Schatten ist nicht gleich Schatten. Bei der Gartenplanung sollte man sich auf jeden Fall Gedanken darüber machen wie die Lichtverhältnisse an den jeweiligen Stellen im Garten sind. Bäume und Büsche werden im Laufe der Zeit größer, auch das sollte einkalkuliert werden, wenn man sich nach geeigneten Pflanzen umsieht. Man unterscheidet zwischen sonnigem und absonnigem Standort, Halbschatten, lichtem Schatten und Vollschatten.

Sonniger Bereich, Vollsonnig

Einen Bereich im Garten bezeichnet man dann als sonnig wenn von ca. 11 Uhr bis ca. 17 Uhr die Sonne darauf scheint.

Vollsonnig ist noch einfacher zu erkennen, es brennt einfach den ganzen Tag die Sonne auf den Gartenbereich (z.B.: Wiesen,…) Auf sonnigen und vollsonnigen Plätzen fühlen sich Rosen, Lavendel, Sonnenhut, Sonnenblume, Kräuter wie Rosmarin und Salbei wohl.

Absonniger Bereich

Der Begriff „absonnig“ ist etwas schwammig und nicht ganz eindeutig zu definieren aber ich versuche es einmal. Man bezeichnet häufig Gartenbereiche als absonnig, wenn sie sehr hell sind aber auf sie keine direkte Sonne trifft. Bei hellen Mauern (meist weiß) ist das sehr gut zu sehen, sie reflektieren das Sonnenlicht. Leider spricht man aber auch von absonnig wenn die Sonne rund um die Mittagszeit nicht direkt auf die Stelle scheint. Das ist etwas verwirrend aber man kann sich so ungefähr daran orientieren. Viele Pflanzen verzeihen dem Gärtner den Fehler wenn er den Standort nicht ganz korrekt einteilen kann, also nur keine Sorge. Ich spare mir die Einteilung Absonnig komplett und bin bisher gut damit gefahren. Hier kann man Phlox, Sommerflieder, Birken, Bougainvillea und Bergenie pflanzen.

Halbschatten

Ein halbschattiges Beet ist entweder einen Teil des Tages besonnt und liegt die restliche Zeit im Schatten (durch Mauern, Hecken, hohe Bäume, Sichtschutz..) oder es hat den ganzen Tag diffuses Licht, dass durch die Kronen von Bäumen fällt. Etwa 4 Stunden lang sollte das Beet von der Sonne beschienen werden. Nachmittagssonne wird aber von vielen Halbschattenpflanzen nicht so sehr gemocht wie Morgensonne, da am Morgen durch die höhere Luftfeuchtigkeit die Wärme abgeschwächt wird. Geeignete Pflanzen für den Halbschatten sind Hortensien, Fingerhut, Storchenschnabel, Fuchsien, Anemonen, Margeriten, Glockenblumen und auch Rittersporn.

Lichter Schatten

Man kann den Schatten unter Bäumen oder einer Pergola als lichten Schatten bezeichnen. Es ist dann kein Spiel zwischen Sonne und Schatten im Tagesverlauf sondern das milde, diffuse Licht das den ganzen Tag zwischen den Blättern hindurch scheint. Das ist für mich allerdings ebenfalls Halbschatten – ich nehme es als Halbschatten wenn ich Pflanzen aussuche und Ende. Das war nie ein Problem und Unterschiede hätte ich im Garten auch noch nicht bemerkt. Wer aber solche zarten Unterscheidungen machen möchte, soll es tun, es ist weder notwendig es zu machen, noch schlecht es nicht zu machen.

Schatten, Vollschatten

Kommen wir nun zum Vollschatten. Wie das Wort Vollschatten schon erahnen lässt, ist das der Bereich, in den tagsüber kaum, bis gar kein Licht scheint. Dieser lichtarme Bereich ist meist unter Nadelbäumen zu finden, immergrünen Sträuchern oder an der Nordseite von hohen Gebäuden, Dachvorsprüngen oder Mauern. Doch auch hier muss der Garten natürlich nicht kahl bleiben, an solchen Stellen fühlen sich immer noch diverse Farne, Christrosen, Funkien / Hosta und Rodgersien / Schaublatt (blüht weiß bis purpur) sehr wohl.

 

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig helfen und euch fällt nun die Einteilung eurer Gartenbereiche etwas leichter.

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