt die Geschichten vom Verlust der Vielfalt, von Initiativen zur Bewahrung der Vielfalt sowie zur Rettung des freien Zugangs von Landwirten und Gärtnern zur Lebensgrundlage Saatgut und von Menschen, die ihr Leben dem Saatgut verschrieben haben.

Bereits im nächsten Frühjahr 2014 soll der Film in die Kinos kommen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen arbeiten die Filmemacher hart an der Fertigstellung. Mehrere hundert Stunden Bild- und Tonmaterial haben Taggart Siegel, Jon Betz und deren Helfer aufgenommen. Derzeit werden die letzten Aufnahmen gemacht.

Bild der Regisseure des Films

Die Regisseure: Taggart Siegel und Jon Betz

Aktivismus durch Aufklärung

Ich bin immer noch dabei zu entdecken, wie wichtig all das für uns ist und mit welchen außergewöhnlichen Wundern wir es hier zu tun haben. Wie toll wäre eine Welt, in der noch alles in Ordnung wäre und wir uns über ein harmonisches Miteinander freuen könnten. So jedoch muss ich mehr und mehr erkennen, dass viele Wunder der Natur und so auch dieses in höchster Gefahr schweben. Wenn überhaupt noch jemand helfen kann, dann sind es wir „kleinen Leute“.

Mit »SEED: The Untold Story« wollen die Filmemacher Taggart Siegel und Jon Betz nicht nur Wissen über Saatgut und Pflanzen vermitteln, sondern auch Zusammenhänge und aktuelles Weltgeschehen einer breiteren Öffentlichkeit erklären. Aufklärung war im Kampf für eigene Überzeugungen immer schon eine mächtige Waffe, doch Aufklärung kann teuer werden. Ein Film wie dieser kostet eine Menge Geld, besonders wenn man ihn so professionell anlegt und für Berichte aus aller Welt viel herumreisen muss. Bereits im Jänner dieses Jahres starteten die beiden Filmemacher daher das erste Kickstarter-Projekt, um von privaten Sponsoren 50.000 US-Dollar zu organisieren. Nach Ablauf der Frist erhielt das Projekt eine Finanzspritze von über 75.000 US-Dollar.

Helft dem Projekt auf Kickstarter!

Eine kleine Erklärung zu Kickstarter: Es handelt sich hierbei um eine Crowdfunding-Plattform. Wer überzeugt ist, eine unterstützenswerte Projekt- bzw. Produkt-Idee zu haben, der kann dies von den Usern direkt mit kleinen Geldbeträgen finanzieren lassen. Als User kann man das Projekt einfach nur finanziell unterstützen, oder sich eine der ausgeschriebenen Prämien sichern. Die zugesicherte finanzielle Unterstützung wird von der Kreditkarte des Users erst abgebucht, wenn das Projekt die ausgeschriebene Finanzierung zumindest erreicht hat oder diese überschreitet. Floppt das Projekt und wird nicht ausreichend finanziert, erfolgt also keine Abbuchung und die User erhalten keine Prämie.

Inzwischen sind viele Monate ins Land gegangen, der Film ist zu einem großen Teil gedreht, doch inzwischen wird das Geld knapp. Für die Post-Production, also für Schnitt, Bildoptimierung, Sound, Musik, Produktionskosten etc., fehlt noch Geld. Da die Macher von »SEED: The Untold Story« völlig unabhängig von großen Sponsoren aus der Wirtschaft bleiben wollen, wenden sich diese erneut an die Kickstarter-Gemeinschaft. Diesmal sollen ganze 85.000 US-Dollar gestemmt werden.

Aktuell sind noch fünf Tage Zeit und es fehlen noch etwas mehr als 6.000 US-Dollar um das Ziel zu erreichen. Es braucht also noch Unterstützer! Wir GartenGnome unterstützen das Projekt natürlich und würden uns auch freuen, wenn ihr ebenfalls etwas zur Fertigstellung des Films beisteuern könntet.

Hier gehts zum Kickstarter-Projekt: http://kck.st/HRxyvF

Film-Cover: SEED: The Untold Story

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