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	<title>Der Buddler, Autor auf GartenGnom</title>
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	<title>Der Buddler, Autor auf GartenGnom</title>
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		<title>Buchvorstellung: Erfolgreich Gärtnern im Rhythmus der Natur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2018 01:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch und Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Garten hat immerzu etwas mit dem Wetter, dem Standort und mit dem Verlauf der Jahreszeiten zu tun. Wer zur falschen Zeit sät, schneidet, pflanzt, erntet und stets versucht, gegen die natürlichen Verläufe der Natur zu arbeiten, der wird häufig einen Kampf gegen den Garten führen. Wer hingegen weiß, wie das phänologische Gartenjahr verläuft und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Garten hat immerzu etwas mit dem Wetter, dem Standort und mit dem Verlauf der Jahreszeiten zu tun. Wer zur falschen Zeit sät, schneidet, pflanzt, erntet und stets versucht, gegen die natürlichen Verläufe der Natur zu arbeiten, der wird häufig einen Kampf gegen den Garten führen. Wer hingegen weiß, wie das phänologische Gartenjahr verläuft und wann der beste Zeitpunkt für bestimmte Arbeiten gekommen ist, kann die Natur für sich arbeiten lassen.<span id="more-13810"></span></p>
<h2>Das zyklische Gartenbuch</h2>
<p>Gartenbücher sind üblicherweise nach Tätigkeiten oder nach Pflanzenarten sortiert. Eine chronologische Reihenfolge wie bei dem 2018 erschienenen Buch „Erfolgreich Gärtnern im Rhythmus der Natur” findet man allerdings eher selten. Ein erster Blick ins Inhaltsverzeichnis verrät bereits, dass dieses Buch anders ist: Vorfrühling, Erstfrühling, Vollfrühling, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer, Frühherbst, Vollherbst, Spätherbst und Winter.</p>
<p>Gleich im Vorwort geht der Autor Stephan Waska darauf ein, dass eine bloße Einteilung nach Datum oder Monat nicht zielführend ist, da sich die Jahreszeiten in verschiedenen Regionen Europas und von Jahr zu Jahr zu unterschiedlichen Zeitpunkten einstellen. Die Natur richtet sich nicht streng nach dem Kalender, sondern vielmehr nach dem aktuell vorherrschenden Klima, das von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich ausfallen kann.</p>
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<p>Alle zehn Jahreszeiten-Kapitel werden wiederum in weitere drei Unterkapitel untergliedert: Ziergarten, Obstgarten und Gemüsegarten. Da hier nach zeitlichen Abläufen gegliedert wird, kann es durchaus häufig vorkommen, dass ein und die selbe Pflanze mehrmals im Buch erwähnt wird und dass gewisse Tätigkeiten sich in Variationen wiederholen.</p>
<p>Dies ist ein Praxisbuch, dass man sich zur Vorbereitung jeder Jahreszeit vornehmen kann. Plant man mit anderen Gartenbüchern je nach Pflanze oder Tätigkeit für ein gesamtes Jahr, nimmt man sich dieses Buch am Besten immer wieder über den Jahresverlauf hinweg vor um die jeweils aktuelle oder kommende Jahreszeit vorzubereiten. Damit ist dieses Buch ein bisschen wie ein ewiger Gartenkalender und dauerhafter Begleiter eines Gärtners zu verstehen. Ein durchaus interessanter Ansatz.</p>
<h2>Ein Blick in den Inhalt des Buches</h2>
<p>Auch wenn das Cover des Buches eher nach der Facharbeit eines Gymnasiasten aussieht: Im Inneren verbirgt sich ein übersichtlich und durchdacht gestaltetes Werk. Die Gliederung ist verständlich, die Navigation durch das Buch gestaltet sich einigermaßen übersichtlich und die Inhalte sind durchaus interessant und hilfreich. Garten-Neulingen wie auch Profis bringt dieses Buch die großartige Chance, den Garten und die natürlichen Abläufe darin besser zu verstehen. Neulinge erhalten überdies eine Menge nützlicher Tipps inklusive Detailskizzen.</p>
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<p>Gleich am Cover findet man ein Jahresrad der phänologischen Jahreszeiten mit einer ungefähren Zuordnung der Monate. Das Vorwort verrät in einem kurzen Abriss, was die zehn phänologischen Jahreszeiten ausmacht und weshalb sie für Gärtner wichtiger sein sollten, als Zuordnungen nach Datum und Monat. Noch mehr Details zur jeweiligen Jahreszeit erhält man in der Einleitung zu jedem Kapitel.</p>
<p>Jedes Kapitel erhielt als grobe Gliederung die Unterkapitel „Ziergarten“, „Obstgarten“ und „Gemüsegarten“. Die darin behandelten Themen variieren stark nach jeweiliger Jahreszeit. Von Schnitt-Tipps, Pflanz-Hinweisen und Anmerkungen zu diversen Pflanzen über Dünge-Tricks bis hin zur Schädlingsbekämpfung findet man hier ein buntes Gemisch an Informationen. Angereichert werden die Seiten mit umfangreichen Tabellen, Fotos, Skizzen und Diagrammen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13838 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-003.jpg" alt="" width="1280" height="800" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-003.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-003-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-003-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-003-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-003-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2>Stephan Waska: Über den Autor</h2>
<p>Stephan Waska schloss seine Gärtnerlehre ab und absolvierte anschließend die Höhere Bundeslehranstalt für Gartenbau in Schönbrunn (Wien, Österreich). Über 30 Jahre lang war Waska als Berater zu den Themenbereichen Landwirtschaft und Gartenbau für Unternehmen in Österreich und Deutschland tätig. Seit nunmehr 17 Jahren veröffentlichte er zahlreiche Artikel in der Fachpresse.</p>
<p>Der Autor des Buchs „Erfolgreich Gärtnern im Rhythmus der Natur“ lebt in Bruck an der Mur in der Steiermark (Österreich). In den vergangenen 17 Jahren sammelte Waska Niederschriften und zahlreiche Bilder. Im April dieses Jahres veröffentlichte Stephan Waska schließlich sein Werk.</p>
<p>Ein Dorn in unseren Augen ist, in welcher Weise sich der Autor bisher für chemische Pflanzenschutzmittel stark gemacht hat. Bei Diskussionen rund um ein mögliches Verbot des Herbizids „<a href="https://www.gartengnom.net/glyphosat/">Glyphosat</a>“ machte sich Stephan Waska für das Pestizid stark. Als „Experte“ vom Gartenbauverein Bruck an der Mur meinte er, dass von den derzeit am Markt erhältlichen chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln für die KonsumentInnen keine Gefahr ausgehe. Seine Aussagen gingen sogar noch weiter. So meinte er, dass heutige Pestizide sogar harmloser seien, als Geschirrspülmittel. Ihre Giftigkeit wäre laut Waska vergleichbar mit Kochsalz, Haarshampoo oder Haarfärbemittel (<a href="http://steiermark.orf.at/news/stories/2589314/" target="_blank" rel="noopener">Quelle: ORF Steiermark</a>). Für Tiere und Pflanzen seien diese Substanzen ungefährlich und die Pflanzenschutz-Industrie hätte hier schon lange auf umweltfreundlichere Substanzen umgestellt (<a href="http://steiermark.orf.at/news/stories/2583664/" target="_blank" rel="noopener">Quelle: ORF Steiermark</a>).</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13840 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-005.jpg" alt="" width="1280" height="800" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-005.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-005-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-005-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-005-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/06/buch-rhythmus-natur-005-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<h2>Kritik und Fazit von den GartenGnomen</h2>
<p>Gleich vorweg: Als Naturgärtner haben wir im Normalfall nichts für chemische Düngung, Pestizide und tierquälerische Methoden der Schädlingsbekämpfung übrig. Der Autor zeigt im Buch, dass er durchaus viel Bewusstsein für natürliche Schädlingsbekämpfung, Düngung etc. hat, er versucht aber auch, konventionelle Ansätze mit einfließen zu lassen.</p>
<p>Dass hier auch von Wühlmaus-Zangenfallen, Spritzmitteln, chemischen Düngemitteln (Mineral-Volldünger, Langzeitrasendünger, etc.) die Rede ist, widerstrebt uns daher. Da hilft es wenig, wenn zumindest der Rat erfolgt, zu bienenungefährlichen Mitteln zu greifen. Man muss dem Autor aber anrechnen, dass er zumindest öfter Alternativen wie Schachtelhalmtee aufzeigt oder darauf hinweist, dass man solche Mittel nicht blind in jeder Situation anwenden sollte. Ebenfalls löblich ist, dass er zu Ersatz von <a href="https://www.gartengnom.net/torf-im-garten-toetet/">Torf</a> rät.</p>
<p>Einerseits freut uns die für Gärtner sehr interessante Herangehensweise, den Garten nach seinen zeitlichen Abfolgen ohne Monats-Einteilung zu behandeln. Andererseits erscheinen viele Inhalte ein wenig unfertig. Es wirkt wie ein Zettelkasten, den man ausgekippt und dessen viele Schnipsel, Abrisse und Haftnotizen man irgendwann einmal auf einer Tafel sortiert und aufgeklebt hat. Es ist ein Buch zum Blättern und Schmökern. Man findet viele interessante Tipps und Hinweise, jedoch gehen die Texte selten ins Detail. Das muss aber auch nicht sein, denn dafür gibt es schon so viele andere Bücher. „Erfolgreich Gärtnern im Rhythmus der Natur“ erhebt unserer Meinung nach gar keinen Anspruch auf Vollständigkeit und will auch kein umfassendes Gartenhandbuch sein. Das gibt es bereits zur Genüge. Der Autor will mit diesem Buch vor allem Erfahrungen aus seinem Leben als Gärtner veröffentlichen und das auf eine ganz besondere Art.</p>
<p>Übrigens: Schön für uns als Österreicher ist, dass die gebräuchlichsten österreichischen Namen der Pflanzen in Klammern angeführt werden. Zwar sind wir es inzwischen gewohnt, in Büchern nur die deutschen Bezeichnungen zu finden und im Normalfall kennen wir hier auch diese. Es ist aber dennoch nett, auch einmal ein Buch mit österreichischen Bezeichnungen zu finden.</p>
<p><a href="https://www.gartengnom.net/link/erfolgreich-gaertnern-im-rhythmus-der-natur" target="_blank" rel="noopener">Erfolgreich Gärtnern im Rhythmus der Natur</a><br />
<a href="https://www.gartengnom.net/link/stephan-waska" target="_blank" rel="noopener">Stephan Waska</a><br />
Quelle &amp; Meyer Verlag<br />
ISBN: 978-3-494-01740-2</p>
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		<title>Setagayapark: Kirschblüte im japanischen Garten in Wien</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/setagayapark/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2018 18:24:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Japanischer Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Kirschblüte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/setagayapark/">Setagayapark: Kirschblüte im japanischen Garten in Wien</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner">Wir haben bereits darauf gehofft und in den sozialen Netzwerken nach ersten Hinweisen auf den Beginn der Kirschblüte gelauert. Nun ist es soweit. Bereits vor drei Tagen kamen die ersten Meldungen über das Erblühen der Kirschbäume. Dieses Wochenende musste es also sein. Endlich ist es soweit. Der Frühling ist da und damit auch die Kirschblüte. Es gibt nur einen Ort abseits des eigenen Gartens, an dem man diese rosarote Blütenpracht genießen sollte: In einem japanischen Garten.<span id="more-13701"></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13705 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-002.jpg" alt="Kirschblüte und Stein-Pagode" width="1280" height="800" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-002.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-002-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-002-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-002-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-002-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Zeitig haben wir uns also gestern auf den Weg in die Stadt gemacht, um die ersten Besucher im wiener Setagayapark zu sein. Dieser nach dem Stadtteil in Tokyo benannte Garten wurde vom Gartengestalter Ken Nakajima geplant und 1992 eröffnet. Der Garten soll eine idealisierte japanische Landschaft als Miniatur zeigen. Auf einer leichten Anhöhe findet sich die Quelle. Ein kleines Bächlein schlängelt gemächlich abwärts, wird zu einem größeren Gewässer, rauscht einen Wasserfall hinab und mündet schließlich in einen großen Teich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13707 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-004.jpg" alt="Japanisches Teehaus und Kirschblüte" width="1280" height="800" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-004.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-004-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-004-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-004-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-004-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Bambustor, große Steine, Pagoden, Quellbecken, Bambuszäune, Teehaus und mehr sind typische Elemente, die den japanischen Stil des Gartens unterstreichen. Besonders eindrucksvoll ist jedoch die Bepflanzung. Kirschbäume, Bambus, Magnolien, Pfingstrosen, Forsythien, Efeu, Farne, Moos, Schwertlilien, Zwergahorn und viele mehr bieten zu jeder Jahreszeit ein eindrucksvolles Erlebnis für Auge, Nase und Ohr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13708 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-005.jpg" alt="Teich vor dem Teehaus" width="1280" height="800" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-005.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-005-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-005-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-005-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-005-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Empfangen wird man von einem gewaltigen Bambustor im Tokusabari-Stil. Es ist dem Shugakuin Palace Garden nachempfunden. Gleich neben dem Einganstor steht ein Stein mit der Inschrift „Furomon“ auf Japanisch. Diese Inschrift soll dem Besucher signalisieren, dass er das Paradies betritt. Dahinter empfängt die Besucher ein japanisches Teehaus und ein großer Teich mit Kois und Schildkröten. Zu beiden Seiten des Teichs schlängeln sich Pfade nach oben, die immer wieder durch Brücken miteinander verbunden sind.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13706 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-003.jpg" alt="Brücke, Pagode und Kirschblüte" width="1280" height="800" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-003.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-003-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-003-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-003-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/04/japangarten-003-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Wir besuchen den Setagayapark gerne immer wieder über den Jahresverlauf um den Wandel der Vegetation zu erleben. Wenn ihr in der Nähe seid oder Wien einen Besuch abstattet, dann ist dieser Garten auf jeden Fall einen Besuch wert.</p>
<p><strong>Adresse</strong>: Hohe Warte 8, 1190 Wien<br />
<strong>Öffnungszeiten</strong>:</p>
<ul>
<li>April und September: 7-20 Uhr</li>
<li>Mai, Juni, Juli, August: 7-21 Uhr</li>
<li>Oktober: 7-19 Uhr</li>
</ul>
<p><strong>Wintersperre</strong>: 1. November bis einschließlich 31. März (sowie bei winterlichen Verhältnissen).</div>
			</div>
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		<title>Holz-Paletten: Sind sie wirklich giftig?</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/holzpaletten-giftig/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Mar 2018 20:06:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Europalette]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenmöbel]]></category>
		<category><![CDATA[Holzpalette]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Holzpaletten sind begehrtes Verpackungsmaterial. Aktuell gibt es sogar einen Europaletten-Mangel, weshalb der Wert pro Palette teils über 10 Euro gestiegen ist. Begehrt sind Holz-Paletten auch als Baumaterial für günstige Gartenmöbel, die inzwischen in vielen Gärten zu finden sind. Immer wieder wird in Online-Diskussionen gewarnt, dass solche Paletten aufgrund der Pestizidbehandlung giftig wären. Wir haben recherchiert, ob [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Holzpaletten sind begehrtes Verpackungsmaterial. Aktuell gibt es sogar einen Europaletten-Mangel, weshalb der Wert pro Palette teils über 10 Euro gestiegen ist. Begehrt sind Holz-Paletten auch als Baumaterial für günstige Gartenmöbel, die inzwischen in vielen Gärten zu finden sind.</p>
<p>Immer wieder wird in Online-Diskussionen gewarnt, dass solche Paletten aufgrund der Pestizidbehandlung giftig wären. Wir haben recherchiert, ob das stimmt.</p>
<p><span id="more-13399"></span></p>
<h2>Sind Holzpaletten geeignet für den Garten?</h2>
<p>Grundsätzlich kling der Gedanke des Recycling bzw. Upcycling nach einer guten Sache. Anstatt Verpackungsmaterial einfach wegzuwerfen oder zu verbrennen, wird es einem neuen Zweck zugeführt. Es gibt nahezu unbegrenzte Ideen und Einsatzzwecke für diese Paletten.</p>
<p>Hochbeete, Gartenliegen, Stühle, Tische und noch einiges mehr wird in vielen Gärten aus Holzpaletten gebaut. Dabei scheinen viele Gartenbesitzer sehr unbedarft mit diesem Rohstoff umzugehen. Unter den meisten Bildern und Videos zu Holz-Paletten im Garten, die im Netz veröffentlicht werden, findet sich mindestens ein Kommentar, der vor den Pestiziden warnt, mit denen das Holz vermutlich behandelt wurde. Aber stimmt das eigentlich?</p>
<p>Auf jeder Palette sollte ein eingebranntes Siegel zu finden sein. Auf der linken Seite befindet sich das IPPC-Symbol (Internationales Pflanzenschutzübereinkommen) in Form einer Kornähre. Rechts davon findet man zuerst das Länder- und teils auch ein Regions-Kürzel (Länderkennung nach ISO 3166). Danach folgt eine amtliche Registriernummer.</p>
<div id="attachment_13410" style="width: 1090px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13410" class="wp-image-13410 size-large" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-1200x750.jpg" alt="IPPC-Brandzeichen" width="1080" height="675" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><p id="caption-attachment-13410" class="wp-caption-text">IPPC-Brandzeichen an einer Euro-Palette. Diese Palette stammt aus Litauen (LT) und wurde Hitzebehandelt (HT).</p></div>
<p>Für alle, die die Palette weiter verwenden wollen ist jedoch das Symbol ganz unten im Brandzeichen wichtig. Hier sollte das Kürzel <strong>HT</strong>, <strong>PCP-HT</strong>, <strong>FCC-HT</strong> oder <strong>KD</strong> zu finden sein! HT steht für „Heat Treatment“, also für Hitzebehandlung.</p>
<p>Folgende Kürzel sind möglich:</p>
<ul>
<li>HT: Hitzebehandlung (Heat Treatment)</li>
<li>PCP-HT: Hitzebehandlung (Portable Chamber Process)</li>
<li>FCC-HT: Hitzebehandlung (Fast Container Connector)</li>
<li>KD: Hitzebehandlung (Kiln-Dried)</li>
<li>MB: Methylbromid bzw. Brommethan (Methyl Bromide)</li>
</ul>
<p>Methylbromid ist ein billiges, farbloses und leicht zu nutzendes Gas. Es schädigt biologische Organismen und greift die Ozonschicht an. Die Paletten oder auch ganze Warenladungen werden damit im Container oder in einem Zelt begast. Die Behandlung mit Methylbromid ist in der EU seit 2010 verboten. In einigen anderen Ländern wie zB. Deutschland erfolgte ein Verbot bereits davor.</p>
<p>In anderen Ländern wie zum Beispiel in den USA, China, etc. ist der Einsatz von Brommethan und vielen anderen Pestiziden, hauptsächlich Insektiziden und Fungiziden, weiterhin erlaubt. Von der Verwendung von Holz-Paletten aus dem EU-Ausland sollte man also absehen. Ebenso empfiehlt es sich von sehr alten europäischen Paletten die Finger zu lassen.</p>
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<h2>Sind hitzebehandelte Paletten wirklich ungefährlich?</h2>
<p>Bei hitzebehandelte Holzpaletten handelt es sich um Holz ohne Extras. Sie müsste also bedenkenlos eingesetzt werden können. Trotzdem ist es nicht verkehrt, Vorsicht walten zu lassen, denn die Paletten werden häufig mehrfach verwendet. Habt ihr auf einer solchen Holz-Palette also Bodenplatten geliefert bekommen, könnten zuvor auch Fässer mit Chemikalien transportiert worden sein. Die Paletten haben davor auch eventuell in schmutzigen Containern und Lagerhallen gestanden. Daneben gibt es leider auch gefälschte Europaletten – diese erkennt man oft am fehlenden Siegel, oder an seltsam aussehenden Siegeln.</p>
<p>Es ist also gut möglich, dass schädliche Stoffe ausgelaufen sind oder die Paletten bei der Lagerung kontaminiert wurden. Gibt es auf der Palette also seltsame Flecken, riechen sie komisch oder sehen die Siegel gefälscht aus, sollte man sicherheitshalber die Finger davon lassen.</p>
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		<title>Sanfter Obstbaumschnitt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 21:26:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Obstbaumschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Schnitt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss zugeben, dass wir uns lange vor dem Obstbaumschnitt gedrückt haben. Alle Bäumchen, die wir gepflanzt haben, überließen wir ihrem natürlichem Wachstum. Unser Leitmotiv als Naturgärtner ist schließlich, so wenig in die Natur einzugreifen, wie nötig. Da wir aber natürlich dennoch auf das gute Obst gefreut hatten, dann aber vom Ertrag und der Qualität [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/obstbaumschnitt/">Sanfter Obstbaumschnitt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich muss zugeben, dass wir uns lange vor dem Obstbaumschnitt gedrückt haben. Alle Bäumchen, die wir gepflanzt haben, überließen wir ihrem natürlichem Wachstum. Unser Leitmotiv als Naturgärtner ist schließlich, so wenig in die Natur einzugreifen, wie nötig. Da wir aber natürlich dennoch auf das gute Obst gefreut hatten, dann aber vom Ertrag und der Qualität enttäuscht wurden, erkannten wir, dass der Obstbaumschnitt ein wichtiger Faktor sein musste.</p>



<p>Ich begann also zu recherchieren, kaufte Bücher, besuchte einen Kurs und hatte Gespräche mit Fachleuten. Nun bin ich überzeugt davon, dass ich den Bäumchen und Bäumen ab nun mit Schere und Säge zuleibe rücken werde. Natürlich wollen wir auch hier das Auge der Naturgärtner walten lassen und möglichst sanft und schonend vorgehen.</p>



<span id="more-13287"></span>


<h2 class="wp-block-heading" id="wuchsgesetze">Die Wuchsgesetze</h2>


<p>Obstbaumschnitt ist weder eine Geheimwissenschaft noch sonderlich kompliziert, wenn man die zugrunde liegenden Prinzipien einmal verstanden hat. Die grundlegendste Regel ist: Je höher sich die Endknospe befindet, desto stärker ist ihr Austrieb (Spitzenförderungsgesetz). Je weiter eine Knospe von der jeweiligen Endknospe entfernt ist, desto weniger Reservestoffe werden ihr zur Verfügung gestellt.</p>



<p>Damit sich die Knospen entfalten können, benötigen sie Wasser und Nährstoffe. Beides wird in den Wurzeln gespeichert. Je nach Lage der Knospen erhalten diese eine unterschiedlich starke Versorgung. So kommt es, dass einige Triebe sehr stark wachsen, andere hingegen gar nicht.</p>



<p>Ein ungeschnittener einjähriger Langtrieb unterliegt üblicherweise folgenden Regeln:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Aus den obersten zwei bis drei Knospen entwickeln sich meist starke Langtriebe.</li><li>Die mittleren Knospen bilden Kurztriebe mit Knospen, aus denen sich Blüten entwickeln werden.</li><li>Die unteren Knospen bilden eine Reserve, sollte der Ast zum Beispiel durch Bruch gekürzt werden. Wird der Ast nicht gekürzt, so entwickelt sich aus den hintersten Knospen meist nichts. Kürzt man im Winter einen Langtrieb, so übernehmen nun die vordersten Knospen die Aufgabe neue Langtriebe auszubilden. Bleiben dann noch Knospen übrig, werden hier Kurztriebe entstehen, allerdings weniger als beim ursprünglichen Zweig. Je stärker der Trieb gekürzt wird, desto mehr Reservestoffe entfallen auf die vordersten Knospen und desto stärker und länger werden die daraus entstehenden Langtriebe wachsen.</li></ul>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13300 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="644" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-triebe-01.png" alt="Wirkung des Winterschnitts auf den Austrieb." class="wp-image-13300" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-triebe-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-triebe-01-507x408.png 507w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung A&nbsp;☛ Wirkung des Winterschnitts auf den Austrieb. A: ursprünglicher Langtrieb, B: unbeschnittener Langtrieb, C: Langtrieb um&nbsp;⅓ gekürzt, D: Langtrieb um ⅔ gekürzt</figcaption></figure>



<p>Mit diesem Wissen lassen sich nun Längenwachstum und Zahl der Triebe beeinflussen. Ein starker Rückschnitt fördert viele lange Triebe. Es besteht allerdings auch das Risiko, Wassertriebe zu fördern, wenn man es übertreibt. Üblicherweise begnügt man sich daher mit einem schwächeren Rückschnitt.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13294 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01.png" alt="Obstbaumschnitt - Wuchsgesetze" class="wp-image-13294" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01-725x408.png 725w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01-480x270.png 480w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung B ☛ A und B: Spitzenförderungsgesetz, C: Oberseitenförderung, D: Scheitelpunktförderung</figcaption></figure>



<p>Die Kapillare im Holz fördern vor allem das Wachstum nach oben. Äste, die senkrecht nach oben stehen, erhalten somit mehr Reservestoffe, als Triebe die abwärts wachsen. Auf waagerecht verlaufenden Ästen wachsen daher jene Triebe stärker, die sich an der Oberseite befinden (Oberseitenförderung). Noch stärker erkennt man den Effekt bei gebogenen Ästen. Hier erhält der Trieb den meisten Schub, der sich am Scheitelpunkt des Astes befindet (Scheitelpunkt- bzw. Basisförderung).</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="weshalb-obstbaumschnitt">Weshalb ist Obstbaumschnitt wichtig?</h2>


<p>Obstbäume müssen zwar nicht beschnitten werden, um sich zu entwickeln, allerdings beeinflusst der richtige Schnitt Gesundheit, Wachstum, Alter und Wuchs der Früchte.</p>



<p>Wie alle Bäume wachsen auch Obstbäume im oberen Bereich der Krone besonders stark und neigen dazu, dort besonders dicht zu werden. Die Früchte werden je nach Sorte jedoch meist nur dann groß, gesund und besonders schmackhaft, wenn sie ausreichend Licht, Luft und Nährstoffe für ihre Entwicklung erhalten. Viele nicht beschnittene Obstbäume entwickeln folglich nur wenige, kleine Früchte – das hängt aber auch von der Obstsorte ab. Zusätzlich wird es an „Wildbäumen“ nicht jedes Jahr Früchte geben. Geschnittene Bäume bringen üblicherweise jedes Jahr Früchte hervor.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13295 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="324" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-lebenszyklus-01.png" alt="Entwicklungsperioden von Obstbäumen." class="wp-image-13295" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-lebenszyklus-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-lebenszyklus-01-743x301.png 743w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung C ☛ Entwicklungsperioden: (A) Jungperiode, (B) Ertragsperiode, (C) Altersperiode</figcaption></figure>



<p>Ungeschnittene Obstbäume wachsen rascher in die Höhe. Da kaum Licht ins Innere der Krone gelangt, verkahlen sie dort. Mit dem Schnitt sollte man es aber auch nicht übertreiben. Erstens tut man mit einem übertriebenen Schnitt auch der Pflanze keinen Gefallen, andererseits vernichtet man so oft auch wichtigen Lebensraum verschiedenster Tiere.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="ausnahmen">Ausnahmen</h3>


<p><strong>Kische</strong> (mit Ausnahme der Weichsel) und <strong>Marille</strong> sind eher heikel, was Rückschnitte anbelangt.</p>



<p><strong>Zwetschke</strong> (Pflaume) verträgt hingegen jeden Schnitt extrem gut, benötigt aber kaum Obstbaumschnitt.</p>



<p><strong>Pfirsiche</strong> benötigen vorsichtigen, jährlichen Schnitt, da Pfirsichbäume sonst zu rascher Vergreisung neigen. Pfirsiche sollten kurz vor der Blüte, wenn ein bisschen Rosa aus der Knospe schimmert, geschnitten werden. Der zweitbeste Schnittzeitpunkt ist nach der Ernte.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="zeitpunkt">Der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt</h2>


<p>Innerhalb der gesamten Lebensspanne eines Baumes ändern sich Art und Häufigkeit, in der der Beschnitt stattfindet.</p>




<table id="tablepress-9" class="tablepress tablepress-id-9">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1">Schnitt</th><th class="column-2">Zeitpunkt</th><th class="column-3">Ziel</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">Pflanzschnitt</td><td class="column-2">Pflanzung</td><td class="column-3">Bedarf der Krone an den verminderten Nachschub der beschnittenen Wurzeln angleichen.</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">Erziehungsschnitt</td><td class="column-2">Jugendphase (jährlich die ersten 7-10 Jahre)</td><td class="column-3">Förderung eines tragfähigen, lichten und lebensfreundlichen Kronen-Gerüstes.</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">Erhaltungsschnitt (Ertragsschnitt, Auslichtungsschnitt)</td><td class="column-2">Ertragsphase (alle 3-5 Jahre)</td><td class="column-3">Gleichbleibende Fruchtqualität und regelmäßige Ernte sichern.</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">Verjüngungsschnitt</td><td class="column-2">ältere Bäume (üblicherweise einmalig, außer bei uralten Bäumen)</td><td class="column-3">Nicht oder unsachgemäß geschnittene Kronen in Form bringen. Ausladende Kronen verkleinern.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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<p>Der Winter wird als jene Zeit erachtet, in der es im Garten nichts zu tun gibt, da die Pflanzen ruhen. Eis, Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bringen die Welt vor dem Fenster zum Stillstand. Gerade dann ist aber einer der besten Zeitpunkte um Obstbäume in Form zu bringen.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="winterschnitt">Winterschnitt</h3>


<p>In den meisten Fällen empfiehlt sich der Winterschnitt. Im Winter trägt die Baumkrone kein Laub und das Astwerk ist komplett zu sehen. So erhält man einen ausgezeichneten Überblick, kann den Schnitt besser planen und einfacher durchführen. Während der Vegetationsruhe haben die Wurzeln ausreichend Nährstoffe eingelagert, so dass ein gesunder Baum solche Eingriffe problemlos übersteht.</p>



<p>Natürlich sollte man nicht bei allzu tiefen Temperaturen schneiden. Als Faustregel gilt, dass man bis -5°C problemlos schneiden darf, wobei sich trockene und frostfreie Tage besonders empfehlen. Am Besten wählt man als Zeitpunkt den Spätwinter, kurz vor dem Knospenschwellen zwischen Jänner und April. Vor dem Schnitt empfiehlt sich ein Blick auf die Wettervorhersage. Es sollten auch in der Folgezeit keine zu tiefen Temperaturen (unter -15°C) mehr folgen.</p>



<p>Der Winterschnitt empfiehlt sich für alle Obstbaumsorten, außer bei Kirsche und Marille. Auch die Walnuss wird nicht im Winter geschnitten. Pfirsiche werden ebenfalls nicht im Winter, sondern idealerweise erst kurz vor der Blüte, wenn man bereits etwas Rosa an den Knospen durchblitzen sieht, geschnitten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-1200x750.jpg" alt="Winterschnitt eines Apfelbaumes" class="wp-image-13292" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="sommerschnitt">Sommerschnitt</h3>


<p>Der Sommerschnitt bzw. Grünschnitt wirkt als Wuchsbremse. Er empfiehlt sich für alle größeren Eingriffe, die den Baum im Winter zu viele Reservestoffe kosten würden oder die nicht rasch genug verheilen würden, bevor der Frost die Wunden sprengt. Außerdem empfiehlt er sich für stark triebige und empfindliche Baumarten.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="werkzeug">Das richtige Werkzeug</h2>


<p>Gerade beim Obstbaumschnitt macht gutes Werkzeug viel aus. Mit scharfen und stabilen Schneidewerkzeugen kann nicht nur sicherer, sondern auch sauberer und hygienischer gearbeitet werden. Glatte und saubere Schnitte mit einer gepflegten Klinge fügen den Bäumen kleinere, glattere und sauberere Wunden zu. Das führt zu rascherer und besserer Wundheilung.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-1200x750.jpg" alt="Baumschere (Bypass-Schere)" class="wp-image-13289" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Um junge Bäume zu schneiden, reichen eigentlich zwei einfache Werkzeuge: Eine Baumschere (Bypass-Schere) und eine Klappsäge. Bei größeren Bäumen empfiehlt sich auch eine Bügelsäge (Baumsäge).</p>



<p>Gewöhnliche Gartenscheren, die auf dem Amboss-Prinzip funktionieren, sind nicht geeignet. Damit ergibt sich kein glatter Schnitt. Stattdessen quetscht man den Ast, was zu gelöster Rinde und schlechter verheilbaren Wunden führt.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="baumschere">Baumschere</h3>


<p>Das wohl wichtigste Werkzeug für den Obstbaumschnitt ist eine gute, saubere und stabile Baumschere. Bei guten Scheren lässt sich die Klinge abnehmen um sie zu schleifen bzw. um sie zu ersetzen. Auch der Anpressdruck der Klinge sollte einstellbar sein. Schneidet man regelmäßig und viel, so ist auch ein ergonomischer Griff wichtig. Zuletzt ist es nicht verkehrt, wenn der Griff eine auffällige Farbe hat. Nichts ist lästiger, als eine grüne Schere, die einem ins Gras gefallen ist.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="baumsaege">Klappsäge und Baumsäge</h3>


<p>Mit einer Klappsäge lassen sich mühelos auch etwas größere Äste schneiden. Besonders praktisch zeigt sich die Klappsäge durch ihre einfache Handhabung, insbesondere wenn man gerade auf einer Leiter steht oder auf einen Baum geklettert ist.</p>



<p>Um auch größere Äste zu bezwingen, empfiehlt sich der Einsatz einer Bügelsäge. Bei professionellen Modellen lässt sich auch das Sägeblatt verdrehen um Astgabeln besser schneiden zu können.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-1200x750.jpg" alt="Astsäge" class="wp-image-13355" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="desinfektion">Desinfektion</h3>


<p>Viele Baumkrankheiten werden beim Obstbaumschnitt über das Werkzeug von Baum zu Baum verbreitet. Um das zu vermeiden, sollten die Klingen nach jedem Baum mit Desinfektionsmittel oder Spiritus gesäubert werden. Die Schnittflächen am Ast sollten auch nicht berührt werden.</p>



<p>Bitte verwendet keine Mittel zum Wundverschluss der Schnittstellen. Bäume besitzen eine unglaubliche Fähigkeit zur Selbstheilung. Wundanstriche bzw. Wundverschlussmittel sind, außer eventuell bei zB. Obstbaumkrebs, nicht nötig beziehungsweise sogar kontraproduktiv.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="schnittarten">Die Schnittarten</h2>


<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13298 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="389" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnitte-01.png" alt="Arten der Schnittführung." class="wp-image-13298" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnitte-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnitte-01-743x361.png 743w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung D ☛ Drei Arten der Schnittführung</figcaption></figure>



<p>Ist es nötig, einjährige Triebe zu kürzen, werden diese direkt über einer Knospe abgeschnitten. Dabei sollte die Schnittfläche schräg von der Knospe wegführen (siehe Abbildung F). So wird vermieden, dass Tauwasser an der Knospe stehen bleibt.</p>



<p>Das Ableiten ist das Mittel der Wahl um die Wachstumsenergie eines Astes in einen Nebenast umzuleiten. Geschieht dies nicht, so wird sich die überschüssige Energie eigene Bahnen suchen und Wasserschosse austreiben lassen. Durch das Ableiten wird der Nebenast zum neuen Hauptast. So lässt sich auch die gewünschte Wuchsrichtung des Hauptastes bestimmen.</p>



<p>Müssen mehrjährige Seitenäste abgeschnitten werden, so sollte dies direkt nach dem Astring geschehen (siehe Abbildung E). An der Basis jeder Verzweigung ist der Baum fähig, die Wunde mit Rinde zu überwallen. Dies bewirkt auch einen mechanischen Wundverschluss.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13293 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="518" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-astring-01.png" alt="Richtiges Anschneiden und Abschneiden." class="wp-image-13293" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-astring-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-astring-01-630x408.png 630w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung E ☛ Richtiges Anschneiden und abschneiden größerer Äste.</figcaption></figure>


<h2 class="wp-block-heading" id="pflanzschnitt">Der Pflanzschnitt</h2>


<p>Pflanzt man Bäume Wurzelnackt bzw. mit ausgestochenem Ballen, so ging dabei immer auch ein Teil des Wurzelwerks verloren. Da nun Wurzeln fehlen, können auch die Äste der Krone nicht mehr ausreichend versorgt werden. Es ist daher wichtig, einen Ausgleich mittels Pflanzschnitt zu schaffen.</p>



<p>In vielen Baumärkten, Gartencentern und Gärtnereien aber auch in manchen Baumschulen erhält man heute oft schon Bäumchen, die in Töpfen gezogen wurden. Hier bleibt der Wurzelballen erhalten und ein Ausgleich durch Rückschnitt ist nicht unbedingt nötig. Dennoch ist auch hier ein Pflanzschnitt förderlich.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13297 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="717" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-pflanzschnitt-01.png" alt="Pflanzschnitt und Schnitt in der Saftwaage." class="wp-image-13297" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-pflanzschnitt-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-pflanzschnitt-01-455x408.png 455w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung F ☛ A: Pflanzschnitt (Pyramidenform), B: Schnitt in der Saftwaage, C: richtiger Schnitt an der Knospe.</figcaption></figure>



<p>Beim Schnitt sollte man bei den Trieben auch immer einen Blick auf eine möglichst ausgeglichene Saftwaage haben. Damit ist gemeint, dass Äste jeder Etage in möglichst gleicher Höhe enden sollten. Ist die Saftwaage gestört, so kommt es zu unterschiedlich starker Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Daraus folgt schließlich ungleiches Wachstum.</p>



<p>Wichtiger als die Saftwaage ist jedoch die Rücksichtnahme auf die Knospen. Hier sollte knapp oberhalb einer Knospe geschnitten werden um deren Entwicklung optimal zu fördern.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="erziehungsschnitt">Der Erziehungsschnitt</h2>


<p>Die natürliche Kronenform von Obstbäumen ist eine Rundkrone. Je nach Art und teils auch je nach Sorte kann diese spitzer, flacher, runter oder höher ausfallen. Ungeschnittene Obstbäume neigen jedoch teils dazu, nur die nötigste Energie in die Ausbildung von Früchten zu stecken. Besonders bei Äpfeln und Birnen fällt auf, dass in ungeschnittenen Bäumen nur unregelmäßig einige wenige Früchte gebildet werden, die zudem noch kleiner und oft weniger süß sind. Auch werden regelmäßig beschnittene Obstbäume im Schnitt weitaus älter und vergreisen langsamer.</p>



<p>Der Beschnitt des Baumes soll die regelmäßige Ausbildung von Früchten fördern. Es werden mehr Früchte ausgebildet, die größer und schmackhafter wachsen.</p>



<p>Als ideale Kronenform für Streuobstwiesen hat sich die sogenannte Pyramidenkrone bewehrt. Diese zeichnet sich durch einem verlängerten Stamm und drei bis vier gleichmäßig verteilte Leitäste aus.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13299 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01.png" alt="Pyramidenkrone" class="wp-image-13299" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01-725x408.png 725w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01-480x270.png 480w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung G ☛ Pyramidenkrone</figcaption></figure>



<p>Über die Lebenszeit des Baumes bleiben die Leitäste und Gerüstäste erhalten. Die Erziehung des Baumes zielt besonders auf dieses Ergebnis ab. Bereits beim Pflanzschnitt oder im Jahr danach werden diese Äste ausgewählt. Optimal ist ein 45° bis 50°-Winkel zur Stammverlängerung.</p>



<p>In den ersten sieben bis zehn Jahren nach dem Pflanzschnitt ist bei den meisten hochwüchsigen Obstbäumen ein Erziehungsschnitt nötig. Das Ziel ist ein lichtes und tragfähiges Kronengerüst. Zur Förderung des Wachstums und der Verzweigung werden die Leitäste und auch die Stammverlängerung jährlich um ein- bis zwei Drittel zurück geschnitten.</p>



<p>Bei Pfirsichen und Weichseln wird oft der Schnitt zur Hohlkrone dem Pyramidenschnitt vorgezogen. Bei der Hohlkrone werden die Leitäste ebenso gestärkt und erzogen, jedoch verzichtet man auf die Stammverlängerung.</p>



<p>Beim Erziehungsschnitt werden Leittriebe eingekürzt und Seitenäste untergeordnet. Nach innen wachsende Langtriebe und Konkurrenztriebe werden entfernt.</p>



<p>Was bedeutet das? Entsteht waagerechtes Seitenholz an der Stammverlängerung, kann das ungeschnitten am Baum verbleiben, da es zur Fruchtbildung neigen wird. Starke, steil stehende Triebe werden hingegen entfernt, da diese sich zu Konkurrenten der Leitäste entwickeln würden. Diese Triebe werden direkt am Stamm entfernt. Will man die Verkahlung des Stammes vermeiden, kann auch nah am Stamm auf ein bis drei Augen zurückgeschnitten werden.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="erhaltungsschnitt">Der Erhaltungsschnitt</h2>


<p>Beim Ertragsschnitt bzw. Auslichtungsschnitt geht es nur mehr um den Status Quo. Ertrag und Frucht-Qualität sollen jedes Jahr annähernd gleich bleiben. Dazu ist ein Schnitt alle 2-3 Jahre, teils auch nur alle 5 Jahre nötig – je nach Sorte und Obstart.</p>



<p>Beim Erhaltungsschnitt wird die Krone ausgelichtet, Überbauungen zurückgenommen und das Fruchtholz wird verjüngt. Durch Ableiten auf Seitenäste kann die Baumhöhe kontrolliert werden. Es sollten maximal&nbsp;⅓ der Krone zurückgeschnitten werden. Starke Schnitte werden besser über mehrere Jahre verteilt.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="auslichten">Auslichten</h3>


<p>Wie auch beim Erziehungsschnitt entfernt man alle Äste, die ins Innere der Krone wachsen. Auch Äste, die andere kreuzen und jene, die zu wenig Platz zum Wachsen haben. Konkurrenztriebe, die sich zu stark entwickelt haben, werden entfernt.</p>



<p>Wachsen Langtriebe aus Fruchtholz, so muss alles entfernt werden. Kurztriebe sind nicht stabil genug um als Grundlage für mehrjährige Äste zu dienen.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large wp-image-13290"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-1200x750.jpg" alt="gekreuzte Äste" class="wp-image-13290" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption> Kreuzende Äste</figcaption></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="fruchtholzverjuengung">Fruchtholzverjüngung</h3>


<p>Fruchtholz, auch Kurztrieb genannt, vergreist mit den Jahren zu sogenanntem „Quirlholz“. Ein Anteil des besonders alten Quirlholzes sollte mit jedem Schnitt entfernt werden. An den Schnittstellen werden sich neue Jungtriebe bilden, über die die Früchte besser versorgt werden können.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="hoehenkontrolle">Höhenkontrolle</h3>


<p>Manche Baumarten wie zum Beispiel Marille und Kirsche sollten nicht zu hoch und zu breit werden. Um das Wachstum etwas einzudämmen, wird die Krone mit jedem Schnitt um etwa 1-2 Meter eingekürzt. Wichtig ist, dabei immer auf bestehende Triebe abzuleiten. Üblicherweise wird nach außen abgeleitet. Ist der Baum jedoch bereits sehr ausladend, wird auch nach innen abgeleitet, um die Bruchgefahr zu vermindern.</p>



<p>Vorsicht, denn gerade diese Baumarten sind sehr schnittempfindlich! Gerade bei Kirschbäumen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Weniger oft Mehr ist. Im Garten meiner Großeltern baute mein Opa mein Baumhaus in einem riesengroßen und sehr alten Kirschbaum, der einen großen Teil des Gartens einnahm. Der Baum lieferte jedes Jahr viele Körbe an herrlichen Früchten, die ich sogar direkt aus dem Baumhaus heraus pflücken konnte.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13291 size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-1200x750.jpg" alt="Abgeleiteter Ast" class="wp-image-13291" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption> Ableitung eines Astes</figcaption></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="ableiten">Fruchtäste ableiten</h3>


<p>Da sich die Fruchttragenden Äste über die Jahre immer weiter nach unten neigen, müssen sie immer wieder einmal auf jüngere, nach oben wachsende Triebe abgeleitet werden. Somit übergibt man einem Trieb an der Ast-Oberseite die Führung. Dieser Ast sollte im Durchmesser minimal&nbsp;⅓ der Stärke des zu entfernenden Astes besitzen.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="verjuengungsschnitt">Der Verjüngungsschnitt</h2>


<p>Der Verjüngungsschnitt dient dazu, das Leben alter Bäume noch einmal zu verlängern. Teils muss er aber auch bei nicht, oder falsch geschnittenen Obstbäumen durchgeführt werden.</p>



<p>Will man eine zu mächtig gewordene Krone verjüngen, so kann man sie einmalig radikal um ¼ oder gar ⅓ der aktuellen Höhe und Breite verkleinern. Ein solcher Schnitt wird bei gepflegten Bäumen üblicherweise nur einmal im Leben des Obstbaumes durchgeführt. Nur bei sehr alten Bäumen gibt es auch einen weiteren Verjüngungsschnitt.</p>



<p>Wichtig beim Verjüngen eines Obstbaumes ist, immer korrekt abzuleiten. Da man den Bäumen hierbei normalerweise größere Wunden mit der Säge zufügt, die besonders ältere Bäume stärker schwächen könnten, wird der Verjüngungsschnitt erst ab März bzw. April oder überhaupt erst im Sommer durchgeführt. In den Sommermonaten ist die Wundheilung gewöhnlich besser.</p>



<p><strong>Achtung</strong>: Marille und Kirsche vertragen starken Schnitt eher schlechter, weshalb man hier vorsichtig vorgehen sollte. Besonders Marillenbäume sind überaus heikel. Ist hier eine stärkere Verjüngung nötig, sollte diese auf mehrere Jahre verteilt werden.</p>



<p>Auf starke Rückschnitte reagieren Obstbäume mit starkem Wachstum. In den darauffolgenden Jahren müssen also weitere Schnittmaßnahmen folgen um die Triebe wie beim Erziehungsschnitt vorsichtig in Bahnen zu lenken. Einige Triebe sollte man stehen lassen um die Wuchskraft des Baumes in diese zu lenken. Man kann die verstärkte Wuchskraft alle paar Jahre auf neue Triebe umlenken und die alten Puffer-Triebe entfernen.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="ungepflegte-krone">Spezialfall: Ungepflegte Krone</h3>


<p>Es kommt immer häufiger vor, dass Obstbäume in Gärten zu selten oder gar nicht geschnitten werden. Zu selten wird das Wissen von der älteren Generation an die nächsten Generationen weiter gegeben. Manchmal vernachlässigen auch ältere Menschen den Garten und die Nachmieter besitzen noch kein entsprechendes Know-How.</p>



<p>Das Resultat sind ungepflegte Kronen, welche ihrer eigenen Struktur folgen, die eher auf stabiles und konkurrenzfähiges Wachstum, als auf Fruchtbildung ausgerichtet ist. Hier muss ein Verjüngungsschnitt durchgeführt werden. Es kommt jedoch hinzu, dass es in diesem Fall fast immer mehr als nur drei oder vier Leitäste gibt, die gerne auch einmal zu steil nach oben, zu flach oder quer durch die Krone wachsen.</p>



<p>Das Hauptziel in diesem Fall ist das Auslichten der Krone. Starke Äste sollten so sparsam wie möglich entfernt werden. Dabei muss stets auf jüngere Triebe abgeleitet werden. Fruchtäste werden auf höher stehende abgeleitet. Um zu starke Wuchsreaktionen zu vermeiden, sollte bei heftigen Schnittmaßnahmen über mehrere Jahre hinweg gearbeitet werden. Die Intensität darf dann von Jahr zu Jahr zunehmen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-1200x750.jpg" alt="Obstbaumschnitt" class="wp-image-13357" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>


<h2 class="wp-block-heading" id="vielfalt-erhalten">Vielfalt erhalten</h2>


<p>Das Weiterbestehen der Vielfalt unserer Obstgärten liegt uns GartenGnomen sehr am Herzen. Habt ihr eine Streuobstwiese, dann erhaltet diese bitte. Muss ein alter Baum gefällt werden, dann ersetzt diesen. Habt ihr genügend Platz zur Verfügung, dann Pflanzt früh genug Jungbäumchen. Diese sind bei solchen überlappenden Obstbaum-Generationen bereits größer und liefern Ernte, wenn alte Bäume weichen müssen.</p>



<p>Bitte wählt lokale und an das regionale Klima angepasste Sorten. Idealerweise bemüht ihr euch um seltene, erhaltenswerte Sorten. Oft gibt es lokale Vereine und Organisationen, die diesbezüglich gerne helfen werden. Alte Sorten, die aus der Region stammen sind hartnäckiger, kräftiger und weniger anfällig für Krankheiten und Parasiten.</p>



<p>Beim sanften Obstbaumschnitt wird mit dem Schneiden nicht übertrieben. Bäume mit Höhlen und Totholz geben vielen Tieren wertvollen Lebensraum. Ist ein Baum sehr alt und liefert kaum noch Ertrag, ist er vermutlich dennoch ein hervorragender Lebensraum für vielerlei Nützlinge und bedrohte Arten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-1200x750.jpg" alt="Streuobstwiese" class="wp-image-13363" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Allen, die sich weiterhin nicht so recht überwinden können, an ihren Obstbäumen die Säge anzusetzen, empfehle ich einen Obstbaumschnittkurs. Ich selbst habe einen Schnittkurs vom Biosphärenpark Wienerwald besucht und wurde nicht enttäuscht. Hier ein paar Beispiele (Wir freuen uns über weitere Tipps).</p>



<p><strong>Österreich</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.arche-noah.at/wissen/kurse-und-seminare/rund-ums-obst/obstbaum-schnitt-und-veredelung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Obstbaum-Schnittkurse des Verein „Arche Noah“</a></li><li><a href="https://www.bpww.at/search?text=obstbaumschnittkurs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Obstbaumschnittkurse im Biosphärenpark Wienerwald</a></li><li><a href="https://lfi.at/kurssuche+2500++1071028+2738?vt_call=1&amp;search_mode=simple&amp;BLD=&amp;ft_search=obstbaumschnittkurs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LFI-Obstbaumschnittkurse</a></li></ul>



<p><strong>Deutschland</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://obstbaumschnittkurse.jimdo.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Obstbaumschnittkurse: „Der naturgemäße Obstbaumschnitt“</a></li><li><a href="https://www.pomologen-verein.de/seminare/obstbaumschnitt-veredelung-ua.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schnittkurse des Pomologen-Vereins</a></li><li><a href="https://www.streuobst-mtk.de/category/veranstaltungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Main-Taunus Naturland und Streuobst e. V. Obstbaumschnittkurse</a></li></ul>
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		<title>Was bringt Gärtnern mit dem Mond?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jul 2017 14:41:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondkalender]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/mond/">Was bringt Gärtnern mit dem Mond?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dass der Mond durchaus einen Einfluss auf Mutter Erde hat, ist bekannt. Der Mond ist hauptverantwortlich für die Gezeiten und er schützt unseren Planeten vor Asteroiden-Einschlägen. Zudem haben sich viele Tiere in ihrem Rythmus offenbar auf den Mondzyklus abgestimmt. Der Volksglaube geht davon aus, dass die Pflanzenwelt ebenfalls vom Mond beeinflusst wird. So sollen sogar die Säfte in den Pflanzen direkt vom Mond angezogen werden. Ist das nur Esoterik, oder ist tatsächlich etwas dran am Mythos&nbsp;„Gärtnern mit dem Mond“?</p>



<span id="more-13103"></span>


<h2 class="wp-block-heading" id="mondzyklus-und-mondphase">Mondzyklus und Mondphase</h2>


<p>Gärtnern mit dem Mond ist ein umstrittenes Thema. <span style="font-size: revert;">Die Mondgärtnerei geht von der Annahme aus, dass der Mond nicht nur große Wassermassen, sondern auch die Pflanzensäfte beeinflusst. Hier spielt die Position des Mondes am Himmel eine wichtige Rolle.</span></p>



<p>Dabei gilt es zwischen Mondzyklus und Mondphase zu unterscheiden. Der siderische, also sternbezogene, <strong>Mondzyklus</strong> bezeichnet jene 27,3 Tage, an denen der Mond die Sternbilder durchläuft. Der Mondzyklus ist somit der Astrologie zuzuordnen. Die <strong>Mondphase</strong> bezeichnet die 29,5 Tage dauernde Umkreisung der Erde. Je nach seiner Position in Bezug zur Sonne wird der Mond unterschiedlich beleuchtet und erscheint für uns als Neumond, Sichelmond, Halbmond oder Vollmond.</p>



<p>Diese fünf&nbsp;Hauptrhythmen des Mondes werden immer wieder angeführt:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Synodisch</strong>: Der komplette Umlauf des Mondes um die Erde in ca. 29,5 Tagen.</li>



<li><strong>Anomalistisch</strong>: Die elliptische Bahn des Mondes (27,6 Tage).</li>



<li><strong>Siderisch</strong>: Der Durchlauf des Mondes vor den Sternbildern des astrologischen Tierkreises in etwa 27,3 Tagen.</li>



<li><strong>Tropisch</strong>: Aufsteigender und absteigender Mond in 27,3 Tagen mit Höchst- und Tiefststand.</li>



<li><strong>Draconisch</strong>: Das rückläufige Durchwandern der Schnittpunkte von scheinbarer Sonnenbahn und Mondbahn in 27,2 Tagen. Entstehung von Mond- und Sonnenfinsternissen.</li>
</ol>



<p>Glaubt man dem volkstümlichen Mondkalender, so soll man mit den Mondphasen säen, pflanzen und ernten. Teils gehen die Mondkalender aber sogar so weit, dass sie in Fruchttage, Wurzeltage, Blütentage oder Blatttage eingeteilt werden.</p>



<p>Hier gibt es bereits die ersten Logik- bzw. Verständnisprobleme. Egal ob es gerade Neumond oder Vollmond gibt, ob der Mond gerade im Zunehmen oder Abnehmen begriffen ist. Der Mond besitzt doch immer die gleiche Masse, denn er ist ja nicht fort, nur weil er gerade kein Sonnenlicht zu uns reflektiert. Weshalb sollte ein Vollmond also Pflanzensäfte bei Vollmond oder Neumond besonders stark ziehen?</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="wie-funktioniert-das-mit-den-gezeiten">Wie funktioniert das mit den Gezeiten?</h2>


<p>Betrachten wir kurz einmal, wie es sich mit den Gezeiten verhält: Bei Flut werden die Wassermassen des Meeres an die Küste gezogen. Bei Ebbe zieht die Anziehungskraft des Mondes das Wasser aufs offene Meer hinaus. Ebbe und Flut sind jedoch unterschiedlich stark, je nach aktueller Position des Mondes zur Erde. Bei Vollmond und Neumond gibt es eine besonders starke „Springtide“. Bei Halbmond gibt es eine schwache „Nipptide“. Woran liegt das. Hat der Vollmond etwa doch eine besonders starke Anziehungskraft?</p>



<p>Nein. Die Anziehungskraft des Mondes bleibt natürlich immer gleich groß. Lediglich die Position des Mondes zur Erde wird durch seine Mondphase auch sichtbar. Bei Neumond steht der Mond zwischen Sonne und Erde (Konjunktion), bei Vollmond steht die Erde zwischen Sonne und Mond (Opposition). Bei Halbmond hingegen stehen Sonne und Mond von der Erde aus gesehen im 90 Grad-Winkel zueinander. Die Mondphasen verdeutlichen somit tatsächlich die jeweils vorherrschende Stärke der Mond-Anziehungskraft im Verhältnis zur Sonne und in Bezug auf die Erde.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-1200x750.jpg" alt="" class="wp-image-13107" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p></p>


<h2 class="wp-block-heading" id="hat-der-mond-auswirkungen-auf-pflanzen">Hat der Mond Auswirkungen auf Pflanzen?</h2>


<p>Die Chronobiologie ist jene wissenschaftliche Richtung, die sich mit biologischen Rhythmen befasst. Dazu gehört die sogenannte innere Uhr, aber auch der&nbsp;Mondphasenzyklus spielt in der Biologie immer wieder eine Rolle. Fraglich ist jedoch noch immer, ob auch Pflanzen der Wirkung des Mondes unterworfen sind. Das Hauptproblem liegt darin, dass bei Pflanzen bisher noch keine zentrale Steuerung einer inneren Uhr entdeckt werden konnte. Es wird allerdings vermutet, dass es hierfür mehrere Mechanismen gibt, die über die komplette Pflanze verteilt sind.</p>



<p>Das letzte Wort dazu ist also noch nicht gesprochen. Studien zum Thema gibt es leider nicht viele. Dafür aber gibt es eine große Menge an Büchern und Websites vollgestopft mit Aberglaube, Halbwahrheiten und viel esoterischen Theorien.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="studie-vonnbspdr-hartmut-spiess">Studie von Dr. Hartmut Spieß</h3>


<p>Dr. Hartmut Spieß vom Institut für Biologisch-Dynamische Forschung führte auf dem Dotterfelderhof in&nbsp;Bad Vilbel zwischen 1977 und 1986 einige mehrjährige Versuchsreihen zum Thema an Kulturpflanzen durch. Seine Ergebnisse wurden unter dem Titel&nbsp;„Chronobiologische Untersuchungen mit besonderer Berücksichtigung lunarer Rhythmen im biologisch-dynamischen Pflanzenbau“ veröffentlicht.</p>



<p>Spieß fand heraus, dass es kaum Übereinstimmungen seiner Ergebnisse mit dem Mond-Aussaatkalender, der sich am siderischen Mondzyklus orientiert, gibt. Dennoch zeigte sich, dass die Pflanzen durchaus auf die übrigen Mondzyklen reagierten. Dabei stellte Dr. Hartmut Spieß beispielsweise fest, dass man Roggen am Besten kurz vor dem Vollmond aussät. Auch bei Karotten (Möhren) zeigte sich, dass diese bei einer Aussaat bis drei Tage vor dem Vollmond Mehrerträge lieferten und haltbarer waren. (<a href="http://www.biodynamic-research.net/rf/rhy/kkr" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>



<p>2006 hielt Dr. Hartmut Spieß einen Vortrag vor dem Obst- und Gartenbauverein Hendungen. Hier relativierte er die Ergebnisse seiner Studien: „Es gibt kein Patentrezept“. In 15 Jahren Forschungsarbeit habe er lediglich folgendes erkannt:&nbsp;„Der Mond hat Einfluss auf das Pflanzenwachstum“ – „In ein Schema pressen lässt sich das Ganze allerdings nicht“. (<a href="http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Dr-Spiess-Es-gibt-kein-Patentrezept;art777,926973" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="weitere-studien">Weitere Studien</h3>


<p>Der&nbsp;Biologe Peter Barlow von der Universität Bristol untersuchte Daten über die Bewegungen von Bohnen und anderen Gewächsen, die seit 1920 in Großbritannien gesammelt wurden. Dabei stellte er fest, dass sich die Blätter nicht nur nach der Sonne ausrichten, sondern dass es auch im Dunkeln Bewegungsrythmen zum Verlauf des Mondes gibt. Sobald die Gezeiten sich änderten, änderte sich auch die Stellung der Blätter. Der Forscher vermutet, dass die Schwerkraft des Mondes das Wasser der Pflanze anzieht. (<a href="http://www.geo.de/natur/naturwunder-erde/448-rtkl-botanik-richten-baeume-ihre-blaetter-nach-dem-mond-aus" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>



<p>Die Biologinnen Catarina Rydin und&nbsp;Kristina Bolinder von der Universität Stockholm fanden heraus, dass die Meerträubel-Art <em>Ephedra foeminea</em>&nbsp;dem Mondzyklus auf ganz besondere Weise folgt. Diese Pflanze beginnt seine Bestäubung exakt bei Vollmond im Juli. (<a href="https://www.newscientist.com/article/dn27277-werewolf-plant-waits-for-the-light-of-the-full-moon/" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="funktioniert-gaertnern-mit-dem-mond">Funktioniert Gärtnern mit dem Mond?</h2>


<p>Die Studien zeigen eindeutig, dass der Mond durchaus Einfluss auf Pflanzen hat. Fraglich ist jedoch, wie groß dieser Einfluss ist und was nun tatsächlich hilft. Die Erkenntnisse scheinen nicht für alle Pflanzenarten gleichermaßen zu gelten, sondern unterscheiden sich von Pflanze zu Pflanze.</p>



<p>Definitiv Humbug ist Gärtnern nach dem siderischen Mondzyklus, also dem Durchlauf des Mondes durch die Sternbilder. Weder konnten Studien die Zeitpunke bestätigen, noch gibt es einheitliche Sternbilddeutungen. Die astrologischen Mondkalender mit ihren Aussaat-Zeiten, Ernte-Empfehlungen, etc. unterscheiden sich sogar untereinander.</p></div>
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		<title>Marienkäfer: Geliebte Helfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2017 13:14:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tiere im Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Marienkäfer]]></category>
		<category><![CDATA[Marienkäferlarve]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeder von uns kennt Marienkäfer. Diese kleinen, halbkugeligen roten Käfer mit den schwarzen Punkten. Vielen ist auch bekannt, dass die Käfer wahre Blattlaus-Vernichter sind. Weniger bekannt ist jedoch, dass es auch Marienkäfer mit anderen Farben gibt, dass heimische Marienkäfer bedroht sind und wie eine Marienkäferlarve aussieht. Das Leben eines Marienkäfers: Vom Ei bis zum Käfer [&#8230;]</p>
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<p>Jeder von uns kennt Marienkäfer. Diese kleinen, halbkugeligen roten Käfer mit den schwarzen Punkten. Vielen ist auch bekannt, dass die Käfer wahre Blattlaus-Vernichter sind. Weniger bekannt ist jedoch, dass es auch Marienkäfer mit anderen Farben gibt, dass heimische Marienkäfer bedroht sind und wie eine Marienkäferlarve aussieht.<br></p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="das-leben-eines-marienkaefers-vom-ei-bis-zum-kaefer">Das Leben eines Marienkäfers: Vom Ei bis zum Käfer</h2>


<p>Wer im Garten aufmerksam ist, der findet nicht nur die kleinen Käfer. Die Glücksbringer hinterlassen auch überall ihre Spuren. Die leuchtend gelben Eier sind unverkennbar. Die gefräßigen Larven sehen nicht nur gefährlich aus, sie sind auch der Tod vieler tausender Blattläuse. Die Puppen leuchten auf den Blättern und kündigen den kommenden Marienkäfer an.</p>



<p>Ein Käferleben beginnt mit einem gelben Ei unter vielen. Zwischen Ende April und Anfang Mai legt ein Marienkäfer-Weibchen bis zu 400 Eier ab. Das geschieht verteilt in Grüppchen von 10 bis 60 Stück. Man findet diese Gelege meist an Blattunterseiten, an Nadeln, aber auch in Rinden-Ritzen nahe der Nahrung.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefereier-01.jpg" alt="" class="wp-image-13013" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefereier-01.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefereier-01-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefereier-01-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefereier-01-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefereier-01-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Marienkäfer Eier an der Unterseite eines Blattes.</figcaption></figure>



<p>Die Eier benötigen etwa fünf bis zehn Tage zur Entwicklung. Gegen Ende der Entwicklung verfärben sich die Eier zu einem graugelben Farbton. Teilweise sieht man bereits die Larven durchscheinen. Kurz darauf schlüpfen die Marienkäferlarven alle gleichzeitig. Etwa einen Tag lang verharren die kleinen Larven noch auf ihren Eiern um sich vollständig auszudehnen und ihre Hülle erhärten zu lassen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-04.jpg" alt="" class="wp-image-13026" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-04.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-04-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-04-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-04-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-04-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Marienkäfer-Larve</figcaption></figure>



<p>Danach verteilen sich die kleinen Tierchen über die Pflanze und in der gesamten Umgebung. Während des Larvenstadiums von&nbsp;30 bis 60 Tagen wachsen die Marienkäferlarven. Da ihre starre Haut ein Ausdehnen nicht erlaubt, müssen sie sich in dieser Zeit je nach Art drei bis vier Mal häuten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-05.jpg" alt="" class="wp-image-13035" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-05.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-05-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-05-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-05-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-05-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Die Häutung einer Marienkäferlarve.</figcaption></figure>



<p>Marienkäferlarven sehen je nach Art und Entwicklungsgrad etwas unterschiedlich aus. Sie sind zwischen&nbsp;1,5 und 15 Millimeter lang. Meist sind die Larven Schwarz, blaugrau, braun oder manchmal sogar gelb gefärbt. Typisch sind gelbe oder orangefarbene Flecken. Manche Larven sind glatt, andere haben schwarze oder rote&nbsp;„Warzen“ über den Körper verteilt und einige besitzen sogar Auswüchse, die wir Dornen aussehen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-03.jpg" alt="" class="wp-image-13016" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-03.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-03-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-03-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-03-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-03-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Marienkäferlarve</figcaption></figure>



<p>Die Larven sind gefräßige Räuber. Hauptsächlich ernähren sich Marienkäfer als Larve wie auch als Käfer von Blattläusen und Schildläusen. Gibt es genügend Läuse, fressen die Larven bis zu 50 Stück pro Tag. In einem gesamten Marienkäferleben werden so mehrere Tausend Läuse vertilgt. Deshalb zählen Marienkäfer unter Gärtnern und bei Landwirten als besonders hilfreiche und wertvolle Nützlinge. Daneben vertilgen Marienkäfer Spinnmilben, Wanzen, Blattwespen und mehr.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-02.jpg" alt="" class="wp-image-13015" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-02.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-02-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-02-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-02-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-02-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Marienkäferlarve</figcaption></figure>



<p>Es gibt sogar Arten, die sich wie der Sechzehnpunkt und der Zweiundzwanzigpunkt Marienkäfer von Schimmelpilzen wie zB. Mehltau ernähren. Andere Arten, wie der Vierundzwanzigpunkt Marienkäfer ernähren sich pflanzlich. Wenn Nahrung knapp wird, dann ernähren sich jedoch auch räuberische Nützlinge von pflanzlicher Nahrung wie Früchten oder Pollen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-01.jpg" alt="" class="wp-image-13014" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-01.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-01-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-01-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-01-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaeferlarve-01-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Marienkäferlarve</figcaption></figure>



<p>Schließlich klebt sich die Larve mit dem Hinterleib an ein Blatt. Nun verpuppt sich die Marienkäferlarve in einer Mumienpuppe. Das ist übrigens recht ungewöhnlich für Käfer. Die Puppe kann gelb, orangefarben, dunkelbraun, hellbraun, rotbraun oder grau sein. Die Farbe wird dabei auch von der Umgebungstemperatur beeinflusst. Die Mumienpuppe des Marienkäfers bleibt beweglich. Berührt man die Puppe, so richtet sich sich auf. Je weiter entwickelt die Puppe ist, desto kräftiger wird ihre Farbe.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-01.jpg" alt="" class="wp-image-13012" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-01.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-01-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-01-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-01-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-01-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Marienkäfer-Puppe</figcaption></figure>



<p>Nach&nbsp;sechs bis neun Tagen schlüpft der fertige Käfer. Kurz nach dem Schlüpfen ist der Käfer noch hell gefärbt und meist sind noch keine Flecken sichtbar. Erst muss er sich noch dehnen und härten. Nach ein paar Stunden zeigt sich die eigentlich Farbgebung und auch die Punkte werden sichtbar.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-02.jpg" alt="" class="wp-image-13034" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-02.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-02-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-02-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-02-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-puppe-02-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Marienkäfer-Puppen und frisch geschlüpfter Marienkäfer.</figcaption></figure>



<p>Marienkäfer vermehren sich in unserem Klima üblicherweise zweimal im Jahr. Die zweite Generation schlüpft zwischen Juli und August. Die Käfer überwintern. Dazu suchen sie gerne Zuflucht an Hausfassaden oder im Gebäude-Inneren. Im Frühjahr werden diese Käfer dann die Eier für die erste Generation des Neuen Jahres legen. Meist leben die Käfer nicht länger als ein Jahr.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="die-bunte-vielfalt-der-marienkaefer">Die bunte Vielfalt der Marienkäfer</h2>


<p>Marienkäfer werden aufgrund ihrer Nützlichkeit geschätzt, weshalb sie auch als Glückssymbol gelten. Es gibt einen unglaublichen Artenreichtum. Alleine in Europa gibt es 75 Gattungen mit über 200 Arten und Unterarten. Weltweit gibt es über 6.000 Arten. Marienkäfer begegnen uns somit in den unterschiedlichsten Farbgebungen und mit vielen verschiedenen Punktzahlen. Die Benennung der Käfer findet häufig nach der Punktzahl statt, die allerdings nicht bei jedem Käfer einer Art tatsächlich dieser Zahl entspricht.</p>



<div class="wp-block-image wp-image-13009 size-large"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-03.jpg" alt="" class="wp-image-13009" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-03.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-03-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-03-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-03-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-03-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Siebenpunkt-Marienkäfer</figcaption></figure></div>



<p>Besonders bekannt als heimischer Marienkäfer ist der Siebenpunkt-Marienkäfer. Seitdem die asiatischen Harlekin-Marienkäfer in Europa als Schädlingsbekämpfer freigelassen wurden, werden heimische Arten leider dezimiert. Die Asiatischen Marienkäferlarven fressen leider auch Eier, Larven und Puppen anderer Marienkäferarten.&nbsp;Diese Marienkäfer erkennt man am M-förmigen Muster am Kopfschild sowie an den meist 19 Punkten.</p>



<div class="wp-block-image wp-image-13008 size-large"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-02.jpg" alt="" class="wp-image-13008" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-02.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-02-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-02-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-02-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-02-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Asiatischer Harlekin-Marienkäfer</figcaption></figure></div>



<p>Eine Art, die sich bei uns im Garten seit Jahren häufig zeigt, ist die schwarze Variante des <a href="https://www.gartengnom.net/schwarze-zweipunkt-marienkaefer/">Zweipunkt-Marienkäfers</a>. Sie haben sich bei uns bisher als sehr hilfreich hervorgetan, indem sie zum Beispiel in großer Zahl <a href="https://www.gartengnom.net/marienkaefer-gegen-tannenstammlaeuse/">Tannenstammläuse bekämpft</a> haben.</p>



<div class="wp-block-image size-large wp-image-13010"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-04.jpg" alt="" class="wp-image-13010" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-04.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-04-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-04-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-04-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-04-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Schwarze Variante des Zweipunkt Marienkäfers.</figcaption></figure></div>



<p>Auch der Sechzehnfleck-Marienkäfer zeigte sich bereits bei uns im Garten und wir hoffen, dass er sich öfter bei uns zeigt. Anders als viele andere Artgenossen ernähren sich diese Marienkäfer nicht von Blattläusen, sondern von Pilzen wie Mehltau. Tauchen diese Helfer auf, können sie Mehltaubefall von Pflanzen rasch abwenden.</p>



<div class="wp-block-image size-large wp-image-13017"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1280" height="800" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-06.jpg" alt="" class="wp-image-13017" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-06.jpg 1280w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-06-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-06-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-06-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/marienkaefer-06-1080x675.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /><figcaption>Sechzehnfleckiger Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata), auch Sechzehnfleckiger Pilz-Marienkäfer genannt.</figcaption></figure></div>



<p>Wie du Marienkäfer anlockst erfährst du im Artikel:&nbsp;„<a href="https://www.gartengnom.net/marienkaefer-blattlaeuse/">Marienkäfer zur Blattlausbekämpfung anlocken</a>“.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="feinde-von-marienkaefern">Feinde von Marienkäfern</h2>


<p>Marienkäfer haben einige natürliche Feinde wie die&nbsp;Marienkäfer-Brackwespe, die als Parasit vom Marienkäfer lebt, bis sie schlüpft. Viel häufiger trifft man aber auf&nbsp;Ameisen, die die Blattläuse melken und beschützen. Somit gehören Marienkäfer zu den erklärten Feinden der Ameise und werden daher auch bekämpft.Marienkäferlarven besitzen daher einen Panzer aus Wachs, der gegen Ameisen einen gewissen Schutz bietet. Auch Vögel, Frösche und Reptilien verspeisen manchmal die doch sehr bitter schmeckenden Käfer.</p>



<p>Auch&nbsp;asiatische Marienkäfer&nbsp;können wie erwähnt durch ihre rasche Vermehrung und das sehr rasche Vertilgen von Futterquellen zu einer Bedrohung für einheimische Marienkäfer-Populationen werden. Ein großes Problem für einheimische Marienkäfer ist, dass die asiatischen Käfer in ihren Körperflüssigkeiten auch Mikrosporiden, also pilzähnliche Einzeller, tragen. Die asiatischen Marienkäfer sind gegen diese Parasiten immun, allerdings finden sie sich auch in den Eiern der Käfer. Frisst nun ein einheimischer Käfer die Eier, was durchaus häufig vorkommt, so infiziert er sich und stirbt (Quelle: <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article116267456/Wie-asiatische-Marienkaefer-deutsche-Verwandte-toeten.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Welt</a>).</p>
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		<title>Kriegsschauplatz Garten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 May 2017 20:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Uns ist es schon lange klar, aber wie uns besonders bei langen Diskussionen über unsere Leidenschaft zum Naturgarten auffällt, haben es viele noch nicht begriffen. So ungern es manche von uns wahr haben wollen: Wir sind nur Gast in unserem eigenen Garten. Gärten sind rund um den Globus in vielen Ländern ein wichtiges Element der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Uns ist es schon lange klar, aber wie uns besonders bei langen Diskussionen über unsere Leidenschaft zum Naturgarten auffällt, haben es viele noch nicht begriffen. So ungern es manche von uns wahr haben wollen: Wir sind nur Gast in unserem eigenen Garten.<span id="more-4142"></span></p>
<p>Gärten sind rund um den Globus in vielen Ländern ein wichtiges Element der Kultur und haben teils extreme Ausprägungen erfahren. Viel zu oft geht es dabei aber um den Versuch, die Natur in Schranken zu weisen und unter Kontrolle zu bringen.</p>
<p>Tiere werden als allgegenwärtiger Feind betrachtet und mit allen Mitteln fern gehalten oder bekämpft. Es erschreckt mich immer wieder, wie wenige Gartenbesitzer noch fähig sind, eine Biene von einer Wespe zu unterscheiden. Marienkäfer werden geliebt, aber deren ebenfalls ungemein nützlichen Larven werden aus purer Unwissenheit getötet. Larven von Rosenkäfern werden zuhauf getötet, obwohl sie ideale Helfer bei der Herstellung von Kompost sind.</p>
<p>Aber auch Pflanzen sind vor Verfolgung und Vernichtung nicht gefeit. Überleben darf nur, wer den menschlichen Eigentümern gefällig ist. Besonders dem Wunsch nach dem perfekten Rasen fallen unzählige, teils seltene Pflanzen zum Opfer. Begrenzt wird dieses uniforme grüne Rechteck dann von Thujenhecken. Ein solcher Garten ist ziemlich tot und bietet kaum einem Tier einen Lebensraum.</p>
<p>Lediglich sogenannte Schädlinge sowie Krankheiten machen sich über diese Monokultur her und können sich dort bestens in allen Richtungen ausbreiten. Das natürliche Gleichgewicht ist ausgehebelt. Die stolzen Gartenbesitzer wundern sich, sprühen Gift und streuen Chemie. Dadurch wird es auf Dauer allerdings nur noch schlimmer.</p>
<p>Am Ende ähnelt der Garten Vieler eher einem Kriegsschauplatz, als einer Erholungs-Oase. Es werden Fallen gestellt, Gift gestreut und gesprüht, gerupft und ausgestochen, abgeflämmt, mit Spülmittel besprüht, gesalzen, zerhackt, gezupft und beschnitten, mit Planen abgedeckt, mit Kies beschüttet oder sogar zubetoniert. Ja – es gibt sogar Gartenbesitzer, die ihren Garten aller Natur berauben, indem sie den Boden komplett mit Beton oder künstlichem Plastikrasen versiegeln.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-12942" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-1200x488.jpg" alt="" width="1080" height="439" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-1200x488.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-743x302.jpg 743w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-1080x439.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<h2>Wozu hast du eigentlich einen Garten?</h2>
<p>Ist ein Garten nun Anbaugebiet oder dient zur Nutztierhaltung? Dient er sportlichen Aktivitäten oder soll er optisch einem bestimmten Idealbild entsprechen? Ist der eigene Garten eine Erweiterung des Wohnbereichs, soll er die wilde Natur nachbilden oder gar der Arterhaltung dienen? Diese Zwecke unserer Gärten lassen sich wohl endlos fortführen und miteinander – zumindest teilweise – kombinieren.</p>
<p>Was wir Menschen aber gerne vergessen ist, dass wir selbst nur ein Teil dieser Welt und der Natur unseres Heimatplaneten sind. Der Grund auf dem sich Haus und Garten befinden gehört uns nur in der Welt der Menschen. In Wahrheit aber gehört uns nichts davon.</p>
<p>Der Garten gehört den Pflanzen, den Tieren und dem Wetter. Weder sollten wir dem Irrglauben erliegen, all das aussperren zu können, noch sollten wir der Versuchung nachgeben, es zu probieren. Ein Zaun ist nicht nur Sicht- und Windschutz, er kann auch Tiere wie Igel ein- oder aussperren. Ein kurz geschorener Rasen oder eine Thujen-Hecke bietet nur sehr wenigen Lebewesen ein Zuhause. Kiesgärten können in größerem Ausmaß sogar das Klima einer Region merklich ändern.</p>
<p>Wer es rein praktisch sehen will: Vögel mit Nistkästen und Fütterung in den Garten zu locken kommt auf Dauer günstiger, als laufend teure Pestizide zu kaufen. Kompost anzulegen rechnet sich mehr, als teuren Kunstdünger zu streuen. Faul zu sein und die Natur einfach mal machen und wachsen zu lassen stärkt das natürliche Gleichgewicht durch lebendige Vielfalt. So gibt es viel weniger Probleme und Schäden im Garten. Es ist immer einfacher mit der Natur zu arbeiten, als gegen sie anzukämpfen.</p>
<p>Unser Garten bringt große Verantwortung mit sich. Dieser Verantwortung sollten wir uns bewusst werden und wir sollten uns im Klaren darüber sein, dass wir mit diesem Stück Land Gutes, aber auch Böses tun können. Wir Garten-„Besitzer“ haben es in der Hand.</p>
<p>Linktipps</p>
<ul>
<li><a href="http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-dortmund/video-steine-im-garten---unoekologischer-gehts-nicht-mehr--100.html" target="_blank" rel="noopener">WDR – Steine im Garten. Unökologischer gehts nicht mehr.</a></li>
<li><a href="http://www.huffingtonpost.de/2017/01/13/vogelsterben-deutschland-artenschutz-tierschutz_n_14143960.html" target="_blank" rel="noopener">HuffingtonPost: Hipster-Gärten und Glyphosat</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/kriegsschauplatz-garten/">Kriegsschauplatz Garten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
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		<title>Video: Maulwurfvertreibung einmal anders…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 May 2017 17:09:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buch und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Maulwurf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Katze in diesem Video scheint es mit der Jagd auf einen Maulwurf nicht allzu ernst zu meinen. Immerhin scheint die Katze in diesem kurzen Videoclip praktisch veranlagt zu sein.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Freilaufende Katzen fordern leider viel zu oft ihren Tribut und töten allerlei gefährdete Tiere wie Singvögel oder auch Maulwürfe. Die Katze in diesem Video scheint es mit der Jagd auf den Maulwurf aber nicht allzu ernst zu meinen. Immerhin scheint die Katze in diesem kurzen Videoclip praktisch veranlagt zu sein. Mehr wollen wir nicht verraten – seht einfach selbst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/maulwurf-katze/">Video: Maulwurfvertreibung einmal anders…</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
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		<title>Monsantos neues Roundup ohne Glyphosat ist Essig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 21:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Essig]]></category>
		<category><![CDATA[Essigsäure]]></category>
		<category><![CDATA[Glyphosat]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>
		<category><![CDATA[Roundup]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 19. Dezember 2016 wurde ein neues Pestizid von Scotts Celaflor, einem Tochterunternehmen von Monsanto zugelassen. Unter dem Namen „Roundup AC“ wird nun ein Herbizid ohne den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat verkauft. Wir wollten wissen, durch welchen Wirkstoff es ersetzt wurde und haben recherchiert. Roundup ohne Glyphosat? Alles in Essig! In einem vorangegangenen Bericht haben wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Dezember 2016 wurde ein neues Pestizid von Scotts Celaflor, einem Tochterunternehmen von Monsanto zugelassen. Unter dem Namen „Roundup AC“ wird nun ein Herbizid ohne den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat verkauft. Wir wollten wissen, durch welchen Wirkstoff es ersetzt wurde und haben recherchiert.<span id="more-5972"></span></p>
<h2>Roundup ohne Glyphosat? Alles in Essig!</h2>
<p>In einem <a href="https://www.gartengnom.net/glyphosat/">vorangegangenen Bericht</a> haben wir bereits gegen das Herbizid „Roundup“ und den darin enthaltenen Wirkstoff„Glyphosat“ gewettert. Da der Wirkstoff für den Garten eigentlich gar nicht zugelassen ist und auch sonst immer mehr Stimmen gegen Roundup laut werden, gibt es nun ein neues Produkt auf dem Markt, das laut Verpackung ohne den in Verruf geratenen Wirkstoff auskommt.</p>
<p>Die Verpackung sieht haargenau so aus, wie die seiner Glyphosat-haltigen Geschwister. Lediglich ein kleiner gelber Aufdruck in einer Ecke des Etiketts des neuen „Roundup AC“ verrät, dass es sich hier um eine Version ohne Glyphosat handelt.</p>
<p>Wodurch aber wurde Glyphosat ersetzt? Ganz einfach: Essigsäure. In stark verdünnter Form ist es schlichtweg Essig.</p>
<p>Monsanto lässt sich die Essigsäure wahrlich vergolden. Etwa 9 Euro kostet der Liter. Kauft man Essigsäure im Handel, kostet der Liter nur etwa 2,50 Euro, also weniger als ein Drittel des Roundup-Preises!</p>
<h2>Weshalb lenkt Monsanto ein?</h2>
<p>Hat Monsanto inzwischen etwa selbst eingesehen, dass Glyphosat gefährlich ist und lenkt nun ein? <a href="http://gmwatch.org/en/news/latest-news/17598" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegenüber GMWatch äußerte sich dazu Helmut Burtscher</a>, Biochemiker bei GLOBAL 2000. Monsanto konnte laut Burtscher vor Gericht nicht bestätigen, dass Roundup keinen Krebs auslöse, da die komplette Formel nie geprüft wurde. Scotts habe nun den Markennamen Roundup wohl deshalb verwendet, da Kunden mit Roundup eine größere Effektivität als mit Essig assoziieren dürften.</p>
<p>Der Verdacht liegt allerdings nahe, dass Monsanto wie bei Roundup üblich, nicht nur den Wirkstoff alleine arbeiten lässt, sondern noch eine Reihe weiterer Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Diese Hilfsstoffe müssen, da es sich nicht um den eigentlichen Wirkstoff handelt, auch nicht im Datenblatt angegeben werden. Beim herkömmlichen Roundup ist besonders das beigesetzte Benetzungsmittel ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.</p>
<p>Im voran erwähnten Interview mit Helmut Burtscher meinte dieser auch, dass es sich um eine Win-Win-Situation handeln könnte, wenn Scotts die Ungefährlichkeit der beigesetzten Hilfsstoffe belegen könne. Das ist bisher allerdings nicht geschehen.</p>
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		<title>Gibt es tatsächlich blaue Erdbeeren?</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/blaue-erdbeeren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 21:27:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzen und Pilze]]></category>
		<category><![CDATA[Blaue Erdbeere]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeeren]]></category>
		<category><![CDATA[Fake]]></category>
		<category><![CDATA[Hoax]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit längerem preisen diverse Online-Werbungen eine blaue Erdbeer-Züchtung mit Namen wie zum Beispiel „African Blue“ an. Doch gibt es diese seltenen blauen Erdbeeren tatsächlich? Wir haben recherchiert und die Antwort in diesem Artikel zusammengefasst. Blaue Erdbeeren: Hoax oder Realität? Im Netz finden sich mehrere Angebote, in denen man Saatgut für die ominösen blauen Erdbeeren zu horrenden Preisen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit längerem preisen diverse Online-Werbungen eine blaue Erdbeer-Züchtung mit Namen wie zum Beispiel „African Blue“ an. Doch gibt es diese seltenen blauen Erdbeeren tatsächlich? Wir haben recherchiert und die Antwort in diesem Artikel zusammengefasst.<span id="more-4250"></span></p>
<h2>Blaue Erdbeeren: Hoax oder Realität?</h2>
<p>Im Netz finden sich mehrere Angebote, in denen man Saatgut für die ominösen blauen Erdbeeren zu horrenden Preisen erstehen kann. In der Beschreibung wird oft erklärt, dass es sich um genetisch veränderte Pflanzen handle. Angeblich wurden den Erdbeer-Pflanzen Flunder-Gene hinzugefügt um diese resistenter gegen Frost zu machen. Teils wird auch ein leichter Fisch-Geschmack der GVO-Erdbeere erwähnt. Besonders wichtig ist aber, dass es durch die Genmanipulation zu einer intensiven Blaufärbung komme.</p>
<p>Stimmt das nun alles? Gibt es tatsächlich blaue Erdbeeren? Die Antwort ist ganz einfach: Es handelt sich hierbei um einem Hoax, also um einen Schwindel bzw. Scherz. Wie bei unserem Beitrag sind auch alle übrigen Bilder im Web mittels Photoshop umgefärbt worden.</p>
<p>Allerdings muss erwähnt werden, dass es tatsächlich eine genetisch modifizierte „<a href="http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/genforschung/-/journal_content/56/12054/61957/Gentechnologie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flunderbeere</a>“ gibt. Durch Fisch-Gene werden diese Erdbeeren widerstandsfähiger gegen Frost. Blau ist die GVO-Erdbeere allerdings nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-12659" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/blaue-erdbeeren-02-1200x750.jpg" alt="" width="1080" height="675" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/blaue-erdbeeren-02-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/blaue-erdbeeren-02-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/blaue-erdbeeren-02-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/blaue-erdbeeren-02-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/blaue-erdbeeren-02.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<h2>Kauft keine Fake-Samen!</h2>
<p>Einmal abgesehen davon, dass nahezu alle GVO-Sorten in der EU verboten sind und man ohnehin die Finger von genmanipulierten Pflanzen lassen sollte. Auch die Einfuhr von Pflanzen und Saatgut aus anderen Ländern ist meist verboten oder bedarf einer Genehmigung.</p>
<p>Ich habe auch bereits <a href="https://www.gutefrage.net/frage/ich-habe-aus-china-blaue-erdbeeren-samen-gekauft-sie-gepflanzt-und-jetzt-ist-so-ein-komisches-baum-kraut-gemisch-gekommen-kann-mir-jemand-sagen-was-das-ist?foundIn=by-answer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berichte von Käufern</a> entdeckt, die sich Samen von angeblichen blauen Erdbeeren aus China senden ließen. Was im Topf gewachsen ist, war dann allerdings Amaranth.</p>
<p>Bitte fallt nicht auf Online-Angebote für blaue Erdbeeren herein. Sollte man nach der Bestellung überhaupt etwas erhalten, werden es im besten Fall Samen normaler Erdbeeren sein. Kostbares Geld kann man sicherlich sinnvoller ausgeben!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/blaue-erdbeeren/">Gibt es tatsächlich blaue Erdbeeren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
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