Blattläuse – Wie wird man sie mit natürlichen Mitteln los?

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Verfasst von | Kategorie: Blüh- und Zierpflanzen, Doktor GartenGnom, Gartenbewohner, Obst, Gemüse u. Kräuter, Tipps und Tricks | Veröffentlicht am 5. Juli 2009

Blattläuse im Garten können sich bei passendem Wetter sehr stark ausbreiten und sind dann an fast allen Nutz- und Zierpflanzen zu finden. Die grünen oder schwarzen Blattläuse sind nicht nur lästig für alle Hobbygärtner, sie beeinträchtigen auch das Wachstum der Pflanzen. Jedoch soll man auf gar keinen Fall mit Gift gegen die Schädlinge vorgehen sondern mit sanfteren Methoden vorgehen. Auch die natürlichen Feinde der Blattlaus kann man fördern und sich so von ihnen helfen lassen.

Schadbild des Blattlausbefalls

Die Blattläuse siedeln sich in großer Zahl an Blättern, Knospen, Stängeln und Trieben an Nutz- und Zierpflanzen an und saugen den Pflanzensaft. Die von den Blattläusen befallenen Blätter kräuseln oder rollen sich zusammen, können sich verfärben und schließlich kann der ganze Trieb verkümmern. Auf den Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtau) können sich aber auch schwarze Rußtaupilze ansiedeln.

Vorbeugende Maßnahmen

Richtig gedüngte und gesunde Pflanzen ertragen meist auch einen stärkeren Blattlausbefall ohne größere Schäden. Die Voraussetzungen für eine gesunde Pflanze ist die richtige Standortwahl, gute Bodenpflege sowie richtige Dünung.

Sehr wichtig ist es, die natürlichen Feinde nicht nur zu schonen, sondern auch zu fördern: Marienkäfer, Florfliege, Schwebfliege, Schlupfwespe, Raubwanze, Ohrwurm, Vögel, Fledermäuse, Hornissen und Wespen. Ein sogenanntes Insektenhotel (ein von Menschen gebauter Nistkasten für verschiedenste Nützlinge) ist also sehr zu empfehlen.

Direkte Maßnahmen gegen den Blattlaus-Befall

Im zeitigen Frühjahr sollte man sich schon im Garten auf die Suche nach den ersten Blattläusen begeben und sie von den Trieben abstreifen. Dazu nimmt man am besten ein Taschentuch, das man dann entsorgen kann. Wenn die Triebe noch vom Morgentau nass sind, großzügig über die Blätter, Stängel und die Blattläuse selbst Gesteinsmehl stäuben. Weniger zarte Pflanzen (zum Beispiel die Triebe des Holunder) kann man mit einem starken Wasserstrahl abbrausen.

Vom alten Hausmittel, der Schmierseifenlösung (auf pflanzlicher Basis) halte ich wenig, da durch die Mischung (1 EL auf 1 Liter Wasser) nicht nur die Blattläuse getötet werden, es werden auch Nützlinge geschädigt. Der Aufwand ist auch größer, da man die Erde rund um die Pflanze abdecken sollte.

Meine Favoriten zur Bekämpfung von Blattläusen:

Auch mit einem Waschnuss-Sud kann man den lästigen Blattläusen zu Leibe rücken. Dazu nimmt man ca. 9 Waschnüsse auf einen ¾ Liter Wasser, kocht sie für ca. 20 Minuten aus und lässt den Sud abkühlen. Nach dem Abseihen füllt man die Mischung in eine Sprühflasche und besprüht alle befallene Stellen. Man sprüht so oft bis alle Blattläuse weg sind.

Ebenfalls empfiehlt sich das Spritzen mit einem Brennnesselauszug. Dafür zerkleinert man ein Kilogramm frischer Brennnesseln, weicht sie mindestens 24 Stunden lang in 5 Liter Wasser ein und spritzt sie unverdünnt. Wurmfarn soll auch beim Bekämpfen der Blattläuse helfen. Bei allen Spritzungen nicht die Blattunterseiten vergessen!
Extrakte des Niembaums / Neembaums kann man sich im Geschäft schon fix und fertig kaufen und gleich anwenden ohne dabei zahlreiche Nützlinge zu töten.

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