Kaffeetrinker aufgepasst! Es gibt einige hilfreiche Überbleibsel aus der Küche, die wir im Garten verwenden können, wie zum Beispiel Kaffeesud / Kaffeesatz. Pro Tasse fällt eine mehr oder weniger große Menge Kaffeesud an, den man ganz bequem sammeln kann.  Teetrinkende Hobbygärtner müssen nun nicht zwangsweise anfangen täglich Kaffee zu trinken um etwas Kaffeesatz zu bekommen, man beschafft sich die benötigte Menge einfach bei den Nachbarn, der Familie oder bei Freunden.

Tipp: Da feuchter Kaffeesud leicht schimmelt, breitet man ihn großflächig auf einem Teller oder etwas ähnlichem aus und trocknet ihn. Dann kann man ihn in ein extra Gefäß füllen (Dose, Schüssel mit Deckel) und gut aufbewahren bis man ihn benötigt oder eine ausreichende Menge zusammengetragen hat.  Natürlich kann man ihn auch frisch (aber bitte nicht heiß) ausbringen.

Kaffeesatz / Kaffeesud als Dünger

Kaffeesatz / Kaffeesud enthält viel Phosphor, Kalium und Stickstoff und ist deshalb guter Dünger.  Entweder rührt man ihn in das Gießwasser oder man bringt ihn rund um die Pflanzen aus und harkt ihn etwas ein. Die Pflanzen sollten einen eher sauren Boden bevorzugen oder nicht allzu empfindlich sein. Besonders Moorbeetpflanzen schätzen Kaffeesud.

Pflanzen die Kaffee mögen: Rose, Hortensie, Rhododendron, Azalee, Engelstrompete, Farn, Funkie, Kamelie, Preiselbeere, Heidelbeere, Heide, …

Wenn man Kaffee bei Pflanzen einsetzt, die nicht gerne in saurer Erde stehen, kann man Steinmehl zum Kaffeesatz  mischen.

Kaffeesatz / Kaffeesud als Torfersatz

Wenn man Kaffee statt Torf einsetzen will benötigt man den Kaffeesud von vielen, vielen Tassen. Entweder man sammelt daheim über lange Zeit, bittet Freunde, Familie und Nachbarn um Mithilfe, oder fragt – wenn es schnell gehen soll – in einem Kaffeehaus in der Nähe nach, ob man dort Kaffeesud bekommen könnte.

Den Kaffeesatz mischt man großzügig unter die Erde, im selben Mengenverhältnis in dem man Torf verwendet hätte – So wurde es mir gesagt und ich mache das rein nach Gefühl. Dann um die Pflanze immer wieder Kaffee einarbeiten und eventuell mulchen.  So kann man den ph-Wert senken ohne Torf zu benutzen.

Die Erde nimmt dann mit der Zeit eine viel krümeligere Struktur an (gut geeignet für Lehmböden) und  hält auch das Regenwasser besser (gut bei sandigen Böden). Der Boden bleibt somit lange feucht (erspart häufiges gießen) und lockt noch dazu zahlreiche Regenwürmer an.

Persönliche Erfahrungen

Ich habe schon alle meine Zimmerpflanzen mit Kaffeesud-Wasser gegossen und alle haben es überlebt. Entweder mögen sie alle Kaffee oder ich habe keine zimperlichen Zimmerpflanzen. Sollte ich, nachdem der Besuch gegangen ist, noch ein wenig kalten Kaffee in der Kanne finden, mische ich ihn dem Gießwasser bei.
Der Kaffeesatz / Kaffeesud kommt entweder zum Kompost oder ich bringe ihn rund um die Pflanzen im Garten aus (Rosen, Hortensien, Rhododendren, Fuchsien, Engelstrompete,  Heidelbeeren, Cranberries, Preiselbeeren, Fingerhut, Gras, Gemüsebeet). Wie ich bemerkt habe tummeln sich extrem viele Regenwürmer in den Beeten, die ich so gedüngt habe und den Pflanzen geht es auch gut. Mit Steinmehl gemischt, kommt der Kaffeesud auch in anderen Beeten zum Einsatz.

Dieses Jahr habe ich auch Kaffeesud unter die Erde der Paradeiser (Tomaten) gemischt und bis jetzt kann ich nichts Negatives feststellen, ich werde am Jahresende sehen, wie es sich ausgewirkt hat.

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