Sommerzeit ist Balkonzeit – das gilt nicht nur für uns Menschen sondern auch für unsere Stubentiger. Ein Balkon ist zwar kein Ersatz für Freigang aber er erweitert nicht nur das Revier der Katzen, sondern bietet ihnen einiges an Spaß. Nur sicher sollte er sein, damit Besitzer und Katze gemütlich das Grün genießen können.

Nachdem die Absturzgefahr z.B. durch ein Netz gesichert wurde, kann es an die Bepflanzung gehen. Natürlich muss man darauf achten, dass das Grün ungefährlich für die Katze ist, aber auch Mensch und Tier gefällt.

Eine grüne Insel für die Katze

Jede Katze wird sich über eine grüne Insel auf dem Balkon freuen. Ein geeignetes Gefäß kann von einem großen Blumenkasten über eine selbstgebaute Holzkiste, die mit Teichfolie ausgelegt ist, bis zu einem Kindersandkasten so einiges sein. Es sollte groß genug sein, dass die Katze nach der Bepflanzung noch genug Platz hat, um darin zu liegen. Bei zwei Katzen muss man also noch ein größeres Pflanzgefäß wählen.

Zuerst füllt man Kies oder Blähton ein um das Abfließen des Wassers zu gewährleisten (Drainageschicht), dann werden auch kleinere Gießfehler leichter verziehen. Anschließend füllt man das Gefäß mit Blumenerde (man kann zum Düngen auch Hornspäne daruntermischen) und pflanzt die Wiese an. Dazu entweder reine Rasensaat oder eine Wildblumenmischung verwenden. Nun ist die Liegewiese für den Stubentiger fertig. Natürlich kann man die grüne Insel noch mit Katzengras, Katzenminze (ganz wichtig, darf auf keinem Katzenbalkon fehlen!) oder Katzengamander aufpeppen. Die Pflanzen kann man entweder selbst vorziehen, oder schon als starke Pflanze kaufen und ganz einfach einpflanzen. Die grüne Oase für die Katze sollte man erst richtig wachsen lassen bis man die Katzen drauf loslässt.

Mitbringsel aus der Natur

Wer seinem Liebling noch eine Freude machen möchte, kann von einem Waldspaziergang, von Bekannten oder Freunden Stücke von Baumstämmen mitnehmen und diese als eine Art Treppe aufstellen (das Fixieren nicht vergessen, damit auch bei wilden Spielen nichts passieren kann). So hat die Katze nicht nur einen schönen Aussichtsplatz der unerhört interessant riecht, sondern auch die Möglichkeit sich genüsslich die Krallen zu schärfen.

Ein Balkon für Mensch und Tier

Nachdem die Katzen zufrieden gestellt wurden, kommt nun der Mensch an die Reihe. Die Balkonbepflanzung sollte ungiftig für die Tiere sein, aber auch schön für die Zweibeiner. Diesen Kriterien entsprechen zum Beispiel Lavendel, Rosen, kleine Obstbäume, Beeren (Erdbeere, Johannisbeere, Himbeere, Brombeere), Kräuter (Dill, Petersilie, Thymian, Schnittlauch, Salbei, Zitronenmelisse, Basilikum, etc.), Bambus, Zwerg-Zyperngras, Ringelblume, Stiefmütterchen, Schwarzäugige Susanne, Margerite, Fuchsie und Kapuzinerkresse.