Früh im Jahr haben wir uns Gardenline Bio Aussaat- und Kräutererde in 20l Säcken bei Hofer zugelegt. Nun haben wir „den Salat“, oder besser gesagt Mücken! Ab und zu sieht man eine kleine, schwarze Mücke vorbei fliegen und am Anfang denkt man noch an Fruchtfliegen. Aber wenn man einen kritischen Blick auf die Blumenerde in den Aufzuchttöpfchen wirft erkennt man, dass darin noch weitere kleine schwarze Mücken herumwuseln und bei Berührung hochfliegen. Das Problem: Es handelt sich um Trauermücken (Sciaridae).

Warum diese Mücken ein Problem darstellen und was man gegen die kleinen Biester tun kann, das will ich in diesem Artikel beschreiben.

Trauermücken aus gekaufter Blumen- oder Anzuchterde

Oft werden die Trauermücken mit gekaufter Blumenerde oder Anzuchterde eingeschleppt, so wie es uns dieses Jahr auch passiert ist – zum ersten Mal wohlgemerkt. Bisher hatten wir wohl einfach Glück, doch künftig werden wir den Rat vieler erfahrener Gärtner befolgen und unsere Anzuchterde selbst mischen oder gekaufte Erde im Ofen backen um die kleinen Schädlinge erst gar nicht einzuschleppen.

Trauermücken sind kleine, schwarze Mücken (ca. 4 mm groß) die lebhaft in der Nähe der Blumentöpfe oder Anzuchttöpfchen herum schwirren. Sie legen ihre Eier in die feuchte Blumenerde. Die etwa 5mm großen Larven sind weiß mit schwarzem Kopf. Die Larven ernähren sich von totem, aber leider auch von lebendem organischen Material und können so, vor allem an Keimlingen, große Schäden hervorrufen. So ist es nun auch bei uns zu traurigen Verlusten gekommen, wie zum Beispiel bei unseren Paradeiser- (Tomaten-) Keimlingen.

Wie wird man Trauermücken wieder los?

Wenn man den Befall bemerkt hat, hängt man am besten sofort gelbe Leimtafeln bzw. Gelbtafeln auf, oder steckt diese in die Erde. Die kleinen erwachsenen Mücken werden von der Farbe Gelb angezogen und bleiben auf der klebrigen Fläche kleben. Einmal gefangen, können die Trauermücken keine neuen Eier legen und so ist hier schon einmal ein wenig geholfen. Wir konnten unser Trauermückenproblem fürs Erste damit eindämmen, nutzen aber die restliche Anzuchterde nicht mehr für die Anzucht.

Falls es möglich ist, sollte man die Erde austrocknen lassen, da es die Larven gerne feucht mögen. Handelt es sich um Blumenerde bei Topfpflanzen, so kann man auf die Erde um die 2 cm Sand (bitte keinen Vogelsand oder Sand aus der Sandkiste) streuen. So können die Mücken keine Eier in die Blumenerde legen. Den passenden Sand gibt es im Gartencenter (für wenig Geld) zu kaufen und kann sowohl in die Blumentöpfe gegeben, wie auch auf den Rasen gestreut werden. Auch Nematoden helfen gegen die Trauermückenlarven.

Artikel teilen

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden!