Der bienenfreundliche Blumenkasten

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Verfasst von | Kategorie: Balkon und Terrasse, Blüh- und Zierpflanzen, Obst, Gemüse u. Kräuter | Veröffentlicht am 10. September 2009

Im Sommer sind viele Balkone und Fenster mit prächtigen, farbenfrohen Blumenkisterln (Balkonkästen) geschmückt, doch Geranien und Co können Bienen nicht viel bieten. Wenn man schon keinen Garten zur Verfügung hat, kann man sich doch mehr von bepflanzten Balkonkästen erwarten oder? Wer freut sich denn nicht über den Besuch von Bienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen? Wer solch fröhlichen Besuch anlocken will, muss natürlich auch Leckerein bereitstellen und wer sagt, dass nicht auch der Mensch von solchen bienenfreundlichen Blumenkästen profitieren kann? Wer zum Beispiel Küchenkräuter pflanzt, hat nicht nur einen herrlichen Duft und neue Zutaten für den Kochtopf, sondern muss bei mehrjährigen Kräutern auch nicht jedes Frühjahr das Balkonkisterl neu bepflanzen.

Sollte der Pflanzenkauf etwas teurer ausfallen als bei gewöhnlichen Balkonpflanzen, darf man nicht vergessen, dass man von diesen Kräutern mehr als nur einen Sommer lang etwas hat und sie winterfest sind. Die Pflege hält sich auch sehr in Grenzen, einige benötigen sehr wenig Wasser. Natürlich kann man Kräuter und Blumen (Zierpflanzen) mischen – das ist jedem selbst überlassen, ganz nach Lust und Laune.

Zitronenmelisse und  Minzen können nicht nur groß werden, sondern wuchern auch gerne. Das ist ganz praktisch, da sie vielseitig in der Küche einsetzbar sind. Salbei, Lavendel, Ysop, Rosmarin und Weinraute gehören auch zu den Pflanzen, die etwas größer werden können sowie Basilikum, Thymian, Oregano und Schnittlauch blühen auch sehr schön, nehmen aber nicht so viel Platz weg, ebenso Bohnenkraut und Bergbohnenkraut. Ein einjähriges Kraut ist zum Beispiel Dill. Er kann leere Plätze in den Blumenkisten schnell füllen. Bei allen Pflanzen und Kräutern gilt: man muss sie blühen lassen um »Gäste« anzulocken!

Tipp: Ich persönlich peppe meine Blumenkästen immer mit Kapuzinerkresse (rankend) und Ringelblumen auf. Das bringt nicht nur zusätzliche Farbe auf den Balkon, sondern auch auf den Teller. Kapuzinerkresse ist essbar (Blüten wie auch Blätter). Ringelblumenblüten können in den Tee wandern oder abgerupft über Salate gestreut werden. Meine letzten Samen von diesen zwei Blumen habe ich vor Jahren gekauft. Ich ernte immer im Herbst die Samen und säe sie im nächsten Jahr wieder aus. Manchmal übersehe ich hier und da ein paar Samen und freue mich, dass im nächsten Jahr irgendwo diese Pflanzen plötzlich hervorleuchten.

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Kommentare (1)

Mir gefällt die Idee sehr gut, Blumen und Kräuter am Balkon zu mischen. Ich mache das auch jedes Jahr. Allerdings würde ich beides nicht in die selben Kisterl setzen, da ich die Blumen dünge und die Kräuter nicht. Und da möchte ich dann den Dünger nicht unbedingt in den Kräutern drinnen haben. Weil mir Thymian und co. auch optisch sehr gut gefallen, vergesse ich, sie dann abzuernten bevor sie blühen. Wie Du schreibst, ziehen die Blüten viele Bienen und Schmetterlinge an. Die finden auch in den 5. Stock :-)

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