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	<title>Gartenbuch Archive - GartenGnom</title>
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	<title>Gartenbuch Archive - GartenGnom</title>
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		<title>Das große Biogarten-Buch – Buchvorstellung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 21:34:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Heistinger]]></category>
		<category><![CDATA[Arche Noah]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gartenbücher gibt es wie Sand am Meer – In der Rubrik »Garten und Pflanzen« führt Amazon derzeit über 20.500 deutschsprachige Bücher. Warum also noch ein Gartenbuch? Ich habe mir das brandneue, 2,4 kg schwere Monsterbuch mit über 600 Seiten von Andrea Heistinger vorgenommen und werde es in diesem Artikel vorstellen. Macht euch selber ein Bild, ob [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/das-grosse-biogarten-buch-buchvorstellung/">Das große Biogarten-Buch – Buchvorstellung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gartenbücher gibt es wie Sand am Meer – In der Rubrik »Garten und Pflanzen« führt Amazon derzeit über 20.500 deutschsprachige Bücher. Warum also noch ein Gartenbuch?</p>
<p>Ich habe mir das brandneue, 2,4 kg schwere Monsterbuch mit über 600 Seiten von <a href="/schlagworte/andrea-heistinger/">Andrea Heistinger</a> vorgenommen und werde es in diesem Artikel vorstellen. Macht euch selber ein Bild, ob ihr einen Kauf in Erwägung ziehen, ob ihr es euren Lieben zum Geschenk machen, oder ob ihr lieber die Finger davon lassen solltet. Ein kleiner Tipp vorweg: Wir GartenGnome geben für dieses Buch eine Kaufempfehlung ab.<span id="more-8097"></span></p>
<h2>Nachschlagewerk mit geballtem Garten-Wissen</h2>
<p>Bisher haben wir im GartenGnom-Weblog verschiedene literarische, alternative und komplementäre <a href="/schlagworte/gartenbuch/">Gartenbücher</a> vorgestellt und wir haben einen großen Bogen um die eigentliche, praktisch orientierte Gartenliteratur gemacht. Mit „eigentliche Gartenliteratur“ meine ich Bücher, in denen es weniger um das Lebensgefühl oder die Philosophie geht, sondern Bücher die sich vorrangig der umfassenden Wissensvermittlung verschrieben haben. Sogenannte Standardwerke, Nachschlagewerke oder Handbücher gibt es reichlich und viele davon findet man daher auch um wenige Euro in der nächsten Wühlkiste im Buchladen um die Ecke. Dementsprechend ungefiltert ist wohl oft der Inhalt solcher Gartenbücher, auch wenn ein großer Teil des Inhalts sicher nicht falsch ist. Dennoch vermisse ich an vielen dieser Werke einen höheren Anspruch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ökologische Denkweisen zu vermitteln.</p>
<div id="attachment_8490" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8490" class="wp-image-8490 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0021.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch (Cover)" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0021.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0021-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8490" class="wp-caption-text">Cover des großen Biogarten-Buches von Andrea Heistinger.</p></div>
<p>»Das große Biogarten-Buch«, das unter der Schirmherrschaft des Verein ARCHE NOAH entstand, wurde unter hohen Ansprüchen verfasst und lektoriert. Der Klappentext wirbt damit, dass es sich hierbei um „das Standardwerk für biologisches Gärtnern“ handelt und den gebündelten Erfahrungsschatz der Arche Noah-VielfaltsgärtnerInnen beinhaltet. Meine Erwartungen an dieses Nachschlagewerk sind also äußerst hoch gesteckt.</p>
<h2>Die Inhalte des Biogarten-Buches</h2>
<p>Die Einleitung des Buches beginnt folgendermaßen: „Ob in der Stadt oder auf dem Land: Immer mehr Menschen möchten Gemüse, Kräuter und Obst anbauen und haben noch keine Erfahrung mit dem Gärtnern. Für sie ist dieses Buch in erster Linie geschrieben. Aber auch allen anderen Biogärtnerinnen und Biogärtnern soll es als umfassendes Nachschlagewerk dienen. Es war uns wichtig, so viel wie möglich so kompakt wie möglich zu beschreiben.“</p>
<div id="attachment_8491" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8491" class="wp-image-8491 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0031.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Inhaltsverzeichnis" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0031.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0031-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8491" class="wp-caption-text">Inhaltsverzeichnis</p></div>
<p>Nach den Vorworten von ARCHE NOAH Geschäftsführerin Beate Koller und der Autorin Andrea Heistinger sowie der Einleitung folgen folgende Haupt-Kapitel:</p>
<h3>Grundlagen</h3>
<p>Dieses Kapitel alleine könnte man bereits als eigenständiges Buch betrachten. Im Grundlagen-Kapitel wird auf 147 Seiten allerhand über Selbstversorgung und biologisches Gärtnern erklärt. Dieses Kapitel dient zur Einstimmung, soll zum Umdenken bewegen und beschreibt unterschiedliche Arten, über den eigenen Garten nachzudenken. Das Kapitel beschreibt die wichtigsten Einsteigergemüse und hält ein Plädoyer auf die Sortenvielfalt. Die Arche Noah Gärtner erzählen vom Anfangen, Scheitern und Weitermachen und man erfährt, wie die Ernte des eigenen Gartens die Essgewohnheiten verändern wird.</p>
<p>Das Grundlagen-Kapitel bietet aber noch viel mehr, denn in zahlreichen Unterkapiteln erfährt man zum Beispiel, wie man Beete anlegt, wie man die Bodenart bestimmt, wie man mit Kompost und Mist düngt, was Gründüngung ist, wie man Obst und Gemüse lagert und konserviert und wie man Saatgut gewinnt. Hier findet man geballtes Gärtnerwissen nach biologischen Richtlinien.</p>
<div id="attachment_8492" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8492" class="wp-image-8492 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0041.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Inhalt" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0041.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0041-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8492" class="wp-caption-text">Mischkultur und Wissen rund ums naturnahe Gärtnern</p></div>
<p>Eine Besonderheit stellt das Kapitel »Kinder im Garten« dar, in dem es darum geht, wie Kinder einen Garten erleben, wie man einen Gemüsegarten für Kinder und mit Kindern gestaltet und bestellt, welche Pflanzen für Kinder besonders geeignet sind und wo man besondere Vorsicht walten lassen sollte. So findet man neben einer Liste verbreiteter giftiger Gartenpflanzen auch eine kleine Liste verbreiteter giftiger Zimmerpflanzen, welche man in einem Haushalt mit Kindern besser meiden sollte. Auch für LehrerInnen bzw. KindergärtnerInnen bietet dieses Kapitel mehrere Informationen vom gemeinsamen Gärtnern über Basteltipps bis zu Mathematik mit Samen, die sie in ihren Unterricht einfließen lassen können.</p>
<h3>Gartenporträts</h3>
<p>In diesem Kapitel werden auf zehn Seiten zehn Gärten und ihre Gärtner vorgestellt.</p>
<h3>Gemüse</h3>
<p>Das Gemüse-Kapitel umfasst ganze 224 Seiten und befasst sich mit Gemüse im Allgemeinen sowie mit Blattgemüse, Blattsalaten, Kohlgemüse, Wurzel- bzw. Knollengemüse, Hülsenfrüchten, Fruchtgemüse und Lauchgemüse im Einzelnen. Dabei erfährt man jeweils eine Menge über Sorten, Wuchsformen, Anbau, Jungpflanzenanzucht, Auspflanzung, Ansprüche, Düngung und Wasserbedarf, Pflege, Anbau in Fruchtfolge oder in einer Mischkultur sowie über Ernte und Lagerung.</p>
<p>Bei den Gemüsearten findet man ein Leitsystem, das dabei helfen soll, den Anspruch sowie den nötigen Erfahrungs- und Eignungsgrad für die Kultivierung als Topfpflanze sowie für Wochenendgärten zu bestimmen.</p>
<div id="attachment_8494" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8494" class="wp-image-8494 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0061.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Inhalt" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0061.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0061-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8494" class="wp-caption-text">Pflanzen-Profilseite</p></div>
<h3>Obst</h3>
<p>Dieses Kapitel behandelt Obst in allen erdenklichen Aspekten auf 148 Seiten. Einzelkapitel über Kernobst, Steinobst, Beeren, seltenes Obst, Wildobst, Nüsse und Feigen stellen verschiedene Obstsorten im Detail vor. Hier erfährt man unter anderem über Standorte, Wuchsformen, Schnitt, Pflege, Düngung, Ernte, Lagerung und Pflanzenschutz.</p>
<h3>Kräuter</h3>
<p>Kräutern wird im Buch verhältnismäßig wenig Platz eingeräumt. Auf lediglich 24 Seiten liest man über Aussaat, Anbau, Stecklinge, Düngung und Sorten von Gewürzkräutern bzw. Küchenkräutern und Teekräutern.</p>
<h3>Blumen</h3>
<p>Blumen und Stauden werden auf lediglich 18 Seiten angeschnitten, vermutlich auch weil das Hauptaugenmerk des Buches auf der Selbstversorgung liegt. Dennoch finden sich auch in diesem Kapitel zahlreiche Fotos, Abbildungen und Tabellen sowie interessante Texte über einjährige Blumen bis zu Blumenzwiebeln.</p>
<h3>Pilze</h3>
<p>Auf 14 Seiten wird auf Pilzzucht im eigenen Garten eingegangen und auch eine handvoll Sorten vorgestellt.</p>
<div id="attachment_8497" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8497" class="wp-image-8497 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0091.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Inhalt" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0091.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0091-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8497" class="wp-caption-text">Pilzzucht-Kapitel</p></div>
<h3>Getreide</h3>
<p>Ein echter Selbstversorger baut auch sein eigenes Getreide an. Auf 11 Seiten erfährt man in diesem Kapitel, dass es keine Hexerei ist, Getreide von Hand zu säen und zu ernten. Schwierig wird es allerdings nach der Ernte, wenn es ums ausdreschen und Reinigen geht. Eingegangen wird hier besonders auf Getreidesorten, die für den kleinen Anbau im Garten geeignet sind.</p>
<h3>Serviceteil</h3>
<p>Im kurzen Serviceteil erfährt man mehr über die Autorin und die Mitwirkenden. Außerdem findet man hier Literaturhinweise, Quellenangaben aber auch Tipps für weiterführende Literatur. Wer auf der Suche nach Herstellern von Hochbeeten, Werkzeugen oder sonstigem Gartenbedarf ist, der findet hier auch Herstellerlisten für Österreich, Deutschland und die Schweiz. Zuguterletzt darf ein umfangreiches Register nicht fehlen.</p>
<h2>Über die Inhalte</h2>
<h3>Gestaltung und Navigation</h3>
<p>Der Titel des Buches »Das große Biogarten-Buch« klingt leider etwas gewöhnlich. Es gibt bereits so viele Bücher, die sich »Das große Sowieso-Buch« nennen. Zudem gab es bereits 1998 ein anderes Buch mit gleichem Namen. Inzwischen habe ich mich aber bereits damit abgefunden, dass Buchtitel üblicherweise keine großen Rückschlüsse auf den Inhalt zulassen.</p>
<p>»Das große Biogarten-Buch« besitzt ein umfangreiches Inhaltsverzeichnis und ein Register. Jeweils auf der rechten Seite findet man grüne Kapitelstreifen mit Kapitelsymbol, die in drei unterschiedlichen Höhen gedruckt wurden. So sind sie auch im zugeklapptem Zustand von Außen erkennbar. Die Streifen kennzeichnen die Kapitel Grundlagen, Gemüse, Obst, Kräuter, Blumen, Pilze und Getreide. Nicht klar ist mir allerdings, weshalb die Farbstreifen der Kapitel Obst, Kräuter, Blumen, Pilze und Getreide immer auf derselben Höhe gedruckt wurden. So sind diese Kapitel von Außen nicht mehr auseinander zu halten.</p>
<div id="attachment_8493" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8493" class="wp-image-8493 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0051.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Inhalt" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0051.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0051-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8493" class="wp-caption-text">Seite mit Anleitungen</p></div>
<h3>Für wen eignet sich das Buch?</h3>
<p>Als ich das Buch zum ersten Mal in Händen hielt, hatten Gewicht und Größe noch vor der Cover-Gestaltung meine Gedanken zum Inhalt beeinflusst. Das Buch kann man gut und gerne als einen dicken Schinken bezeichnen. Ich musste mich also zwingen, die Qualität des Inhaltes nicht von Seitenzahl und Grammatur abhängig zu machen.</p>
<p>Das Buch wirkt trotz der großen Menge an Informationen nicht überladen. Immer wieder findet im Buch Kochrezepte und Tipps von Arche Noah-GärtnerInnen. Jedes Thema ist mit einer Vielzahl an Fotografien, Zeichnungen oder Tabellen versehen. Fotos lieferten großteils Andrea Heistinger, Doris Steinböck und Johannes Hloch. Die Zeichnungen stammen vom freischaffenden Künstler Stefan Emmelmann.</p>
<div id="attachment_8498" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8498" class="wp-image-8498 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0101.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Tabellen" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0101.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0101-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8498" class="wp-caption-text">Seite mit Tabellen</p></div>
<p>Nicht alle Texte oder Bilder im großen Biogarten-Buch dienen vorrangig der Wissensvermittlung. Weder kolumnenhafte Texte noch Stimmungsfotos gehören in ein reines Nachschlagewerk und da es sich auch um kein Kochbuch handelt, müssten auch die Rezepte nicht sein. Das Buch ist aber kein Lexikon und soll sicherlich auch kein reines Handbuch bzw. Nachschlagewerk sein.</p>
<p>Was also kann das Buch und wie kann man es benutzen? Man kann das Buch zwar für die Informationssuche über das Register auf den letzten Seiten nutzen oder darin nach Lust und Laune schmökern, doch man kann es genauso vom Anfang bis zum Ende flüssig durchlesen. Es ist wohl eines jener Bücher, die ich je nach Stimmung, Jahreszeit, Wetter oder verfügbarer Lebenszeit anders benutze. Wenn ich mir Zeit nehmen kann, werde ich es durchlesen, wenn ich gerade etwas in Erfahrung bringen will, dann werde ich darin nachschlagen, wenn es draußen in Strömen gießt oder dicke weiße Schneeflocken vom Himmel fallen, dann werde ich die Seiten überfliegen und mal hier und mal da ein wenig lesen, mir dieses und jenes Bild ansehen, mir Ideen holen und mich auf meine nächste Zeit im Garten freuen.</p>
<div id="attachment_8496" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8496" class="wp-image-8496 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0081.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Inhalt" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0081.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0081-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8496" class="wp-caption-text">Ansicht eines Artikels</p></div>
<p>Andrea Heistinger versucht, alle wichtigen Themen zumindest kurz anzureißen. Zu den meisten Kapiteln gibt es vermutlich tiefergehendere Fachliteratur und in einigen Fällen wird diese im Buch auch angegeben. Das Kapitel über Samengärtnerei beschreibt das Thema gut und umfangreich, doch ausführlicher wird es in Andrea Heistingers Buch »Handbuch Samengärtnerei« beschrieben. Das Buch verschafft also eine umfangreiche und durchaus sehr ausführliche Übersicht zum Thema, gibt aber auch Tipps für weiterführende Literatur.</p>
<p>Wer sich zu einzelnen Themen, die in diesem Buch angeführt werden informieren will, der sollte vielleicht gleich zu einem entsprechenden Fachbuch greifen. Manche Kapitel des Buches werden jedoch so ausführlich behandelt, dass man hier doch einen Blick riskieren sollte. Will man sich jedoch zum Thema »biologisches Gärtnern« umfassend informieren und inspirieren lassen, so ist dieses Buch auf jeden Fall richtig und sehr aktuell.</p>
<div id="attachment_8495" style="width: 809px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8495" class="wp-image-8495 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0071.jpg" alt="Das große Biogarten-Buch: Inhalt" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0071.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/biogarten-buch-0071-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /><p id="caption-attachment-8495" class="wp-caption-text">Pflanzen-Übersicht (Chili und Paprika)</p></div>
<h2>Mein Fazit</h2>
<p>[aartikel]3706625164:left[/aartikel]»Das große Biogarten-Buch« ist in einigen Punkten trotz bereits vorhandenem Umfang immer noch ausbaufähig und kann auch hier und da noch verbessert werden. Die nächsten Auflagen sind bereits im Impressum eingeplant, so soll die zweite Auflage scheinbar bereits 2014, die dritte 2015 und die vierte 2016 erscheinen. Die Problempunkte sind zwar da, allerdings würde ich keinen davon als sonderlich störend empfinden.</p>
<p>Das Buch ist durchwegs durchdacht gestaltet und man findet sich rasch darin zurecht. Wie immer bei Sachbüchern kann man mit den Autoren nicht immer einer Meinung sein, doch auch solche Kritikpunkte sind rar und ich bin für andere Meinungen auch immer dankbar, denn ich brauche gar keine Medien, die nur dazu dienen, meine eigenen Ansichten ausschließlich zu bestärken und zu befürworten.</p>
<p>Bücher wie dieses zähle ich abseits von literarischen Werken zu meinen Lieblingsbüchern. Man liest sie nicht durch und stellt sie dann zu den gelesenen Büchern, die im Regal einfach schön aussehen sollen. Solche Bücher besitzen im Bücherregal einen ganz besonderen Platz, denn ich werde sie noch viele Jahre immer und immer wieder herausziehen und durchblättern.</p>
<p><a href="/link/das-grosze-biogarten-buch" target="_blank" rel="noopener">Das große Biogarten-Buch</a><br />
<a href="/link/andrea-heistinger" target="_blank" rel="noopener">Andrea Heistinger</a> unter Mitarbeit von Bernd Kajtna, Johannes Maurer, Magdalena und Herbert Wurth<br />
Löwenzahn Verlag<br />
ISBN: 978-3-7066-251-9</p>
<p>[amazon_link asins=&#8217;3706625164,3706624591,3706625784,3706625482,370662494X,3706625199,3706625962,3706623528,3706625326&#8242; template=&#8217;ProductCarousel&#8216; store=&#8217;gartdergart-21&#8242; marketplace=&#8217;DE&#8216; link_id=&#8217;e62ac1e8-32d3-11e8-936b-67fdd6e012a9&#8242;]</p>
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		<title>Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten – Buchvorstellung</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/alles-was-sie-schon-immer-uebers-gaertnern-wissen-wollten-buchvorstellung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 11:31:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Fingerfäule]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriella Pape]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Der morgendliche Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes: es ist grau und regnerisch. Aus der verzaubernden Schneewelt ist eine graue, unansehnliche Masse geworden, für die nicht nur die Stadtreinigung zuständig sein sollte. Viele Menschen gehen mit den gleichen grauen, betrübten Gesichtern durch die Straßen. Einige aber begegnen uns mit einem geheimnisvollen Lächeln auf den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Der morgendliche Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes: es ist grau und regnerisch. Aus der verzaubernden Schneewelt ist eine graue, unansehnliche Masse geworden, für die nicht nur die Stadtreinigung zuständig sein sollte. Viele Menschen gehen mit den gleichen grauen, betrübten Gesichtern durch die Straßen. Einige aber begegnen uns mit einem geheimnisvollen Lächeln auf den Lippen, sie ahnen und sehen wahrscheinlich schon den Frühling. Vermutlich wurden sie von den ersten Köpfen der Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) überrascht, den prall gefüllten Knospen der Zaubernuss (Hamamelis) und natürlich den strahlenden Blüten der Christ- oder Lenzrosen (Helleborus x orientalis).</em>« So beginnt die Autorin Gabriella Pape ihr Buch »Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten«.</p>
<p>Ich habe diese Buchvorstellung mit diesem Auszug eingeleitet, da er die Inhalte gut beschreibt. Schon seit längerem schreibt Gabriella Pape Kolumnen rund ums Gärtnern in der »Welt am Sonntag« und in der »Berliner Morgenpost« und lässt die Leser an ihren persönlichen Erlebnissen teilhaben. Die Texte in diesem Buch stellen wie es scheint eine Zusammenfassung, bzw. ein Best Of dieser Kolumnen dar.<span id="more-8036"></span></p>
<h2>Einblicke in die Gedanken- und Erfahrungswelt einer Gärtnerin</h2>
<p><em>„Wie so oft, wenn man denkt, dass es nun wirklich und endlich Frühling ist, trügt der Schein und es schneit noch einmal, wie wenn Weihnachten kurz vor der Tür stünde. Ich jedenfalls habe im April genug vom Schnee und kann das weiße Nass nicht mehr sehen.“</em> – Mit dieser Anekdote spricht mir Frau Pape in diesem winterlichen April aus tiefster Seele.</p>
<p>Kolumnen und Blog-Artikel können sich äußerst ähnlich sein, denn beide geben dem Autoren eine große Freiheit, einfach frei heraus zu schreiben, was man sich denkt oder wovon man glaubt, es den Lesern mitteilen zu müssen. Es handelt sich dabei um sehr subjektive und selektive Einblicke in die Erfahrungs- und Gedankenwelt des Autoren.</p>
<p>Die Kolumnen befassen sich aber nicht nur mit allerlei Gartenthemen, die die Autorin nach Belieben behandelte. Auch Leserfragen, die von Gabriella Pape beantwortet wurden, sind in diesem Buch zusammengestellt. Da es sich hier um sehr subjektiv geschriebene Artikel handelt, kann es immer wieder vorkommen, dass der Leser den Inhalten das eine Mal vollkommen zustimmt und sich in den Erzählungen wiederkennt, oder aber ein anderes Mal mit den Beschreibungen nicht einverstanden ist, wie es uns beim Lesen auch manchmal ergangen ist.</p>
<p>Das Buch ließt sich sehr flüssig und die Autorin schafft es mit Leichtigkeit, Bilder im Kopf zu erzeugen. Alles in Allem erinnert mich der Stil sehr an britische Gartensendungen im TV wie jene von Alan Titchmarsh.</p>
<p><a href="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-003.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-8511 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0031.jpg" alt="Inhalt: Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0031.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0031-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></a></p>
<h2>„Aber wer seinen Garten liebt, wird nie ein Buddhist sein können.“</h2>
<p>Diese Aussage bringt die Autorin zu Papier, als sie erklärt, wie man <a title="Rhododendronzikaden – Wenn der Rhododendron »rostet«" href="https://www.gartengnom.net/rhododendronzikaden-wenn-der-rhododendron-%c2%bbrostet%c2%ab/">Rhododendron-Zikaden</a> mit Gelbtafeln zur Strecke bringt. Ich denke, dass diese Aussage so nicht stimmt, denn auch Buddhisten haben wunderschöne Gärten – Aber im Ernst: Wir GartenGnome setzen wo es geht auf natürliche Feinde wie Vögel und Raubinsekten. Erstens kommt es darauf an, wie leicht man es sich machen möchte, andererseits liegt die Schönheit eines Gartens auch immer im Auge des Betrachters. Ein Naturgarten muss auch sogenannte Schädlinge und Unkräuter vertragen können.</p>
<p>Ich habe dieses Beispiel exemplarisch gewählt, da es für mich ein ganz klares Statement der Autorin abbildet. Für mich ist diese Ansicht zwar nachvollziehbar, zeugt aber von einem Weltbild, das ich nicht teile. Ich will damit nicht sagen, dass wir nicht selber gegen Schnecken „kämpfen“ und <a title="Trauermücken durch verseuchte Anzuchterde" href="https://www.gartengnom.net/trauermuecken-in-anzuchterde/">Gelbtafeln gegen Trauermücken</a> verwenden. Das ist für uns aber immer das letzte Mittel, wenn die Natur des Gartens (noch) nicht fähig ist, sich selbst zu helfen.</p>
<p>Zur Verteidigung der Autorin muss ich nun aber auch noch anbringen, dass die einzelnen Artikel, die in diesem Buch gesammelt wurden auch unterschiedliche Denkmuster bzw. eine gewisse Entwicklung über die Zeit abzuzeichnen scheinen. In einigen Passagen ist noch von Unkräutern zu lesen und in einer anderen Passage verteidigt die Autorin Unkräuter als verkannte Heilkräuter und Zierpflanzen. Hier wäre eine Kennzeichnung mit Datum sehr aufschlussreich gewesen um ein tieferes Verständnis für den Inhalt zu erlangen.</p>
<p><a href="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-004.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-8512 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0041.jpg" alt="Inhalt: Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0041.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0041-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></a></p>
<h2>Unkraut vergeht nicht … und das ist auch gut so</h2>
<p>Gabriella Pape ist Gärtnerin aus Leidenschaft und beschreibt in ihrem Buch eine Vielzahl an Pflanzen mit zahlreichen interessanten Details und gibt auch die eine oder andere Erfahrung preis. Dabei ist sie natürlich, wie es sich für eine gute Kolumnistin gehört, äußerst subjektiv und hält mit ihrer persönlichen Meinung nicht zurück.</p>
<p>Frühlingsputz im Garten bedeutet für die Autorin zum Beispiel auch, ungeliebte Pflanzen unter dem Vorwand, sie wären dem Winter zum Opfer gefallen, aus den Rabatten zu werfen. Geschenkte Pflanzen sind für Frau Pape oftmals solche ungeliebten Gewächse, denn nur der Gartenbesitzer selbst weiß, was nun wirklich in den Garten passt.</p>
<p>In ihrem Kapitel über Unkraut erhält Frau Pape meine volle Sympathie, denn hier beschreibt sie, dass man Unkräuter lieber als Wildkräuter und oft auch als Heilkräuter bezeichnen sollte. Hier erzählt Gabriella Pape, welche Pflanzen welchen Bodentyp anzeigen und warum die Brennnessel ein gutes Zeichen für den Gärtner bedeutet. So schreibt die Autorin auch (ironisch): „Wenn bei Ihnen gar kein Unkraut wächst, dann ist der Boden tot und ich würde einen Umzug empfehlen.“</p>
<p><a href="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-006.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-8514 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0061.jpg" alt="Textseite: Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0061.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0061-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></a></p>
<h2>Die Gestaltung des Gartenbuches</h2>
<p>Der Schutzeinband des Buches ist äußerst liebevoll gestaltet und im Druck veredelt – Den gedruckten Blatt- und Blütenelementen wurde mit einem Glanzlack ein edler Schimmer und ein haptisches Erlebnis verliehen. Der eigentliche Einband darunter besitzt lediglich die Typographie sowie das Verlagslogo, allerdings keine Ornamente.</p>
<p>Das gesamte Buch wurde sichtlich mit Liebe gesetzt und gestaltet. Immer wieder tauchen Illustrationen auf, die ich drei grafischen Stilen zuordne. Zum Einen gibt es immer wieder flächige, einfarbige und ornamentale Illustrationen, zum Anderen findet man auch einige mehrfarbige bzw. teiltransparente eifache Illustrationen und dann kommen, zur Einleitung eines neuen Abschnittes, auch Pflanzenfotos zur Anwendung.</p>
<p>Auf die Schmutztitel folgt ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, das erste Einblicke in die Kapitel ermöglicht. Die Kapitel wurden teils sehr direkt (Der Cottage-Garten) und teils etwas poetischer (Die Blume aus dem Paradies) oder mit einem Augenzwinkern (O Tannenbaum – Schatz, wo hast du den denn her?!) benannt.</p>
<p>Über die Titelei und die Textgestaltung brauche ich gar keine großen Worte verlieren. Die Titelei ist gelungen, das Buch liest sich flüssig und die Gliederungen sind verständlich und übersichtlich. Glücklicherweise nur sehr selten wurden Texte mit Illustrationen hinterlegt, was dann den Lesefluss doch behindern kann. Das Buch endet mit einem übersichtlichen und umfangreichen Register und schließlich mit dem Impressum.</p>
<p>Auf dem rückseitigen Umschlag des Schutzumschlages findet sich schließlich noch die Vorstellung der Autorin, Gabriella Pape. Verliert man also den Umschlag, so ist auch dieser, für den Inhalt meiner Meinung nach wichtige Schlüssel, auch dahin. Verlegt also den Umschlag nicht und erkundigt Euch auch ein wenig über die Autorin!</p>
<p><a href="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-005.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-8513 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0051.jpg" alt="Artikelseite: Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0051.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2013/04/buch-pape-gaertnern-0051-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></a></p>
<h2>Die Autorin: Gabriella Pape</h2>
<p>Das Leben der Autorin liest sich wie ein Roman: Die gebürtige Hamburgerin Gabriella Pape wurde nach einer Gärtnerlehre in Deutschland in den <a title="Der GartenGnom in den Kew Gardens (3.Teil der England-Reise)" href="https://www.gartengnom.net/der-gartengnom-im-winterlichen-london-3-teil/">Kew Gardens</a> in London, dem größten botanischen Garten der Welt, als Studentin aufgenommen. Nach dem Studium sowie einem Diplom der Landschaftsarchitektur an der Universität Greenwich machte sich Gabriella Pape selbstständig und gründete zusammen mit der Gartenhistorikerin Isabelle Van Groeningen das Gartendesignstudio »Landart« in England. Im Jahr 2000 gewannen die beiden Kolleginnen für ihren Showgarten auf der Hampton Court Flower Show dann auch eine Goldmedaille und den Titel »Best in Show« der Horticultural Society. Auf der Chelsea Flower Show erhielten sie zudem die Silver Gilt Medaille.</p>
<p>2008 wiedereröffnete Gabriella Pape die ehemalige Königliche Gärtner-Lehranstalt in Berlin als Königliche Gartenakademie. In zahlreichen Interviews mit Gabriella Pape im Zuge dieser Wiedereröffnung erfuhr man, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den Deutschen wieder mehr Gartenkultur zu vermitteln: „<cite title="Gabriella Pape im Interview mit Die Welt">In den letzten 25 Jahren konnte ich mein Land von England aus beobachten. Dieses Verhalten hat viel mit verlorener Tradition zu tun, denn nach dem Zweiten Weltkrieg wollten wir nur aufbauen. Engländer, Franzosen und Italiener sind nationaler geblieben, sie wuchsen innerlich.</cite>“ antwortete Frau Pape auf die Frage, warum die Deutschen das Wort „Gärtnern“ nicht schätzten (Quelle: <a href="http://www.welt.de/lifestyle/article3410940/Gabriella-Pape-macht-Gaertnern-wieder-sexy.html" target="_blank" rel="noopener">Die Welt</a>, 20.03.2009).</p>
<h2>Meine Gedanken zum Buch »Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten«</h2>
<p>Der Titel ist sehr überspitzt, wenn nicht gar reißerisch, denn kein Buch kann wohl all das erklären, was man über das Gärtnern schon immer wissen wollte. Im Gegenteil: Dieses Buch erzählte mir einiges, über das ich zuvor in dieser Form noch nicht nachgedacht hatte. So finde ich auch den Untertitel »Gabriella Pape beantwortet die wichtigsten Gartenfragen« nur wenig passend.</p>
<p>Dem Titel sei verziehen, denn der Inhalt ist interessant, unterhaltsam und lehrreich. Auch wenn wir beim Lesen nicht immer einverstanden waren, oder gerne noch das eine oder andere ergänzen würden, so ist dieses Buch dennoch, oder gerade aufgrund dieser Differenzen eine empfehlenswerte Lektüre. Wieder einmal handelt es sich nicht um ein typisches Gartenbuch, von dem man sich pure Anleitungen und Tipps erwarten kann. Vielmehr ist es wie auch das von uns vorgestellte Buch »<a title="Stauden im Garten – Buchvorstellung" href="https://www.gartengnom.net/stauden-im-garten-gestaltungsideen-fuer-immergruene-beete/">Stauden im Garten</a>« eher ein Lesebuch für einen gemütlichen Abend oder auch für die Zugfahrt. Anders als die Autorin des vorher genannte Buches schreibt Frau Pape jedoch – glücklicherweise – bei weitem nicht so ausschweifend und kompliziert.</p>
<p>Sympathisch macht die Autorin auch, dass sie nicht vorgibt, alles zu wissen. So heißt es in einem Antwortschreiben auf einen Leserbrief zum Beispiel auch, dass die Autorin sich mit der Frage nach einem Schadensbild überfordert sieht. „<em>Ich werde Ihr Schadensbild mit nach London nehmen und bei der Royal Horticultural Society fragen und mich dann wieder bei Ihnen melden.</em>“, antwortet Frau Pape. Leider scheint aber die Antwort dann keinen Weg ins Buch gefunden zu haben – schade.</p>
<p>Interessant und besonders lesenswert finde ich Kapitel wie »Ein Appell an die Gartenbesucher« in dem die Autorin über die sogenannte „Finger Blight“ (Fingerfäule) in öffentlichen Gärten schreibt. Dabei handelt es sich um das ungebetene Mitnehmen von Samen, Samenständen oder sogar von Stecklingen. Die Finger Blight stellt laut Gabriella Pape in viel besuchten Gärten ein ernst zu nehmendes Problem dar. Solche Erfahrungen kann eben nur jemand machen, der auch hinter die Kulissen großer Gärten blicken kann.</p>
<p><a href="/link/alles-was-sie-schon-immer-uebers-gaertnern-wissen-wollten">Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten</a><br />
<a href="/link/gabriella-pape">Gabriella Pape</a><br />
Callwey Verlag<br />
ISBN: 978-3-7667-1953-9</p>
<p>[amazon_link asins=&#8217;376671953X,3492277152,3458358153,383102782X,3766721356&#8242; template=&#8217;ProductCarousel&#8216; store=&#8217;gartdergart-21&#8242; marketplace=&#8217;DE&#8216; link_id=&#8217;dc40cd62-32d4-11e8-b790-39c976f5102f&#8216;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/alles-was-sie-schon-immer-uebers-gaertnern-wissen-wollten-buchvorstellung/">Alles was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten – Buchvorstellung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
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