Die Zucchini trägt wie alle Kürbisgewächse, männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze. Diese sind leicht zu unterscheiden: Die männlichen Blüten sind an den langen Stielen zu erkennen, die weiblichen Blüten haben kürzere Stiele und man sieht  unterhalb der Blütenblätter den sogenannten Fruchtknoten (dieser sieht bereits aus wie eine kleine Zucchini).

Zwei bis drei Zucchinipflanzen tragen normalerweise so viele Früchte, dass eine vierköpfige Familie recht  gut versorgt ist. Es gibt aber auch Jahre, in denen die Pflanzen zwar viele Blüten ausbildet, aber dennoch kaum bis keine Früchte ansetzt. Die kleinen Früchte fallen in diesem Fall oft ab oder beginnen, von der Spitze her zu faulen. In diesem Fall liegt es oft am Fehlen der Bestäuber wie Bienen oder Hummeln.

Wie man der Natur auf die Sprünge hilft

Die beste Lösung wäre natürlich, Bestäuber anzulocken. Ein Naturgarten mit vielen Blüten übers gesamte Jahr ist dazu ideal. Noch besser wäre es, wenn auch viele Nachbarn Nahrung für Bestäuber bieten. Wer jedoch eine rasche Lösung sucht, der kann sich mit Handbestäubung helfen und die Arbeit der Bienen simulieren.

Wichtig ist natürlich eine gleichmäßige, gute Versorgung mit Wasser und Nährstoffen (Dünger), denn sonst bilden die Zucchini größtenteils männliche Blüten. Oft ist eine schlechte Befruchtung die Wurzel des Problems. So kann man sich aber helfen:  Einfach eine bereits voll erblühte, entwickelte männliche Blüte abbrechen, die Blütenblätter entfernen. Dann mit den Staubfäden über die Narbe  einer weiblichen Blüte. Wer sich nicht traut irgendwas an seiner Zucchini abzubrechen, nimmt einfach einen weichen, sauberen Pinsel und bestäubt die weiblichen Blüten per Hand.

Nach der erfolgreichen Befruchtung (erkennt man daran, dass der Fruchtknoten größer wird und die Blüte zu welken beginnt), sollte man die Blütenblätter vorsichtig entfernen, da sich in sehr feuchten Sommern Pilze darauf niederlassen könnten die auch auf die kleine Frucht übergehen können.

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