Kompost ist mit so vielen Vorurteilen behaftet, dass es tatsächlich Gärtner geben soll, die auf einen Komposthaufen oder einen Komposter verzichten. Dabei ist Kompost der ideale Dünger für jeden Garten. Jeder Gärtner kann Kompost einfach selbst aus Garten- und Hausabfällen mit Hilfe von Würmern, Käfern und Mikroorganismen selbst herstellen. Ein Garten ohne Komposthaufen oder Komposter ist kein richtiger Garten. Der Kompost wird sogar öfters als das Herz des Gartens bezeichnet.

Mit diesem Artikel wollen wir das Image von Kompost wieder ins rechte Licht rücken und mit Vorurteilen aufräumen. Für alle, die mit ihrem Kompost noch nicht ganz zurecht kommen, wollen wir auch verschiedene Arten des Kompostierens zeigen.

Kompost: Eine Gärtner-Liebe

Mit Kompost gedüngte Böden bilden einen hohen Humusgehalt und Böden mit hohem Humusgehalt werden mit starkem Regen wie auch mit Trockenperioden besser fertig. Bringt man regelmäßig Kompost auf, so wird sich mit den Jahren der Humusgehalt des Bodens erhöhen und die Fruchtbarkeit somit steigern. Auf Böden, die mit Kompost gut versorgt wurden, wachsen Pflanzen robuster und sind vor Krankheiten und Schädlingen besser geschützt. Ein humoser Boden hat eine verbesserte Wasserspeicherfähigkeit, der Boden bleibt stets gut druchlüftet und ist besser vor Erosion geschützt. Es spricht also alles für Kompost!

Wenn alles funktioniert, dann wird aus matschigen Küchenabfällen und Gartenabfällen vom Rasenschnitt bis zu Häckselgut schöner, dunkler, krümeliger und wohlriechender Kompost. Damit es aber funktioniert, darf man nicht einfach alles in eine Tonne werfen und dort vergessen. Die sogenannte Kompostmiete muss gekonnt aufgebaut und optimal gemischt werden. Wer keine Möglichkeit hat, einen großen Komposthaufen anzulegen, der kann auch auf kleinstem Raum mit Würmern kompostieren.

Alles dreht sich um einen guten „Rotteprozess“, der die organischen Bestandteile wieder in kostbaren Humus umwandelt. An diesem Rotteprozess sind unendlich viele Bakterien, Pilze, kleine Insekten bishin zum Regenwurm beteiligt. All diese Lebewesen benötigen nicht nur die Nährstoffe, sondern auch Wasser und Luft. Es ist also wichtig, dass der Kompost stets ausreichend belüftet und mit Feuchtigkeit versorgt wird.

Richtig Kompostieren ist gar nicht so schwer, allerdings ist es mit so vielen unterschiedlichen und komplexen Prozessen verbunden, dass für viele leidenschaftliche Gärtner das Aufsetzen einer Kompostmiete ein fast schon esoterischer Akt ist. Dementsprechend viele Gerüchte und eigenartige Praktiken spuken daher auch in Büchern und im Internet umher. Wir haben hier versucht, die gängigsten und damit vermutlich bewährtesten Methoden sowie neue Erkenntnisse und eigene Erfahrungen zusammenzufassen.

Offener Komposter

Offener Komposter mit herausnehmbaren Front-Latten

Die Kompostmiete richtig anlegen

Viele der uns bekannten Kompostplätze und Komposter werden einfach befüllt. Alles was im Garten und in der Küche anfällt, wird einfach oben draufgeworfen, bis der Haufen zu groß wird, oder der Komposter voll ist. So haut das nur leider nicht hin, denn meistens fördert man so lediglich Fäulnisprozesse und damit Geruchsbildung an der Oberfläche und im Inneren kommen alle Prozesse ins Stocken, da das Material sich zusehr verdichtet oder zuviel Stickstoff anreichert. Neben stinkendem Ammoniakgas können auch Stickstoffverbindungen wie Lachgas – also Treibhausgase entstehen. Kurzum: Wenn man keinen guten Rotteprozess in Gang setzt, dann kommt nichts Gutes dabei heraus.

Der richtige Standort

Zuallererst muss ein geeigneter Kompostplatz her. Entsprechend der Gartengröße sollte er angemessen großzügig angelegt werden können und möglichst eben sein. Die Kompostmiete muss auf gewachsenem Boden liegen. Erdkontakt ist wichtig, da einerseits Bodenorganismen zwischen Boden und Kompost hin und her wechseln können sollen und andererseits überschüssige Feuchtigkeit in den Boden sickern kann. Außerdem muss der Platz gut zugänglich sein – immerhin will man mit der Scheibtruhe (Schubkarre) einfach zufahren und ab- bzw. aufladen können. Bei der Bearbeitung des Kompost sollte man alle Stellen gut erreichen können. Gerne ist man versucht, den Kompost in den hintersten Winkel im Garten zu verbannen. Wir würden hingegen empfehlen, den Kompostplatz vielleicht sogar am Gartenweg anzulegen, da man hier einfacher herankommt und regelmäßig kontrollieren kann. Im Küchengarten sollte der Kompostplatz in der Nähe der Beete angelegt werden.

Im Sommer sollte der Platz im Halbschatten von Sträuchern oder Bäumen stehen. Im Winter sollte der Platz genug Sonne abbekommen. Ein Platz im Vollschatten großer Bäume ist nicht als Kompostplatz geeignet, da der Rotteprozess ausreichend Wärme von Außen benötigt. Nach einem Regenfall sollte die Kompostmiete rasch abtrocknen können und nicht noch über Stunden durch Schatten und Abtropfen der Blätter feucht gehalten werden.

Komposthaufen und Komposter

Komposthaufen, Doppelkomposter und Thermokompost-Behälter

Die Planung einer Kompostmiete

Die Kompostmiete sollte eine Mindest-Seitenlänge von 1,5 Metern und eine Höhe von etwas über einem Meter besitzen. Besitzt man einen Thermokomposter, so kann die Seitenlänge auch kleiner gehalten werden.

Legt man einen Doppelkammer-Kompostbehälter an, so kann man für einen Garten mit 200m² mit einem Behälter von 2,5 x 1,2 m Grundfläche geteilt in zwei Kammern kalkulieren. Vorne sollte ein solcher Kompostsilo abnehmbare Latten besitzen. Die Front des Komposters kann so mit der Miete mitwachsen. Oft sieht man auch Kompostbehälter, die vorne einfach offen gelassen werden – dazu muss man aber mehr Acht auf die Stapeltechnik geben. Die anderen Seitenwände können ebenfalls aus Holz, oder aber aus Klinker-Ziegeln oder Beton mit Öffnungen zur Belüftung bestehen.

Ein Komposthaufen sollte laut dem Vater der modernen Kompostierung Sir Albert Howard eine Seitenlänge von 3 Metern und eine Höhe von 1,5 Metern haben. Aus Platzgründen wird die Tiefe des Haufens aber meist auf bis zu 1,5m reduziert.

Die unterste Schicht bildet grobes Material wie Stängel und Strauchschnitt – so kommt auch von unten Luft in den Kompost, was dabei hilft, Fäulnisprozesse in der Kompostmiete zu unterbinden. Manche Gärtner verlegen als Grundfläche für die Kompostmiete Ziegelsteine mit größerem Abstand. Diese sorgen ebenfalls für eine bessere Belüftung von unten.

Nun beginnt man, das kompostierbare Material aufzubringen. Oft wird empfohlen, zwischen etwa 20cm dicke Schichten aus kompostierbarem Material jeweils eine Schicht aus Kalk, Ton (bzw. Bentonit oder Biolit), Erde, Mist und evtl. Impfmaterial aufzustreuen. Zumindest auf den Kalk sollte man jedoch verzichten, da er die Rotte zwar beschleunigen kann, dem Kompost dafür aber viel Stickstoff entzieht.

Wichtig ist, dass das kompostierbare Material locker aufgebracht wird und auch später nicht verdichtet wird. Zusammendrücken oder gar auf den Kompost steigen ist also tabu! Es muss immer ausreichend Luft an das Innere des Komposthaufens gelangen können um Fäulnis zu verhindern. Ist eine Höhe von maximal 1,30 Metern erreicht, so sollte man offenen Komposthaufen noch eine etwa 5 Zentimeter dicke Schutzschicht aus grobstängeligem Staudenschnitt, Stroh, Ziergras-Schnitt oder langem Grasschnitt geben, damit die Außenseite nicht austrocknet. Die Faser- oder Blattrichtung der Umhüllung sollte so aufgebracht werden, dass Regen und Tau leicht an der Außenseite abfließen können.

Die Schichten der Kompostmiete

Querschnitt durch die fertig aufgesetzte Kompostmiete.

Der richtige Zeitpunkt

Auf großen Bauernhöfen und in großen Gärten die noch selbst kompostieren, kann die Kompostierung bis zu drei Jahre lang dauern. Das liegt daran, dass hier das viele kompostierbare Material zuerst auf Sammelplätzen gelagert und erst nach etwa einem Jahr feinsäuberlich aufgeschichtet wird. Während sich der Reifekompost in der Rotte befindet wird bereits wieder neues Material am Sammelplatz eingelagert. In kleinen Hausgärten wäre für solche Ungetüme jedoch kein Platz. In den hier beschriebenen Kompostierungsformen benötigt der Kompost nur etwa vom Frühjahr bis zum Herbst.

Für den besten Start einer neuen Kompostmiete empfehlen sich sowohl Herbst als auch Frühling. Besonders im Herbst, noch vor dem Wintereinbruch im Oktober fällt genügend Material an, um einen idealen Start des Komposts zu fördern. Eine im Herbst angelegte Kompostmiete sollte jedoch im Frühjahr nochmals umgesetzt werden, damit die Zersetzungsprozesse erneut in Gang gebracht werden.

Eine Möglichkeit der zeitlich getrennten Kompostbereitung wäre die Nutzung eines Doppelkammer-Kompostbehälters. Dazu wird ein Behälter vom Frühjahr bis Oktober aufgeschichtet. Danach beginnt man mit der Aufschichtung der zweiten Miete.

Die gute Zusammensetzung

Im Grunde lässt sich alles, was im Garten anfällt, auch kompostieren. Ebenso dürfen viele Küchenabfälle in den Kompost. Je unterschiedlicher das Material ist, desto besser. Trockenes und feuchtes Material sollte ebenso durchmischt werden wie grünes und strohiges Material. Damit keine Tiere angelockt werden, kann man frische Materialgaben mit etwas Erde, altem Kompost, Urgesteinsmehl oder Grünmasse bestreuen.

Holzstücke und Äste, die dicker als ein Daumen sind, müssen zuvor mit Häcksler, Säge, Axt und Hackstock oder Gartenschere zerkleinert werden, da sie ansonsten lange nicht verrotten. Grasschnitt sollte man neben dem Komposter aufschütten und anwelken lassen. Man kann den Grünschnitt dann nach und nach mit anderen Kompostgaben hinzufügen. Grüne Pflanzenreste sollten nicht weiter zerteilt und zerkleinert werden, da diese beim Verrotten sonst zusehr verkleben und verdichten würden.

Das alles und mehr darf in den Kompost:

  • Abfälle aus dem Garten
  • Schnittgut aus dem Garten
  • Beikräuter (Unkräuter) vom Jäten
  • Bio Küchenabfälle
    • Bio Kaffeesud und Bio Tee
    • Bio Bananenschalen (benötigen lange zum Verrotten)
    • Bio Zitrus- und Orangeschalen klein geschnitten
    • Eierschalen (Vorsicht, Fliegen können Salmonellen vom Kompost in die Küche tragen)
  • Grasschnitt (angewelkt)
  • Bio Schnittblumen
  • Alte Erde aus Töpfen und Pflanzkistchen
  • Tierischer Mist (von Pflanzenfressern), Borsten, Federn und Haare

Das alles (und noch viel mehr) darf nicht in den Kompost:

  • Restmüll, Metalle, Altglas
  • gespritzte und behandelte Pflanzen und Küchenabfälle
  • Öle und Fette
  • Fleisch und Wurstwaren
  • Essensreste zubereiteter und gesalzenen Lebensmittel und Speisen
  • Staubsaugerbeutel
  • Metall
  • Gebleichtes und/oder bedrucktes Papier und Karton
  • Überreste kranker Pflanzen (Kraut- und Braunfäule, etc.)
  • Ausgereifte invasive Pflanzen (inkl. Samenkapseln) wie Springkraut etc.
  • Giftige invasive Pflanzen wie Ragweed (Ambrosia)

Zusätze im Kompost

Diesen Tipp liest man immer wieder, wobei wir dem Kompost noch nie Kalk zugefügt haben. Dennoch wollen wir es nicht unerwähnt lassen: Damit die Ausgangsstoffe gut verrotten, kann man dem Kompost Kalk zur Beschleunigung der Rotteprozesse beigeben. Ideal sind Algenkalke und kohlensaurer Kalk von etwa einem halben Kilo pro Kubikmeter Kompost. Gebrannter Kalk bzw. gelöschter Kalk können zwar auch verwendet werden, aber in sehr viel kleinerem Verhältnis.

Gesteinsmehle und Tonmehle helfen bei der Bildung einer guten Ton-Humus-Verbindung. Diese Gesteinsmehle erhält man fein gemahlen im Gartenmarkt oder Baumarkt. Damit lassen sich Feuchtigkeit, Geruch und organische Säuren binden, Schadpilz-Bildung unterbinden und gleichzeitig die helfende Bakterienflora fördern. Der Kompost wird zudem mit wertvollen Mineralien und Spurenelementen angereichert.

Um eine Kompostmiete zu starten, der kann auch einen Kübel Kompost eines anderen Gärtners auf den eigenen Kompost aufbringen um Bakterienkulturen, nützliche Pilze und eine Hand voll Würmer in den eigenen Kompost zu holen. So hilft man dem Kompost beim rascheren Start. Üblicherweise sollten aber auch genügend Lebewesen aus dem gesunden Mutterboden in den Kompost gelangen.

Kompostierungs-Prozesse am Laufen halten

Ist der Komposthaufen locker und in Schichten aufgesetzt, so braucht er in den wärmeren Jahreszeiten nicht umgesetzt (umgeschichtet) werden. Das Umsetzen empfiehlt sich besonders bei Haufen, die im Spätherbst begonnen wurden, und bei denen der Rotteprozess in den kalten Wintermonaten ins Stocken geraten ist. Das Umsetzen des Kompostes kann den Rottevorgang zwar beschleunigen, ist aber für die Kompostierung nicht zwingend notwendig.

Den Zustand des Kompost kann man einfach prüfen, indem man entweder mit einem Stock oder einer Grabegabel ein wenig Kompost anhebt und ins Innere des Haufens blickt bzw. auch die Feuchtigkeit und Temperatur erfühlt.

Thermokomposter

Geschlossener Thermokomposter aus Plastik

Fängt der Kompost an, faulig zu riechen, so ist er zumindest an Stellen zu sehr verdichtet bzw. zu feucht. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Kompost zu Öffnen und abtrocknen zu lassen. Eventuell sollte man besonders bei stärkerer Fäulnis, den Kompost auch Umschichten, damit er abtrocknen kann.

Nimmt der Kompost eine gräuliche Farbe an und ist sehr trocken, dann fehlt es ihm an Feuchtigkeit. Sollte man hier nicht reagieren, bleibt die Kompostmiete in der Pilzphase stecken. In diesem fall sollte der Kompost befeuchtet werden. Vorsicht: Der Kompost sollte feucht, aber nicht dauerhaft nass sein. Besonders in sehr trockenen Sommermonaten sollte man den reifenden Kompost regelmäßig gießen, damit er nicht austrocknet.

Die meisten handelsüblichen Kompoststarter enthalten Überdauerungsstadien verschiedener Bodenbakterien, Tonminerale, Spurenelemente, Kräuterextrakte und andere Zusatzstoffe. Kompoststarter sind zwar ein gutes Geschäft für Gartencenter und Bau-Center, allerdings sind sie üblicherweise völlig unnötig. Da eine richtig angelegte Kompostmiete Bodenkontakt hat, versorgt dieser den Kompost mit allen nötigen Organismen zur Kompostierung. Garten und Küchenabfälle in einem guten Mischverhältnis sorgen für den korrekten pH-Wert (5,5 bis 7,5) und die nötige Nährstoffzusammensetzung.

Der Rotteprozess im Komposthaufen

Die Phasen gehen fließend ineinander über bzw. überlappen sie sich. Man kann die Phasen aber nach dominierenden Prozessen gliedern. Der Rotteverlauf lässt sich somit in Phasen gliedern, die bis zur vollständigen Kompostierung durchlaufen werden:

Temperaturverlauf der Kompostmiete.

Diagramm des Temperaturverlaufs in einer Kompostmiete.

1. Intensiv- oder Vorrotte (Abbau- und Hygienisierungs-Phase)

Die Pflanzen zersetzen sich und Bakterien helfen beim Zersetzen der Stoffe. Der Abbau der Kohlenstoff-Verbindungen hebt die Temperatur in der Kompostmiete. Die Angaben zur optimalen Temperatur variieren in den Büchern zwischen 45 bis 65°C, wobei meist etwa 65°C als Ideal angeführt werden. Je rascher eine Kompostmiete aufgesetzt wurde, desto wärmer kann es im Haufen werden. Dabei kann es tatsächlich zu sehr hohen Temperaturen kommen.

Auch die Angaben zur Maximal-Temperatur variieren in den Büchern und auf Webseiten sehr stark. Tatsache ist aber, dass ab Temperaturen von etwa 65°C die ersten Bakterien nicht mehr überleben können und ab etwa 80°C die meisten vegetativen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze absterben. Wie beim Fieber kranker Menschen, werden über diesen Temperaturen also Bakterien und Pilze abgetötet. In unserem Fall sollten Temperaturen ab etwa 65°C die meisten schädlichen Organismen dezimieren. Eine Temperatur von 80°C sollte jedoch keinesfalls erreicht werden, da dann all die Organismen, die für die positiven Prozesse der Kompostierung wichtig sind, absterben würden.

Gegen Ende der ersten Phase sinkt die Temperatur wieder auf eine Temperatur zwischen 25 und 50°C ab.

2. Hauptrotte (Umbauphase)

Pilze (Schimmelpilze und Hefepilze) sind Meister der Zersetzung und so ist es nicht verwunderlich, dass sie bald den gesamten Kompost durchziehen sollten. Die Pilze sind bei einem funktionierenden Rotteprozess etwa vier Wochen lang besonders aktiv.

3. Nachrotte (Aufbauphase)

Gegen Ende des Rotteprozesses nehmen erneut Bakterien den Haufen ein. Diese ernähren sich von den Pilzen, entgiften somit die Kompostmiete und machen den Kompost damit verträglicher für Pflanzen. Die Bakterien können nur gut arbeiten, wenn sie möglichst ungestört sind. Das Umschichten des Kompost sollte man daher in dieser Phase besser sein lassen. Die Bakterien sind nach sieben bis zehn Wochen mit ihrer Arbeit fertig.

Der Kompost beginnt nun auch langsam an „zu leben“. Springschwänze, Asseln, Milben, Tausendfüßler, Kompostwürmer und viele mehr wuseln nun im Kompost und verdauen ihn. Hier findet die letzte Entgiftung und Umarbeitung von Nährstoffen statt. Erst wenn der letzte Wurm den Kompost verlässt, ist er völlig durchgereift und bereit, im Garten verwendet zu werden. Reifer Kompost ist dunkelbraun bis tief-schwarz, krümelig locker und riecht angenehm nach Erde. Die Temperatur des Kompost sinkt nun bis auf Umgebungstemperatur.

Gereifter Kompost mit Kleintieren

Kompost mit Kompostwürmern

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