Bei meinen Recherchen im Netz habe ich folgende Informationen zusammengetragen: Das Aussehen der asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist sehr unterschiedlich, es gibt Käfer mit roten, orangefarbenen und schwarzen Flügeldecken und die Anzahl der Punkte kann zwischen 0 und 19 liegen. Ihre Größe beträgt etwa 6-8 mm. Ein wichtiges Merkmal des Asiatischen Marienkäfers, wie ich gelesen habe, ist das schwarze „M“ auf dem weißen Halsschild, das aber auch nicht immer vorhanden sein muss.

Das ist natürlich eine grandiose Beschreibung dieses asiatischen Frauenkäfers. Er kann also von Rot über Orange bis Schwarz gefärbt sein, kann, muss aber keine Punkte haben, dann jedoch höchstens 19 oder doch 21 und sollte, aber hat oft nicht, das „M“ am weißen Halsschild.

Einer unserer bekannten heimischer Marienkäfer, der 7-Punkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata), wird auch ca. 6 bis 8 mm groß, hat rote Flügeldecken und immer 7 schwarze Punkte. Trotzdem können die Käfer leicht mit dem Asiatischen Marienkäfer verwechselt werden.

Asiatische Marienkäfer: Freund und Feind?

Einerseits ist man froh wenn diese Käfer die Schädlinge in den Gärten vertilgen, andererseits platzt so machen Gärtner der Kragen wenn seine Früchte gerade von den Schädlingsvernichtern abgeknabbert werden. Asiatische Marienkäfer sollen bis zu 270 Blattläuse am Tag fressen, unsere heimischen Siebenpunkt-Marienkäfer können täglich nur 50 Läuse vertilgen.

Die asiatischen Marienkäfer beschränken sich jedoch nicht nur auf Blattläuse, sie fressen Schildläuse, Spinnmilben und Blattflöhe. Die erwachsenen Tiere ernähren sich im Herbst zum Leidwesen der Gartenbesitzer zudem auch gerne von reifen Früchten. Die kleinen Kerlchen scheinen einen beachtlichen Appetit zu haben und wenn keine Blattläuse übrig sind, muss man sich eben von etwas anderem ernähren.

Die Käferchen sollen bevorzugt bereits vorhandene Löcher in der Fruchtschale nutzen, die zB. von Wespen genagt wurden. Egal wie sie an die Frucht gelangen, sie haben eine Vorliebe für süße Früchtchen.

Käferwein und Käfersaft (Beetlejuice)

Zu der Herbstnahrung des asiatischen Marienkäfers zählen reife Früchte wie Pfirsiche, Pflaumen (Zwetschgen), Äpfel und Brombeeren, Himbeeren. Da angeknabberte Früchte sich schlecht verkaufen lassen, wird der Nützling auf diese Weise zum Schädling.

Doch nicht nur angeknabberte Früchte sind das Problem. In Amerika haben Weinbauern beobachtet, wie sich die Käfer über ihre Trauben hermachten. Im Wein wurde eine neue Geschmacks-Note entdeckt, sie wird umschrieben mit „angebrannte Erdnussbutter“ und „ranzige Erdnuss“. Bestimmt kein Geschmack, den Wein haben sollte!

Dabei handelt es sich also um Käferwein. Käferwein aber auch Käfersaft entsteht folgendermaßen: Dieses interessante angebrannte Erdnussaroma kommt von den Alkaloiden, mit denen sich auch unsere heimische Marienkäfer gegen ihre Fressfeinde schützen. Der asiatische Marienkäfer produziert allerdings eine etwa hundertmal höhere Konzentration. Bei Bedrohung oder Störungen stößt er diese Abwehrstoffe mit einer Reflexblutung aus. Genau das macht er auch wenn er bei der Obsternte gestört wird und so kommt diese unangenehme Note in Säfte und Weine. Der Nützling wird somit also selbst zum Schädling.

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