<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Grundlagen und Themen Archive - GartenGnom</title>
	<atom:link href="https://www.gartengnom.net/themen/grundlagen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.gartengnom.net/themen/grundlagen/</link>
	<description>Im Naturgarten zuhause!</description>
	<lastBuildDate>Sun, 06 Apr 2025 17:03:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>

<image>
	<url>https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/cropped-Avatar-512-32x32.png</url>
	<title>Grundlagen und Themen Archive - GartenGnom</title>
	<link>https://www.gartengnom.net/themen/grundlagen/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Tipps für den Pflanzenkauf: Was sollte man beachten?</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/pflanzenkauf/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/pflanzenkauf/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pandea]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Apr 2018 20:44:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=13573</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Gärtnerei sehen Pflanzen auf den ersten Blick wunderschön, perfekt und gesund aus. Besonders von der großen Masse und Auswahl an berauschenden Blüten, Düften, Formen und Farben wird man schnell überwältigt. Kauft man aber Pflanzen, die viele Jahre, ja vielleicht sogar Jahrzehnte Freude bringen sollen, dann empfiehlt es sich, einen genaueren Blick zu riskieren. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/pflanzenkauf/">Tipps für den Pflanzenkauf: Was sollte man beachten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Gärtnerei sehen Pflanzen auf den ersten Blick wunderschön, perfekt und gesund aus. Besonders von der großen Masse und Auswahl an berauschenden Blüten, Düften, Formen und Farben wird man schnell überwältigt. Kauft man aber Pflanzen, die viele Jahre, ja vielleicht sogar Jahrzehnte Freude bringen sollen, dann empfiehlt es sich, einen genaueren Blick zu riskieren.</p>
<p>In diesem Artikel will ich ein paar hilfreiche Tipps und Tricks für den Pflanzenkauf zusammenfassen.</p>
<p><span id="more-13573"></span></p>
<h2>1. Der richtige Zeitpunkt</h2>
<p>Frühling und Herbst sind die sinnvollsten Pflanzzeiten, auch wenn es in den Gartencentern auch über das restliche Jahr stets unzählige Pflanzen zu kaufen gibt.</p>
<p>Einjährige Pflanzen wie zum Beispiel Kräuter kann man oft schon im Februar beim Supermarkt um die Ecke erstehen. Für das Fensterbrett in der Küche ist das auch ok. Ins Freie sollte man diese Pflanzen aber hierzulande besser erst nach den <a href="https://www.gartengnom.net/eisheilige/">Eisheiligen</a> setzen. Es empfiehlt sich also nicht zu früh zuzuschlagen, wenn man nicht gerade über einen Wintergarten oder ein Glashaus verfügt, in dem man die Zeit überbrücken kann.</p>
<p>Gehölze und Stauden können zwar von Frühling bis Sommer gepflanzt werden. Es empfiehlt sich trotzdem in erster Linie der Herbst und als zweitbeste Möglichkeit der Frühling als idealste Pflanzzeit. Zur Herbstpflanzung ist der Boden noch warm und das Wurzelwachstum kann sofort einsetzen. Im Frühling sind die frisch gesetzten Pflanzen dann bereits fest verwurzelt und haben damit einen Startvorteil. Wurzelnackte Ware wie Obstbäumchen oder Rosen werden nur im Herbst gepflanzt.</p>
<h2>2. Planung und Information</h2>
<p>Sind Pflanzen für das eigene Klima im Garten geeignet? Welche Standorte stehen den Pflanzen zur Verfügung? Brauche ich ungiftige Pflanzen für Kinder und Haustiere? … Vor einem Pflanzeneinkauf sollte man idealerweise zuhause einmal Vorbereitungen treffen. Wer vorher gut plant und Listen anfertigt, kann daheim in aller Ruhe recherchieren und sich noch einmal die möglichen Standorte im Garten vor Ort ansehen.</p>
<p>Sobald man einmal in der Gärtnerei steht, lädt eine Übermacht an vielerlei Blüten und üppigem Blattwerk zu Spontankäufen ein. Daheim angekommen steht man im schlechtesten Fall mit völlig ungeeigneten Pflanzen da, für die man erst einmal einen halbwegs brauchbaren Standort finden muss.</p>
<p>Sollte man sich doch vor Ort noch einmal informieren müssen, dann findet man in guten Gärtnereien auch stets die nötige Beratung. Leider gibt es aber nicht überall die gewünschte Fachberatung oder die Mitarbeiter im Gartencenter sind mit dem Ansturm der Einkäufer zur Pflanz-Saison schlichtweg überfordert. In diesem Fall sind Smartphone und mobiles Internet unsere Freunde.</p>
<p>Dann gibt es auch noch diese kleinen Pflanzenschildchen, die nicht nur Bild und Name der Pflanze aufgedruckt haben, sondern auch noch weitere Informationen. Üblicherweise findet man darauf auch noch Informationen zu Pflanzzeit, Wuchshöhe, Blütezeit, Blütenfarbe und zum Standort. Diese Angaben sind leider eher Richtwerte und oft nur ungenau oder auch gar nicht brauchbar. Ja – es kommt sogar oftmals vor, dass sich sogar der deutsche Pflanzenname als falsch herausstellt. Wenn wir es wirklich genau wissen wollen, suchen wir im Internet nach dem ebenfalls angegebenen lateinischen Namen und gelangen so zu wirklich brauchbaren Informationen.</p>
<h2>3. Die Pflanze über der Erde</h2>
<p>Keine Sorge, eine Pflanze muss beim Kauf nicht perfekt aussehen. Einzelne abgeknickte Triebe oder vereinzelte welke Stellen sind kein Problem, solange die Pflanze selbst kräftig und gesund ist.</p>
<p>Kränkliche Pflanzen, oder solche die bereits einiges mitmachen mussten, sind nicht sehr widerstandsfähig und machen dann voraussichtlich nur wenig Freude. Dünne, helle und besonders lange Triebe deuten darauf hin, dass sich die Pflanze zu lange an einem ungünstigen Standort befand. Auch matte Blätter sind kein gutes Zeichen.</p>
<p>Ein Blick auf Verzweigungen, Blattachseln und unter Blätter und Blüten verrät, ob die Pflanze an Schädlingsbefall oder Krankheiten leidet. Hat eine Pflanze fleckige und gekräuselte Blätter, Gespinste oder klebriger Belag? In diesem Fall sollte man die Finger von der Pflanze und auch von ihren Nachbarn lassen.</p>
<p>Schwirren kleine schwarze <a href="https://www.gartengnom.net/trauermuecken-in-anzuchterde/">Trauermücken</a> um die Pflanzen? Leider ist Pflanzerde immer häufiger mit Trauermückenlarven verseucht, die sich an den Wurzeln gütlich tun. Gerade bei teureren Pflanzen würde ich generell vom Kauf abraten, wenn es um sie herum nur so schwirrt. Bei Aktionsware wage ich aber meistens den Kauf, wenn die Pflanzen ansonsten noch gesund aussehen. Mit Gelbtafeln ist den Mücken kurzfristig beizukommen und sobald die Pflanzen ins Freie kommen, sind Trauermücken dank unserer Nützlingsarmee im Garten kein Problem mehr. Daher stellen wir auch befallene Zimmerpflanzen für einige Zeit nach Draußen.</p>
<p>Bei Rosenstöcken gibt es Qualitätsmerkmale, die man kennen sollte. Edlere und teurere Rosenstöcke in A-Qualität besitzen mindestens drei gut entwickelte Haupttriebe, die direkt aus der Veredelungsstelle entspringen. Bei B-Qualität müssen mindestens zwei gut entwickelte Haupttriebe vorhanden sein. Veredelungsstelle und Triebe müssen gesund und unbeschädigt sein. Ein Alarmsignal sind abgestorbene und eingetrocknete Rindenpartien besonders an den Haupttrieben.</p>
<p>Bei älteren Rosenstöcken, Hochstammrosen und vor allem bei mehrjährigen Obstbäumen sollte auf einen <a href="https://www.gartengnom.net/obstbaumschnitt/">korrekten Schnitt</a> geachtet werden.</p>
<h2>4. Unter der Erde: Der Wurzelballen</h2>
<p>Beim Pflanzenkauf betrachtet kaum jemand den Wurzelballen. Gerade dieser sagt aber sehr viel über die Gesundheit der Pflanze aus. Man sollte sich nicht von üppiger Blütenpracht und wucherndem Grün ablenken lassen. Profis wissen, dass besonders bei Stauden der Blick auf den Wurzelballen beim Pflanzenkauf wohl die wichtigste Kontrollmethode ist. Man sollte also keine Angst haben, die Pflanze vorsichtig aus dem Topf zu ziehen.</p>
<p>Wenn es sich nicht gerade um eine wasserliebende Pflanze handelt oder die Pflanze eben erst stark gegossen wurde, sollte die Erde nicht triefend nass sein. Ein fauliger Morastgeruch verrät, wenn Erde schon sehr lange feucht gehalten wurde. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass das Wurzelwerk bereits verfault ist und die Pflanze nicht mehr ausreichend versorgen kann. Die Pflanze dürfte dann auch bereits kränkeln und gelbliche Blätter zeigen.</p>
<p>Trockene Erde ist hingegen nicht zwangsweise ein Problem. Sehr trockene, staubige Erde ist aber ein deutliches Zeichen, dass die Pflanzen sehr lange Zeit nicht gegossen wurden.</p>
<p>Die Wurzeln verraten, wie es der Pflanze wirklich geht. Junge, weiße Wurzelspitzen finden sich normalerweise nur bei gesundem Wurzelwerk. Bei gut durchwurzelten Ballen wachsen auch feine Wurzelfasern aus den unteren Ablauflöchern des Pflanzgefäßes. Sieht man im unteren Bereich des Wurzelballens allerdings viele braune Wurzeln, ist das kein gutes Zeichen.</p>
<p>Lange weiße Wurzelstränge am unteren Topfrand verraten, dass die Pflanze wohl etwas zu lange nicht umgetopft wurde. Solche Pflanzen sind zwar keine schlechte Ware, allerdings sollte man bedenken, dass sich diese Pflanzen mit dem Anwurzeln schwerer tun werden.</p>
<h2>5. Die Herkunft</h2>
<p>Pflanzen, die in der Region aufgezogen wurden sind auch besser an das entsprechende Klima angepasst und mussten keinen Stress durch Transport und Lagerung erleiden. An solchen Pflanzen wird man oft mehr Freude haben.</p>
<p>Es empfiehlt sich, eher zu Bio-Pflanzen zu greifen, besonders wenn es sich um Kräuter, Gemüsepflanzen oder Obstpflanzen handelt. Viel zu oft sind Pflanzen im Handel stark mit unzähligen Pestiziden behandelt, die auch lange Zeit auf und in der Pflanze verbleiben. Kräuter im Topf werden dann auf dem Pflanzschild gerne einmal mit dem Hinweis „nicht für den Verzehr geeignet“ versehen, was wirklich widersinnig ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/pflanzenkauf/">Tipps für den Pflanzenkauf: Was sollte man beachten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/pflanzenkauf/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Holz-Paletten: Sind sie wirklich giftig?</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/holzpaletten-giftig/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/holzpaletten-giftig/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Mar 2018 20:06:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Europalette]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenmöbel]]></category>
		<category><![CDATA[Holzpalette]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=13399</guid>

					<description><![CDATA[<p>Holzpaletten sind begehrtes Verpackungsmaterial. Aktuell gibt es sogar einen Europaletten-Mangel, weshalb der Wert pro Palette teils über 10 Euro gestiegen ist. Begehrt sind Holz-Paletten auch als Baumaterial für günstige Gartenmöbel, die inzwischen in vielen Gärten zu finden sind. Immer wieder wird in Online-Diskussionen gewarnt, dass solche Paletten aufgrund der Pestizidbehandlung giftig wären. Wir haben recherchiert, ob [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/holzpaletten-giftig/">Holz-Paletten: Sind sie wirklich giftig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Holzpaletten sind begehrtes Verpackungsmaterial. Aktuell gibt es sogar einen Europaletten-Mangel, weshalb der Wert pro Palette teils über 10 Euro gestiegen ist. Begehrt sind Holz-Paletten auch als Baumaterial für günstige Gartenmöbel, die inzwischen in vielen Gärten zu finden sind.</p>
<p>Immer wieder wird in Online-Diskussionen gewarnt, dass solche Paletten aufgrund der Pestizidbehandlung giftig wären. Wir haben recherchiert, ob das stimmt.</p>
<p><span id="more-13399"></span></p>
<h2>Sind Holzpaletten geeignet für den Garten?</h2>
<p>Grundsätzlich kling der Gedanke des Recycling bzw. Upcycling nach einer guten Sache. Anstatt Verpackungsmaterial einfach wegzuwerfen oder zu verbrennen, wird es einem neuen Zweck zugeführt. Es gibt nahezu unbegrenzte Ideen und Einsatzzwecke für diese Paletten.</p>
<p>Hochbeete, Gartenliegen, Stühle, Tische und noch einiges mehr wird in vielen Gärten aus Holzpaletten gebaut. Dabei scheinen viele Gartenbesitzer sehr unbedarft mit diesem Rohstoff umzugehen. Unter den meisten Bildern und Videos zu Holz-Paletten im Garten, die im Netz veröffentlicht werden, findet sich mindestens ein Kommentar, der vor den Pestiziden warnt, mit denen das Holz vermutlich behandelt wurde. Aber stimmt das eigentlich?</p>
<p>Auf jeder Palette sollte ein eingebranntes Siegel zu finden sein. Auf der linken Seite befindet sich das IPPC-Symbol (Internationales Pflanzenschutzübereinkommen) in Form einer Kornähre. Rechts davon findet man zuerst das Länder- und teils auch ein Regions-Kürzel (Länderkennung nach ISO 3166). Danach folgt eine amtliche Registriernummer.</p>
<div id="attachment_13410" style="width: 1090px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13410" class="wp-image-13410 size-large" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-1200x750.jpg" alt="IPPC-Brandzeichen" width="1080" height="675" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/ippc-siegel-001.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><p id="caption-attachment-13410" class="wp-caption-text">IPPC-Brandzeichen an einer Euro-Palette. Diese Palette stammt aus Litauen (LT) und wurde Hitzebehandelt (HT).</p></div>
<p>Für alle, die die Palette weiter verwenden wollen ist jedoch das Symbol ganz unten im Brandzeichen wichtig. Hier sollte das Kürzel <strong>HT</strong>, <strong>PCP-HT</strong>, <strong>FCC-HT</strong> oder <strong>KD</strong> zu finden sein! HT steht für „Heat Treatment“, also für Hitzebehandlung.</p>
<p>Folgende Kürzel sind möglich:</p>
<ul>
<li>HT: Hitzebehandlung (Heat Treatment)</li>
<li>PCP-HT: Hitzebehandlung (Portable Chamber Process)</li>
<li>FCC-HT: Hitzebehandlung (Fast Container Connector)</li>
<li>KD: Hitzebehandlung (Kiln-Dried)</li>
<li>MB: Methylbromid bzw. Brommethan (Methyl Bromide)</li>
</ul>
<p>Methylbromid ist ein billiges, farbloses und leicht zu nutzendes Gas. Es schädigt biologische Organismen und greift die Ozonschicht an. Die Paletten oder auch ganze Warenladungen werden damit im Container oder in einem Zelt begast. Die Behandlung mit Methylbromid ist in der EU seit 2010 verboten. In einigen anderen Ländern wie zB. Deutschland erfolgte ein Verbot bereits davor.</p>
<p>In anderen Ländern wie zum Beispiel in den USA, China, etc. ist der Einsatz von Brommethan und vielen anderen Pestiziden, hauptsächlich Insektiziden und Fungiziden, weiterhin erlaubt. Von der Verwendung von Holz-Paletten aus dem EU-Ausland sollte man also absehen. Ebenso empfiehlt es sich von sehr alten europäischen Paletten die Finger zu lassen.</p>
<p>[amazon_link asins=&#8217;B00IYFLDXQ,B06XR42DQD,B074P21R8T,B06XD99MD7,B074MZMPGD,B01DWECPE4&#8242; template=&#8217;ProductCarousel&#8216; store=&#8217;gartdergart-21&#8242; marketplace=&#8217;DE&#8216; link_id=&#8217;a0e64c60-32ca-11e8-8cde-ab43066273bd&#8216;]</p>
<h2>Sind hitzebehandelte Paletten wirklich ungefährlich?</h2>
<p>Bei hitzebehandelte Holzpaletten handelt es sich um Holz ohne Extras. Sie müsste also bedenkenlos eingesetzt werden können. Trotzdem ist es nicht verkehrt, Vorsicht walten zu lassen, denn die Paletten werden häufig mehrfach verwendet. Habt ihr auf einer solchen Holz-Palette also Bodenplatten geliefert bekommen, könnten zuvor auch Fässer mit Chemikalien transportiert worden sein. Die Paletten haben davor auch eventuell in schmutzigen Containern und Lagerhallen gestanden. Daneben gibt es leider auch gefälschte Europaletten – diese erkennt man oft am fehlenden Siegel, oder an seltsam aussehenden Siegeln.</p>
<p>Es ist also gut möglich, dass schädliche Stoffe ausgelaufen sind oder die Paletten bei der Lagerung kontaminiert wurden. Gibt es auf der Palette also seltsame Flecken, riechen sie komisch oder sehen die Siegel gefälscht aus, sollte man sicherheitshalber die Finger davon lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/holzpaletten-giftig/">Holz-Paletten: Sind sie wirklich giftig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/holzpaletten-giftig/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sanfter Obstbaumschnitt</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/obstbaumschnitt/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/obstbaumschnitt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 21:26:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Obstbaumschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Schnitt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=13287</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich muss zugeben, dass wir uns lange vor dem Obstbaumschnitt gedrückt haben. Alle Bäumchen, die wir gepflanzt haben, überließen wir ihrem natürlichem Wachstum. Unser Leitmotiv als Naturgärtner ist schließlich, so wenig in die Natur einzugreifen, wie nötig. Da wir aber natürlich dennoch auf das gute Obst gefreut hatten, dann aber vom Ertrag und der Qualität [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/obstbaumschnitt/">Sanfter Obstbaumschnitt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich muss zugeben, dass wir uns lange vor dem Obstbaumschnitt gedrückt haben. Alle Bäumchen, die wir gepflanzt haben, überließen wir ihrem natürlichem Wachstum. Unser Leitmotiv als Naturgärtner ist schließlich, so wenig in die Natur einzugreifen, wie nötig. Da wir aber natürlich dennoch auf das gute Obst gefreut hatten, dann aber vom Ertrag und der Qualität enttäuscht wurden, erkannten wir, dass der Obstbaumschnitt ein wichtiger Faktor sein musste.</p>



<p>Ich begann also zu recherchieren, kaufte Bücher, besuchte einen Kurs und hatte Gespräche mit Fachleuten. Nun bin ich überzeugt davon, dass ich den Bäumchen und Bäumen ab nun mit Schere und Säge zuleibe rücken werde. Natürlich wollen wir auch hier das Auge der Naturgärtner walten lassen und möglichst sanft und schonend vorgehen.</p>



<span id="more-13287"></span>


<h2 class="wp-block-heading" id="wuchsgesetze">Die Wuchsgesetze</h2>


<p>Obstbaumschnitt ist weder eine Geheimwissenschaft noch sonderlich kompliziert, wenn man die zugrunde liegenden Prinzipien einmal verstanden hat. Die grundlegendste Regel ist: Je höher sich die Endknospe befindet, desto stärker ist ihr Austrieb (Spitzenförderungsgesetz). Je weiter eine Knospe von der jeweiligen Endknospe entfernt ist, desto weniger Reservestoffe werden ihr zur Verfügung gestellt.</p>



<p>Damit sich die Knospen entfalten können, benötigen sie Wasser und Nährstoffe. Beides wird in den Wurzeln gespeichert. Je nach Lage der Knospen erhalten diese eine unterschiedlich starke Versorgung. So kommt es, dass einige Triebe sehr stark wachsen, andere hingegen gar nicht.</p>



<p>Ein ungeschnittener einjähriger Langtrieb unterliegt üblicherweise folgenden Regeln:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Aus den obersten zwei bis drei Knospen entwickeln sich meist starke Langtriebe.</li><li>Die mittleren Knospen bilden Kurztriebe mit Knospen, aus denen sich Blüten entwickeln werden.</li><li>Die unteren Knospen bilden eine Reserve, sollte der Ast zum Beispiel durch Bruch gekürzt werden. Wird der Ast nicht gekürzt, so entwickelt sich aus den hintersten Knospen meist nichts. Kürzt man im Winter einen Langtrieb, so übernehmen nun die vordersten Knospen die Aufgabe neue Langtriebe auszubilden. Bleiben dann noch Knospen übrig, werden hier Kurztriebe entstehen, allerdings weniger als beim ursprünglichen Zweig. Je stärker der Trieb gekürzt wird, desto mehr Reservestoffe entfallen auf die vordersten Knospen und desto stärker und länger werden die daraus entstehenden Langtriebe wachsen.</li></ul>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13300 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="644" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-triebe-01.png" alt="Wirkung des Winterschnitts auf den Austrieb." class="wp-image-13300" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-triebe-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-triebe-01-507x408.png 507w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung A&nbsp;☛ Wirkung des Winterschnitts auf den Austrieb. A: ursprünglicher Langtrieb, B: unbeschnittener Langtrieb, C: Langtrieb um&nbsp;⅓ gekürzt, D: Langtrieb um ⅔ gekürzt</figcaption></figure>



<p>Mit diesem Wissen lassen sich nun Längenwachstum und Zahl der Triebe beeinflussen. Ein starker Rückschnitt fördert viele lange Triebe. Es besteht allerdings auch das Risiko, Wassertriebe zu fördern, wenn man es übertreibt. Üblicherweise begnügt man sich daher mit einem schwächeren Rückschnitt.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13294 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01.png" alt="Obstbaumschnitt - Wuchsgesetze" class="wp-image-13294" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01-725x408.png 725w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-foerderungsgesetze-01-480x270.png 480w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung B ☛ A und B: Spitzenförderungsgesetz, C: Oberseitenförderung, D: Scheitelpunktförderung</figcaption></figure>



<p>Die Kapillare im Holz fördern vor allem das Wachstum nach oben. Äste, die senkrecht nach oben stehen, erhalten somit mehr Reservestoffe, als Triebe die abwärts wachsen. Auf waagerecht verlaufenden Ästen wachsen daher jene Triebe stärker, die sich an der Oberseite befinden (Oberseitenförderung). Noch stärker erkennt man den Effekt bei gebogenen Ästen. Hier erhält der Trieb den meisten Schub, der sich am Scheitelpunkt des Astes befindet (Scheitelpunkt- bzw. Basisförderung).</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="weshalb-obstbaumschnitt">Weshalb ist Obstbaumschnitt wichtig?</h2>


<p>Obstbäume müssen zwar nicht beschnitten werden, um sich zu entwickeln, allerdings beeinflusst der richtige Schnitt Gesundheit, Wachstum, Alter und Wuchs der Früchte.</p>



<p>Wie alle Bäume wachsen auch Obstbäume im oberen Bereich der Krone besonders stark und neigen dazu, dort besonders dicht zu werden. Die Früchte werden je nach Sorte jedoch meist nur dann groß, gesund und besonders schmackhaft, wenn sie ausreichend Licht, Luft und Nährstoffe für ihre Entwicklung erhalten. Viele nicht beschnittene Obstbäume entwickeln folglich nur wenige, kleine Früchte – das hängt aber auch von der Obstsorte ab. Zusätzlich wird es an „Wildbäumen“ nicht jedes Jahr Früchte geben. Geschnittene Bäume bringen üblicherweise jedes Jahr Früchte hervor.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13295 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="324" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-lebenszyklus-01.png" alt="Entwicklungsperioden von Obstbäumen." class="wp-image-13295" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-lebenszyklus-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-lebenszyklus-01-743x301.png 743w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung C ☛ Entwicklungsperioden: (A) Jungperiode, (B) Ertragsperiode, (C) Altersperiode</figcaption></figure>



<p>Ungeschnittene Obstbäume wachsen rascher in die Höhe. Da kaum Licht ins Innere der Krone gelangt, verkahlen sie dort. Mit dem Schnitt sollte man es aber auch nicht übertreiben. Erstens tut man mit einem übertriebenen Schnitt auch der Pflanze keinen Gefallen, andererseits vernichtet man so oft auch wichtigen Lebensraum verschiedenster Tiere.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="ausnahmen">Ausnahmen</h3>


<p><strong>Kische</strong> (mit Ausnahme der Weichsel) und <strong>Marille</strong> sind eher heikel, was Rückschnitte anbelangt.</p>



<p><strong>Zwetschke</strong> (Pflaume) verträgt hingegen jeden Schnitt extrem gut, benötigt aber kaum Obstbaumschnitt.</p>



<p><strong>Pfirsiche</strong> benötigen vorsichtigen, jährlichen Schnitt, da Pfirsichbäume sonst zu rascher Vergreisung neigen. Pfirsiche sollten kurz vor der Blüte, wenn ein bisschen Rosa aus der Knospe schimmert, geschnitten werden. Der zweitbeste Schnittzeitpunkt ist nach der Ernte.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="zeitpunkt">Der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt</h2>


<p>Innerhalb der gesamten Lebensspanne eines Baumes ändern sich Art und Häufigkeit, in der der Beschnitt stattfindet.</p>




<table id="tablepress-9" class="tablepress tablepress-id-9">
<thead>
<tr class="row-1">
	<th class="column-1">Schnitt</th><th class="column-2">Zeitpunkt</th><th class="column-3">Ziel</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">Pflanzschnitt</td><td class="column-2">Pflanzung</td><td class="column-3">Bedarf der Krone an den verminderten Nachschub der beschnittenen Wurzeln angleichen.</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">Erziehungsschnitt</td><td class="column-2">Jugendphase (jährlich die ersten 7-10 Jahre)</td><td class="column-3">Förderung eines tragfähigen, lichten und lebensfreundlichen Kronen-Gerüstes.</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">Erhaltungsschnitt (Ertragsschnitt, Auslichtungsschnitt)</td><td class="column-2">Ertragsphase (alle 3-5 Jahre)</td><td class="column-3">Gleichbleibende Fruchtqualität und regelmäßige Ernte sichern.</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">Verjüngungsschnitt</td><td class="column-2">ältere Bäume (üblicherweise einmalig, außer bei uralten Bäumen)</td><td class="column-3">Nicht oder unsachgemäß geschnittene Kronen in Form bringen. Ausladende Kronen verkleinern.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<!-- #tablepress-9 from cache -->



<p>Der Winter wird als jene Zeit erachtet, in der es im Garten nichts zu tun gibt, da die Pflanzen ruhen. Eis, Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bringen die Welt vor dem Fenster zum Stillstand. Gerade dann ist aber einer der besten Zeitpunkte um Obstbäume in Form zu bringen.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="winterschnitt">Winterschnitt</h3>


<p>In den meisten Fällen empfiehlt sich der Winterschnitt. Im Winter trägt die Baumkrone kein Laub und das Astwerk ist komplett zu sehen. So erhält man einen ausgezeichneten Überblick, kann den Schnitt besser planen und einfacher durchführen. Während der Vegetationsruhe haben die Wurzeln ausreichend Nährstoffe eingelagert, so dass ein gesunder Baum solche Eingriffe problemlos übersteht.</p>



<p>Natürlich sollte man nicht bei allzu tiefen Temperaturen schneiden. Als Faustregel gilt, dass man bis -5°C problemlos schneiden darf, wobei sich trockene und frostfreie Tage besonders empfehlen. Am Besten wählt man als Zeitpunkt den Spätwinter, kurz vor dem Knospenschwellen zwischen Jänner und April. Vor dem Schnitt empfiehlt sich ein Blick auf die Wettervorhersage. Es sollten auch in der Folgezeit keine zu tiefen Temperaturen (unter -15°C) mehr folgen.</p>



<p>Der Winterschnitt empfiehlt sich für alle Obstbaumsorten, außer bei Kirsche und Marille. Auch die Walnuss wird nicht im Winter geschnitten. Pfirsiche werden ebenfalls nicht im Winter, sondern idealerweise erst kurz vor der Blüte, wenn man bereits etwas Rosa an den Knospen durchblitzen sieht, geschnitten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-1200x750.jpg" alt="Winterschnitt eines Apfelbaumes" class="wp-image-13292" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-005.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="sommerschnitt">Sommerschnitt</h3>


<p>Der Sommerschnitt bzw. Grünschnitt wirkt als Wuchsbremse. Er empfiehlt sich für alle größeren Eingriffe, die den Baum im Winter zu viele Reservestoffe kosten würden oder die nicht rasch genug verheilen würden, bevor der Frost die Wunden sprengt. Außerdem empfiehlt er sich für stark triebige und empfindliche Baumarten.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="werkzeug">Das richtige Werkzeug</h2>


<p>Gerade beim Obstbaumschnitt macht gutes Werkzeug viel aus. Mit scharfen und stabilen Schneidewerkzeugen kann nicht nur sicherer, sondern auch sauberer und hygienischer gearbeitet werden. Glatte und saubere Schnitte mit einer gepflegten Klinge fügen den Bäumen kleinere, glattere und sauberere Wunden zu. Das führt zu rascherer und besserer Wundheilung.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-1200x750.jpg" alt="Baumschere (Bypass-Schere)" class="wp-image-13289" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-002.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Um junge Bäume zu schneiden, reichen eigentlich zwei einfache Werkzeuge: Eine Baumschere (Bypass-Schere) und eine Klappsäge. Bei größeren Bäumen empfiehlt sich auch eine Bügelsäge (Baumsäge).</p>



<p>Gewöhnliche Gartenscheren, die auf dem Amboss-Prinzip funktionieren, sind nicht geeignet. Damit ergibt sich kein glatter Schnitt. Stattdessen quetscht man den Ast, was zu gelöster Rinde und schlechter verheilbaren Wunden führt.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="baumschere">Baumschere</h3>


<p>Das wohl wichtigste Werkzeug für den Obstbaumschnitt ist eine gute, saubere und stabile Baumschere. Bei guten Scheren lässt sich die Klinge abnehmen um sie zu schleifen bzw. um sie zu ersetzen. Auch der Anpressdruck der Klinge sollte einstellbar sein. Schneidet man regelmäßig und viel, so ist auch ein ergonomischer Griff wichtig. Zuletzt ist es nicht verkehrt, wenn der Griff eine auffällige Farbe hat. Nichts ist lästiger, als eine grüne Schere, die einem ins Gras gefallen ist.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="baumsaege">Klappsäge und Baumsäge</h3>


<p>Mit einer Klappsäge lassen sich mühelos auch etwas größere Äste schneiden. Besonders praktisch zeigt sich die Klappsäge durch ihre einfache Handhabung, insbesondere wenn man gerade auf einer Leiter steht oder auf einen Baum geklettert ist.</p>



<p>Um auch größere Äste zu bezwingen, empfiehlt sich der Einsatz einer Bügelsäge. Bei professionellen Modellen lässt sich auch das Sägeblatt verdrehen um Astgabeln besser schneiden zu können.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-1200x750.jpg" alt="Astsäge" class="wp-image-13355" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-006.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="desinfektion">Desinfektion</h3>


<p>Viele Baumkrankheiten werden beim Obstbaumschnitt über das Werkzeug von Baum zu Baum verbreitet. Um das zu vermeiden, sollten die Klingen nach jedem Baum mit Desinfektionsmittel oder Spiritus gesäubert werden. Die Schnittflächen am Ast sollten auch nicht berührt werden.</p>



<p>Bitte verwendet keine Mittel zum Wundverschluss der Schnittstellen. Bäume besitzen eine unglaubliche Fähigkeit zur Selbstheilung. Wundanstriche bzw. Wundverschlussmittel sind, außer eventuell bei zB. Obstbaumkrebs, nicht nötig beziehungsweise sogar kontraproduktiv.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="schnittarten">Die Schnittarten</h2>


<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13298 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="389" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnitte-01.png" alt="Arten der Schnittführung." class="wp-image-13298" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnitte-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnitte-01-743x361.png 743w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung D ☛ Drei Arten der Schnittführung</figcaption></figure>



<p>Ist es nötig, einjährige Triebe zu kürzen, werden diese direkt über einer Knospe abgeschnitten. Dabei sollte die Schnittfläche schräg von der Knospe wegführen (siehe Abbildung F). So wird vermieden, dass Tauwasser an der Knospe stehen bleibt.</p>



<p>Das Ableiten ist das Mittel der Wahl um die Wachstumsenergie eines Astes in einen Nebenast umzuleiten. Geschieht dies nicht, so wird sich die überschüssige Energie eigene Bahnen suchen und Wasserschosse austreiben lassen. Durch das Ableiten wird der Nebenast zum neuen Hauptast. So lässt sich auch die gewünschte Wuchsrichtung des Hauptastes bestimmen.</p>



<p>Müssen mehrjährige Seitenäste abgeschnitten werden, so sollte dies direkt nach dem Astring geschehen (siehe Abbildung E). An der Basis jeder Verzweigung ist der Baum fähig, die Wunde mit Rinde zu überwallen. Dies bewirkt auch einen mechanischen Wundverschluss.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13293 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="518" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-astring-01.png" alt="Richtiges Anschneiden und Abschneiden." class="wp-image-13293" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-astring-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-astring-01-630x408.png 630w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung E ☛ Richtiges Anschneiden und abschneiden größerer Äste.</figcaption></figure>


<h2 class="wp-block-heading" id="pflanzschnitt">Der Pflanzschnitt</h2>


<p>Pflanzt man Bäume Wurzelnackt bzw. mit ausgestochenem Ballen, so ging dabei immer auch ein Teil des Wurzelwerks verloren. Da nun Wurzeln fehlen, können auch die Äste der Krone nicht mehr ausreichend versorgt werden. Es ist daher wichtig, einen Ausgleich mittels Pflanzschnitt zu schaffen.</p>



<p>In vielen Baumärkten, Gartencentern und Gärtnereien aber auch in manchen Baumschulen erhält man heute oft schon Bäumchen, die in Töpfen gezogen wurden. Hier bleibt der Wurzelballen erhalten und ein Ausgleich durch Rückschnitt ist nicht unbedingt nötig. Dennoch ist auch hier ein Pflanzschnitt förderlich.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13297 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="717" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-pflanzschnitt-01.png" alt="Pflanzschnitt und Schnitt in der Saftwaage." class="wp-image-13297" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-pflanzschnitt-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-pflanzschnitt-01-455x408.png 455w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung F ☛ A: Pflanzschnitt (Pyramidenform), B: Schnitt in der Saftwaage, C: richtiger Schnitt an der Knospe.</figcaption></figure>



<p>Beim Schnitt sollte man bei den Trieben auch immer einen Blick auf eine möglichst ausgeglichene Saftwaage haben. Damit ist gemeint, dass Äste jeder Etage in möglichst gleicher Höhe enden sollten. Ist die Saftwaage gestört, so kommt es zu unterschiedlich starker Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Daraus folgt schließlich ungleiches Wachstum.</p>



<p>Wichtiger als die Saftwaage ist jedoch die Rücksichtnahme auf die Knospen. Hier sollte knapp oberhalb einer Knospe geschnitten werden um deren Entwicklung optimal zu fördern.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="erziehungsschnitt">Der Erziehungsschnitt</h2>


<p>Die natürliche Kronenform von Obstbäumen ist eine Rundkrone. Je nach Art und teils auch je nach Sorte kann diese spitzer, flacher, runter oder höher ausfallen. Ungeschnittene Obstbäume neigen jedoch teils dazu, nur die nötigste Energie in die Ausbildung von Früchten zu stecken. Besonders bei Äpfeln und Birnen fällt auf, dass in ungeschnittenen Bäumen nur unregelmäßig einige wenige Früchte gebildet werden, die zudem noch kleiner und oft weniger süß sind. Auch werden regelmäßig beschnittene Obstbäume im Schnitt weitaus älter und vergreisen langsamer.</p>



<p>Der Beschnitt des Baumes soll die regelmäßige Ausbildung von Früchten fördern. Es werden mehr Früchte ausgebildet, die größer und schmackhafter wachsen.</p>



<p>Als ideale Kronenform für Streuobstwiesen hat sich die sogenannte Pyramidenkrone bewehrt. Diese zeichnet sich durch einem verlängerten Stamm und drei bis vier gleichmäßig verteilte Leitäste aus.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13299 size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01.png" alt="Pyramidenkrone" class="wp-image-13299" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01.png 800w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01-725x408.png 725w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/illustration-schnittform-01-480x270.png 480w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption> Abbildung G ☛ Pyramidenkrone</figcaption></figure>



<p>Über die Lebenszeit des Baumes bleiben die Leitäste und Gerüstäste erhalten. Die Erziehung des Baumes zielt besonders auf dieses Ergebnis ab. Bereits beim Pflanzschnitt oder im Jahr danach werden diese Äste ausgewählt. Optimal ist ein 45° bis 50°-Winkel zur Stammverlängerung.</p>



<p>In den ersten sieben bis zehn Jahren nach dem Pflanzschnitt ist bei den meisten hochwüchsigen Obstbäumen ein Erziehungsschnitt nötig. Das Ziel ist ein lichtes und tragfähiges Kronengerüst. Zur Förderung des Wachstums und der Verzweigung werden die Leitäste und auch die Stammverlängerung jährlich um ein- bis zwei Drittel zurück geschnitten.</p>



<p>Bei Pfirsichen und Weichseln wird oft der Schnitt zur Hohlkrone dem Pyramidenschnitt vorgezogen. Bei der Hohlkrone werden die Leitäste ebenso gestärkt und erzogen, jedoch verzichtet man auf die Stammverlängerung.</p>



<p>Beim Erziehungsschnitt werden Leittriebe eingekürzt und Seitenäste untergeordnet. Nach innen wachsende Langtriebe und Konkurrenztriebe werden entfernt.</p>



<p>Was bedeutet das? Entsteht waagerechtes Seitenholz an der Stammverlängerung, kann das ungeschnitten am Baum verbleiben, da es zur Fruchtbildung neigen wird. Starke, steil stehende Triebe werden hingegen entfernt, da diese sich zu Konkurrenten der Leitäste entwickeln würden. Diese Triebe werden direkt am Stamm entfernt. Will man die Verkahlung des Stammes vermeiden, kann auch nah am Stamm auf ein bis drei Augen zurückgeschnitten werden.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="erhaltungsschnitt">Der Erhaltungsschnitt</h2>


<p>Beim Ertragsschnitt bzw. Auslichtungsschnitt geht es nur mehr um den Status Quo. Ertrag und Frucht-Qualität sollen jedes Jahr annähernd gleich bleiben. Dazu ist ein Schnitt alle 2-3 Jahre, teils auch nur alle 5 Jahre nötig – je nach Sorte und Obstart.</p>



<p>Beim Erhaltungsschnitt wird die Krone ausgelichtet, Überbauungen zurückgenommen und das Fruchtholz wird verjüngt. Durch Ableiten auf Seitenäste kann die Baumhöhe kontrolliert werden. Es sollten maximal&nbsp;⅓ der Krone zurückgeschnitten werden. Starke Schnitte werden besser über mehrere Jahre verteilt.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="auslichten">Auslichten</h3>


<p>Wie auch beim Erziehungsschnitt entfernt man alle Äste, die ins Innere der Krone wachsen. Auch Äste, die andere kreuzen und jene, die zu wenig Platz zum Wachsen haben. Konkurrenztriebe, die sich zu stark entwickelt haben, werden entfernt.</p>



<p>Wachsen Langtriebe aus Fruchtholz, so muss alles entfernt werden. Kurztriebe sind nicht stabil genug um als Grundlage für mehrjährige Äste zu dienen.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone size-large wp-image-13290"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-1200x750.jpg" alt="gekreuzte Äste" class="wp-image-13290" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-003.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption> Kreuzende Äste</figcaption></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="fruchtholzverjuengung">Fruchtholzverjüngung</h3>


<p>Fruchtholz, auch Kurztrieb genannt, vergreist mit den Jahren zu sogenanntem „Quirlholz“. Ein Anteil des besonders alten Quirlholzes sollte mit jedem Schnitt entfernt werden. An den Schnittstellen werden sich neue Jungtriebe bilden, über die die Früchte besser versorgt werden können.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="hoehenkontrolle">Höhenkontrolle</h3>


<p>Manche Baumarten wie zum Beispiel Marille und Kirsche sollten nicht zu hoch und zu breit werden. Um das Wachstum etwas einzudämmen, wird die Krone mit jedem Schnitt um etwa 1-2 Meter eingekürzt. Wichtig ist, dabei immer auf bestehende Triebe abzuleiten. Üblicherweise wird nach außen abgeleitet. Ist der Baum jedoch bereits sehr ausladend, wird auch nach innen abgeleitet, um die Bruchgefahr zu vermindern.</p>



<p>Vorsicht, denn gerade diese Baumarten sind sehr schnittempfindlich! Gerade bei Kirschbäumen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Weniger oft Mehr ist. Im Garten meiner Großeltern baute mein Opa mein Baumhaus in einem riesengroßen und sehr alten Kirschbaum, der einen großen Teil des Gartens einnahm. Der Baum lieferte jedes Jahr viele Körbe an herrlichen Früchten, die ich sogar direkt aus dem Baumhaus heraus pflücken konnte.</p>



<figure class="wp-block-image alignnone wp-image-13291 size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-1200x750.jpg" alt="Abgeleiteter Ast" class="wp-image-13291" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/02/baumschnitt-004.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption> Ableitung eines Astes</figcaption></figure>


<h3 class="wp-block-heading" id="ableiten">Fruchtäste ableiten</h3>


<p>Da sich die Fruchttragenden Äste über die Jahre immer weiter nach unten neigen, müssen sie immer wieder einmal auf jüngere, nach oben wachsende Triebe abgeleitet werden. Somit übergibt man einem Trieb an der Ast-Oberseite die Führung. Dieser Ast sollte im Durchmesser minimal&nbsp;⅓ der Stärke des zu entfernenden Astes besitzen.</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="verjuengungsschnitt">Der Verjüngungsschnitt</h2>


<p>Der Verjüngungsschnitt dient dazu, das Leben alter Bäume noch einmal zu verlängern. Teils muss er aber auch bei nicht, oder falsch geschnittenen Obstbäumen durchgeführt werden.</p>



<p>Will man eine zu mächtig gewordene Krone verjüngen, so kann man sie einmalig radikal um ¼ oder gar ⅓ der aktuellen Höhe und Breite verkleinern. Ein solcher Schnitt wird bei gepflegten Bäumen üblicherweise nur einmal im Leben des Obstbaumes durchgeführt. Nur bei sehr alten Bäumen gibt es auch einen weiteren Verjüngungsschnitt.</p>



<p>Wichtig beim Verjüngen eines Obstbaumes ist, immer korrekt abzuleiten. Da man den Bäumen hierbei normalerweise größere Wunden mit der Säge zufügt, die besonders ältere Bäume stärker schwächen könnten, wird der Verjüngungsschnitt erst ab März bzw. April oder überhaupt erst im Sommer durchgeführt. In den Sommermonaten ist die Wundheilung gewöhnlich besser.</p>



<p><strong>Achtung</strong>: Marille und Kirsche vertragen starken Schnitt eher schlechter, weshalb man hier vorsichtig vorgehen sollte. Besonders Marillenbäume sind überaus heikel. Ist hier eine stärkere Verjüngung nötig, sollte diese auf mehrere Jahre verteilt werden.</p>



<p>Auf starke Rückschnitte reagieren Obstbäume mit starkem Wachstum. In den darauffolgenden Jahren müssen also weitere Schnittmaßnahmen folgen um die Triebe wie beim Erziehungsschnitt vorsichtig in Bahnen zu lenken. Einige Triebe sollte man stehen lassen um die Wuchskraft des Baumes in diese zu lenken. Man kann die verstärkte Wuchskraft alle paar Jahre auf neue Triebe umlenken und die alten Puffer-Triebe entfernen.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="ungepflegte-krone">Spezialfall: Ungepflegte Krone</h3>


<p>Es kommt immer häufiger vor, dass Obstbäume in Gärten zu selten oder gar nicht geschnitten werden. Zu selten wird das Wissen von der älteren Generation an die nächsten Generationen weiter gegeben. Manchmal vernachlässigen auch ältere Menschen den Garten und die Nachmieter besitzen noch kein entsprechendes Know-How.</p>



<p>Das Resultat sind ungepflegte Kronen, welche ihrer eigenen Struktur folgen, die eher auf stabiles und konkurrenzfähiges Wachstum, als auf Fruchtbildung ausgerichtet ist. Hier muss ein Verjüngungsschnitt durchgeführt werden. Es kommt jedoch hinzu, dass es in diesem Fall fast immer mehr als nur drei oder vier Leitäste gibt, die gerne auch einmal zu steil nach oben, zu flach oder quer durch die Krone wachsen.</p>



<p>Das Hauptziel in diesem Fall ist das Auslichten der Krone. Starke Äste sollten so sparsam wie möglich entfernt werden. Dabei muss stets auf jüngere Triebe abgeleitet werden. Fruchtäste werden auf höher stehende abgeleitet. Um zu starke Wuchsreaktionen zu vermeiden, sollte bei heftigen Schnittmaßnahmen über mehrere Jahre hinweg gearbeitet werden. Die Intensität darf dann von Jahr zu Jahr zunehmen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-1200x750.jpg" alt="Obstbaumschnitt" class="wp-image-13357" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-007.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>


<h2 class="wp-block-heading" id="vielfalt-erhalten">Vielfalt erhalten</h2>


<p>Das Weiterbestehen der Vielfalt unserer Obstgärten liegt uns GartenGnomen sehr am Herzen. Habt ihr eine Streuobstwiese, dann erhaltet diese bitte. Muss ein alter Baum gefällt werden, dann ersetzt diesen. Habt ihr genügend Platz zur Verfügung, dann Pflanzt früh genug Jungbäumchen. Diese sind bei solchen überlappenden Obstbaum-Generationen bereits größer und liefern Ernte, wenn alte Bäume weichen müssen.</p>



<p>Bitte wählt lokale und an das regionale Klima angepasste Sorten. Idealerweise bemüht ihr euch um seltene, erhaltenswerte Sorten. Oft gibt es lokale Vereine und Organisationen, die diesbezüglich gerne helfen werden. Alte Sorten, die aus der Region stammen sind hartnäckiger, kräftiger und weniger anfällig für Krankheiten und Parasiten.</p>



<p>Beim sanften Obstbaumschnitt wird mit dem Schneiden nicht übertrieben. Bäume mit Höhlen und Totholz geben vielen Tieren wertvollen Lebensraum. Ist ein Baum sehr alt und liefert kaum noch Ertrag, ist er vermutlich dennoch ein hervorragender Lebensraum für vielerlei Nützlinge und bedrohte Arten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-1200x750.jpg" alt="Streuobstwiese" class="wp-image-13363" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2018/03/baumschnitt-008.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p>Allen, die sich weiterhin nicht so recht überwinden können, an ihren Obstbäumen die Säge anzusetzen, empfehle ich einen Obstbaumschnittkurs. Ich selbst habe einen Schnittkurs vom Biosphärenpark Wienerwald besucht und wurde nicht enttäuscht. Hier ein paar Beispiele (Wir freuen uns über weitere Tipps).</p>



<p><strong>Österreich</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.arche-noah.at/wissen/kurse-und-seminare/rund-ums-obst/obstbaum-schnitt-und-veredelung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Obstbaum-Schnittkurse des Verein „Arche Noah“</a></li><li><a href="https://www.bpww.at/search?text=obstbaumschnittkurs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Obstbaumschnittkurse im Biosphärenpark Wienerwald</a></li><li><a href="https://lfi.at/kurssuche+2500++1071028+2738?vt_call=1&amp;search_mode=simple&amp;BLD=&amp;ft_search=obstbaumschnittkurs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LFI-Obstbaumschnittkurse</a></li></ul>



<p><strong>Deutschland</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://obstbaumschnittkurse.jimdo.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Obstbaumschnittkurse: „Der naturgemäße Obstbaumschnitt“</a></li><li><a href="https://www.pomologen-verein.de/seminare/obstbaumschnitt-veredelung-ua.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schnittkurse des Pomologen-Vereins</a></li><li><a href="https://www.streuobst-mtk.de/category/veranstaltungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Main-Taunus Naturland und Streuobst e. V. Obstbaumschnittkurse</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/obstbaumschnitt/">Sanfter Obstbaumschnitt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/obstbaumschnitt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was bringt Gärtnern mit dem Mond?</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/mond/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/mond/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jul 2017 14:41:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondkalender]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=13103</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/mond/">Was bringt Gärtnern mit dem Mond?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_0">
								<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Dass der Mond durchaus einen Einfluss auf Mutter Erde hat, ist bekannt. Der Mond ist hauptverantwortlich für die Gezeiten und er schützt unseren Planeten vor Asteroiden-Einschlägen. Zudem haben sich viele Tiere in ihrem Rythmus offenbar auf den Mondzyklus abgestimmt. Der Volksglaube geht davon aus, dass die Pflanzenwelt ebenfalls vom Mond beeinflusst wird. So sollen sogar die Säfte in den Pflanzen direkt vom Mond angezogen werden. Ist das nur Esoterik, oder ist tatsächlich etwas dran am Mythos&nbsp;„Gärtnern mit dem Mond“?</p>



<span id="more-13103"></span>


<h2 class="wp-block-heading" id="mondzyklus-und-mondphase">Mondzyklus und Mondphase</h2>


<p>Gärtnern mit dem Mond ist ein umstrittenes Thema. <span style="font-size: revert;">Die Mondgärtnerei geht von der Annahme aus, dass der Mond nicht nur große Wassermassen, sondern auch die Pflanzensäfte beeinflusst. Hier spielt die Position des Mondes am Himmel eine wichtige Rolle.</span></p>



<p>Dabei gilt es zwischen Mondzyklus und Mondphase zu unterscheiden. Der siderische, also sternbezogene, <strong>Mondzyklus</strong> bezeichnet jene 27,3 Tage, an denen der Mond die Sternbilder durchläuft. Der Mondzyklus ist somit der Astrologie zuzuordnen. Die <strong>Mondphase</strong> bezeichnet die 29,5 Tage dauernde Umkreisung der Erde. Je nach seiner Position in Bezug zur Sonne wird der Mond unterschiedlich beleuchtet und erscheint für uns als Neumond, Sichelmond, Halbmond oder Vollmond.</p>



<p>Diese fünf&nbsp;Hauptrhythmen des Mondes werden immer wieder angeführt:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Synodisch</strong>: Der komplette Umlauf des Mondes um die Erde in ca. 29,5 Tagen.</li>



<li><strong>Anomalistisch</strong>: Die elliptische Bahn des Mondes (27,6 Tage).</li>



<li><strong>Siderisch</strong>: Der Durchlauf des Mondes vor den Sternbildern des astrologischen Tierkreises in etwa 27,3 Tagen.</li>



<li><strong>Tropisch</strong>: Aufsteigender und absteigender Mond in 27,3 Tagen mit Höchst- und Tiefststand.</li>



<li><strong>Draconisch</strong>: Das rückläufige Durchwandern der Schnittpunkte von scheinbarer Sonnenbahn und Mondbahn in 27,2 Tagen. Entstehung von Mond- und Sonnenfinsternissen.</li>
</ol>



<p>Glaubt man dem volkstümlichen Mondkalender, so soll man mit den Mondphasen säen, pflanzen und ernten. Teils gehen die Mondkalender aber sogar so weit, dass sie in Fruchttage, Wurzeltage, Blütentage oder Blatttage eingeteilt werden.</p>



<p>Hier gibt es bereits die ersten Logik- bzw. Verständnisprobleme. Egal ob es gerade Neumond oder Vollmond gibt, ob der Mond gerade im Zunehmen oder Abnehmen begriffen ist. Der Mond besitzt doch immer die gleiche Masse, denn er ist ja nicht fort, nur weil er gerade kein Sonnenlicht zu uns reflektiert. Weshalb sollte ein Vollmond also Pflanzensäfte bei Vollmond oder Neumond besonders stark ziehen?</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="wie-funktioniert-das-mit-den-gezeiten">Wie funktioniert das mit den Gezeiten?</h2>


<p>Betrachten wir kurz einmal, wie es sich mit den Gezeiten verhält: Bei Flut werden die Wassermassen des Meeres an die Küste gezogen. Bei Ebbe zieht die Anziehungskraft des Mondes das Wasser aufs offene Meer hinaus. Ebbe und Flut sind jedoch unterschiedlich stark, je nach aktueller Position des Mondes zur Erde. Bei Vollmond und Neumond gibt es eine besonders starke „Springtide“. Bei Halbmond gibt es eine schwache „Nipptide“. Woran liegt das. Hat der Vollmond etwa doch eine besonders starke Anziehungskraft?</p>



<p>Nein. Die Anziehungskraft des Mondes bleibt natürlich immer gleich groß. Lediglich die Position des Mondes zur Erde wird durch seine Mondphase auch sichtbar. Bei Neumond steht der Mond zwischen Sonne und Erde (Konjunktion), bei Vollmond steht die Erde zwischen Sonne und Mond (Opposition). Bei Halbmond hingegen stehen Sonne und Mond von der Erde aus gesehen im 90 Grad-Winkel zueinander. Die Mondphasen verdeutlichen somit tatsächlich die jeweils vorherrschende Stärke der Mond-Anziehungskraft im Verhältnis zur Sonne und in Bezug auf die Erde.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="750" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-1200x750.jpg" alt="" class="wp-image-13107" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/07/mond-002.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure>



<p></p>


<h2 class="wp-block-heading" id="hat-der-mond-auswirkungen-auf-pflanzen">Hat der Mond Auswirkungen auf Pflanzen?</h2>


<p>Die Chronobiologie ist jene wissenschaftliche Richtung, die sich mit biologischen Rhythmen befasst. Dazu gehört die sogenannte innere Uhr, aber auch der&nbsp;Mondphasenzyklus spielt in der Biologie immer wieder eine Rolle. Fraglich ist jedoch noch immer, ob auch Pflanzen der Wirkung des Mondes unterworfen sind. Das Hauptproblem liegt darin, dass bei Pflanzen bisher noch keine zentrale Steuerung einer inneren Uhr entdeckt werden konnte. Es wird allerdings vermutet, dass es hierfür mehrere Mechanismen gibt, die über die komplette Pflanze verteilt sind.</p>



<p>Das letzte Wort dazu ist also noch nicht gesprochen. Studien zum Thema gibt es leider nicht viele. Dafür aber gibt es eine große Menge an Büchern und Websites vollgestopft mit Aberglaube, Halbwahrheiten und viel esoterischen Theorien.</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="studie-vonnbspdr-hartmut-spiess">Studie von Dr. Hartmut Spieß</h3>


<p>Dr. Hartmut Spieß vom Institut für Biologisch-Dynamische Forschung führte auf dem Dotterfelderhof in&nbsp;Bad Vilbel zwischen 1977 und 1986 einige mehrjährige Versuchsreihen zum Thema an Kulturpflanzen durch. Seine Ergebnisse wurden unter dem Titel&nbsp;„Chronobiologische Untersuchungen mit besonderer Berücksichtigung lunarer Rhythmen im biologisch-dynamischen Pflanzenbau“ veröffentlicht.</p>



<p>Spieß fand heraus, dass es kaum Übereinstimmungen seiner Ergebnisse mit dem Mond-Aussaatkalender, der sich am siderischen Mondzyklus orientiert, gibt. Dennoch zeigte sich, dass die Pflanzen durchaus auf die übrigen Mondzyklen reagierten. Dabei stellte Dr. Hartmut Spieß beispielsweise fest, dass man Roggen am Besten kurz vor dem Vollmond aussät. Auch bei Karotten (Möhren) zeigte sich, dass diese bei einer Aussaat bis drei Tage vor dem Vollmond Mehrerträge lieferten und haltbarer waren. (<a href="http://www.biodynamic-research.net/rf/rhy/kkr" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>



<p>2006 hielt Dr. Hartmut Spieß einen Vortrag vor dem Obst- und Gartenbauverein Hendungen. Hier relativierte er die Ergebnisse seiner Studien: „Es gibt kein Patentrezept“. In 15 Jahren Forschungsarbeit habe er lediglich folgendes erkannt:&nbsp;„Der Mond hat Einfluss auf das Pflanzenwachstum“ – „In ein Schema pressen lässt sich das Ganze allerdings nicht“. (<a href="http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Dr-Spiess-Es-gibt-kein-Patentrezept;art777,926973" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>


<h3 class="wp-block-heading" id="weitere-studien">Weitere Studien</h3>


<p>Der&nbsp;Biologe Peter Barlow von der Universität Bristol untersuchte Daten über die Bewegungen von Bohnen und anderen Gewächsen, die seit 1920 in Großbritannien gesammelt wurden. Dabei stellte er fest, dass sich die Blätter nicht nur nach der Sonne ausrichten, sondern dass es auch im Dunkeln Bewegungsrythmen zum Verlauf des Mondes gibt. Sobald die Gezeiten sich änderten, änderte sich auch die Stellung der Blätter. Der Forscher vermutet, dass die Schwerkraft des Mondes das Wasser der Pflanze anzieht. (<a href="http://www.geo.de/natur/naturwunder-erde/448-rtkl-botanik-richten-baeume-ihre-blaetter-nach-dem-mond-aus" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>



<p>Die Biologinnen Catarina Rydin und&nbsp;Kristina Bolinder von der Universität Stockholm fanden heraus, dass die Meerträubel-Art <em>Ephedra foeminea</em>&nbsp;dem Mondzyklus auf ganz besondere Weise folgt. Diese Pflanze beginnt seine Bestäubung exakt bei Vollmond im Juli. (<a href="https://www.newscientist.com/article/dn27277-werewolf-plant-waits-for-the-light-of-the-full-moon/" target="_blank" rel="noopener">Quelle</a>)</p>


<h2 class="wp-block-heading" id="funktioniert-gaertnern-mit-dem-mond">Funktioniert Gärtnern mit dem Mond?</h2>


<p>Die Studien zeigen eindeutig, dass der Mond durchaus Einfluss auf Pflanzen hat. Fraglich ist jedoch, wie groß dieser Einfluss ist und was nun tatsächlich hilft. Die Erkenntnisse scheinen nicht für alle Pflanzenarten gleichermaßen zu gelten, sondern unterscheiden sich von Pflanze zu Pflanze.</p>



<p>Definitiv Humbug ist Gärtnern nach dem siderischen Mondzyklus, also dem Durchlauf des Mondes durch die Sternbilder. Weder konnten Studien die Zeitpunke bestätigen, noch gibt es einheitliche Sternbilddeutungen. Die astrologischen Mondkalender mit ihren Aussaat-Zeiten, Ernte-Empfehlungen, etc. unterscheiden sich sogar untereinander.</p></div>
			</div>
			</div>			
				
				
				
				
			</div>		
				
				
			</div><p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/mond/">Was bringt Gärtnern mit dem Mond?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/mond/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gefüllte Blüten – wertlose Pracht</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/gefuellte-blueten/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/gefuellte-blueten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pandea]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2017 23:03:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[gefüllte Blüte]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Blüte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=3069</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tote Gärten, nur bedeckt mit endlosen Rasenflächen und Buchskugeln oder sogar mit versiegelten Flächen ohne Pflanzen, werden leider immer beliebter. Aber auch wenn ein Garten voller Blüten ist, kann es sein, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge hungern müssen. Diese Gärten sind zwar voll mit Blühpflanzen. Sieht man jedoch genauer hin, besitzen deren Blüten ein besonderes [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/gefuellte-blueten/">Gefüllte Blüten – wertlose Pracht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tote Gärten, nur bedeckt mit endlosen Rasenflächen und Buchskugeln oder sogar mit versiegelten Flächen ohne Pflanzen, werden leider immer beliebter. Aber auch wenn ein Garten voller Blüten ist, kann es sein, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge hungern müssen. Diese Gärten sind zwar voll mit Blühpflanzen. Sieht man jedoch genauer hin, besitzen deren Blüten ein besonderes Merkmal. Die Blüten sind gefüllt.<span id="more-3069"></span></p>
<h2>Was sind gefüllte Blüten?</h2>
<p>Der Wunsch nach immer prächtigeren, noch größeren, noch pompöseren Blüten, bringt immer insektenunfreundlichere Zuchtformen hervor. Als gefüllte Blüte werden jene Blüten bezeichnet, die eine vermehrte Anzahl an Blütenblättern besitzen. Diese zusätzlichen Blütenblätter beruhen auf einer Umwandlung von Staubblättern zu Blütenblättern.</p>
<p><div id="attachment_12997" style="width: 1090px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12997" class="size-large wp-image-12997" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/rose-01-1200x750.jpg" alt="" width="1080" height="675" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/rose-01-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/rose-01-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/rose-01-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/rose-01-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/rose-01.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><p id="caption-attachment-12997" class="wp-caption-text">Gegenüberstellung einer Parkrose und einer gefüllten Edelrose.</p></div></p>
<p>Diese überaus deformierten Züchtungen bewirken, dass die Blumen kaum bis keinen Nektar mehr produzieren und keinen Pollen mehr bieten. Durch die umgebildeten oder einfach nicht mehr für bestäubende Insekten zugänglichen Staubblätter, bieten gefüllte Blüten keine Nahrung für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.</p>
<p>Ein Beispiel ist die japanische Zierkirsche. Sie blüht wundervoll, doch sie hat weder Nektar noch Pollen und trägt natürlich auch keine Früchte. Man sieht sie im Frühling von weitem blühen, aber sie hat keine Nahrung für Bienen oder Hummeln.<br />
Ein anderes Beispiel ist der Ranunkelstrauch. Im Frühjahr tummeln sich jedes Jahr zahlreiche Insekten an unseren ungefüllten Ranunkelsträuchern. Nur wenige Gärten weiter, stehen große gefüllte Ranunkelsträucher. Dort summt nichts um den Strauch umher. Die gelben Blütenbommel sind natürlich prächtiger, als die einfachen, ungefüllten Blüten. Aber nur die ungefüllten Blüten bieten Nektar und Pollen. Leider sieht man in den Gärten fast ausschließlich die wertlose gefüllte Zuchtform.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-12996" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/gaensebluemchen-01-1200x750.jpg" alt="" width="1080" height="675" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/gaensebluemchen-01-1200x750.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/gaensebluemchen-01-653x408.jpg 653w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/gaensebluemchen-01-400x250.jpg 400w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/gaensebluemchen-01-1080x675.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/06/gaensebluemchen-01.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<h2>Zurück zur natürlichen Blüte</h2>
<p>Umweltverbände und Imker bitten immer wieder, beim Pflanzen von Sträuchern, Bäumen und Blumen auf ungefüllte Sorten zurück zu greifen. Nur so finden Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und andere Insekten genügend Futter. Am Ende lockt man nur mit offenen Blüten jene Bienen und andere Insekten an, die dann auch unsere Gemüsepflanzen und Obstbäume bestäuben. Sie sind für uns Gärtner in vielerlei Hinsicht enorm wichtig!</p>
<p>Es ist mittlerweile leider nicht immer einfach, im Handel schöne ungefüllte Stockrosen zu finden. Die Gartencenter sind voll von diversen gefüllten Züchtungen. Gänseblümchen, Ringelblumen, Rittersporn, Sonnenhut, Eibisch, Taglilie, Sonnenblumen, Chrysantheme, Rosen, Akelei, Pfingstrosen, Ranunkelstrauch, Clematis, Zierkirschen und viele mehr gibt es gefüllt zu kaufen. Dabei sind sie total wertlos für die Insektenwelt.</p>
<p>Die ungefüllten Ursprünge dieser Pflanzen findet man leidlich selten. Ich weiß noch, wie lange wir uns auf die Suche begeben mussten, um endlich Saatgut für ungefüllte Ringelblumen aufzutreiben. Inzwischen gibt es aber glücklicherweise wieder mehr Saatgut, der alten Sorten im Handel. Solche Sorten sind nicht nur für die Insekten wichtig. Nur von solchen Sorten lässt sich auch ausreichend brauchbares Saatgut für das kommende Jahr gewinnen.</p>
<p>Teils sind es die Gartenbesitzer, die das Angebot bestimmen. Darum fragt in Gartencentern bitte nach offenen, ungefüllten Zuchtformen und kauft bevorzugt diese!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/gefuellte-blueten/">Gefüllte Blüten – wertlose Pracht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/gefuellte-blueten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kriegsschauplatz Garten</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/kriegsschauplatz-garten/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/kriegsschauplatz-garten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 May 2017 20:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=4142</guid>

					<description><![CDATA[<p>Uns ist es schon lange klar, aber wie uns besonders bei langen Diskussionen über unsere Leidenschaft zum Naturgarten auffällt, haben es viele noch nicht begriffen. So ungern es manche von uns wahr haben wollen: Wir sind nur Gast in unserem eigenen Garten. Gärten sind rund um den Globus in vielen Ländern ein wichtiges Element der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/kriegsschauplatz-garten/">Kriegsschauplatz Garten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Uns ist es schon lange klar, aber wie uns besonders bei langen Diskussionen über unsere Leidenschaft zum Naturgarten auffällt, haben es viele noch nicht begriffen. So ungern es manche von uns wahr haben wollen: Wir sind nur Gast in unserem eigenen Garten.<span id="more-4142"></span></p>
<p>Gärten sind rund um den Globus in vielen Ländern ein wichtiges Element der Kultur und haben teils extreme Ausprägungen erfahren. Viel zu oft geht es dabei aber um den Versuch, die Natur in Schranken zu weisen und unter Kontrolle zu bringen.</p>
<p>Tiere werden als allgegenwärtiger Feind betrachtet und mit allen Mitteln fern gehalten oder bekämpft. Es erschreckt mich immer wieder, wie wenige Gartenbesitzer noch fähig sind, eine Biene von einer Wespe zu unterscheiden. Marienkäfer werden geliebt, aber deren ebenfalls ungemein nützlichen Larven werden aus purer Unwissenheit getötet. Larven von Rosenkäfern werden zuhauf getötet, obwohl sie ideale Helfer bei der Herstellung von Kompost sind.</p>
<p>Aber auch Pflanzen sind vor Verfolgung und Vernichtung nicht gefeit. Überleben darf nur, wer den menschlichen Eigentümern gefällig ist. Besonders dem Wunsch nach dem perfekten Rasen fallen unzählige, teils seltene Pflanzen zum Opfer. Begrenzt wird dieses uniforme grüne Rechteck dann von Thujenhecken. Ein solcher Garten ist ziemlich tot und bietet kaum einem Tier einen Lebensraum.</p>
<p>Lediglich sogenannte Schädlinge sowie Krankheiten machen sich über diese Monokultur her und können sich dort bestens in allen Richtungen ausbreiten. Das natürliche Gleichgewicht ist ausgehebelt. Die stolzen Gartenbesitzer wundern sich, sprühen Gift und streuen Chemie. Dadurch wird es auf Dauer allerdings nur noch schlimmer.</p>
<p>Am Ende ähnelt der Garten Vieler eher einem Kriegsschauplatz, als einer Erholungs-Oase. Es werden Fallen gestellt, Gift gestreut und gesprüht, gerupft und ausgestochen, abgeflämmt, mit Spülmittel besprüht, gesalzen, zerhackt, gezupft und beschnitten, mit Planen abgedeckt, mit Kies beschüttet oder sogar zubetoniert. Ja – es gibt sogar Gartenbesitzer, die ihren Garten aller Natur berauben, indem sie den Boden komplett mit Beton oder künstlichem Plastikrasen versiegeln.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-12942" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-1200x488.jpg" alt="" width="1080" height="439" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-1200x488.jpg 1200w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-743x302.jpg 743w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001-1080x439.jpg 1080w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/05/unkraut-tweets-001.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></p>
<h2>Wozu hast du eigentlich einen Garten?</h2>
<p>Ist ein Garten nun Anbaugebiet oder dient zur Nutztierhaltung? Dient er sportlichen Aktivitäten oder soll er optisch einem bestimmten Idealbild entsprechen? Ist der eigene Garten eine Erweiterung des Wohnbereichs, soll er die wilde Natur nachbilden oder gar der Arterhaltung dienen? Diese Zwecke unserer Gärten lassen sich wohl endlos fortführen und miteinander – zumindest teilweise – kombinieren.</p>
<p>Was wir Menschen aber gerne vergessen ist, dass wir selbst nur ein Teil dieser Welt und der Natur unseres Heimatplaneten sind. Der Grund auf dem sich Haus und Garten befinden gehört uns nur in der Welt der Menschen. In Wahrheit aber gehört uns nichts davon.</p>
<p>Der Garten gehört den Pflanzen, den Tieren und dem Wetter. Weder sollten wir dem Irrglauben erliegen, all das aussperren zu können, noch sollten wir der Versuchung nachgeben, es zu probieren. Ein Zaun ist nicht nur Sicht- und Windschutz, er kann auch Tiere wie Igel ein- oder aussperren. Ein kurz geschorener Rasen oder eine Thujen-Hecke bietet nur sehr wenigen Lebewesen ein Zuhause. Kiesgärten können in größerem Ausmaß sogar das Klima einer Region merklich ändern.</p>
<p>Wer es rein praktisch sehen will: Vögel mit Nistkästen und Fütterung in den Garten zu locken kommt auf Dauer günstiger, als laufend teure Pestizide zu kaufen. Kompost anzulegen rechnet sich mehr, als teuren Kunstdünger zu streuen. Faul zu sein und die Natur einfach mal machen und wachsen zu lassen stärkt das natürliche Gleichgewicht durch lebendige Vielfalt. So gibt es viel weniger Probleme und Schäden im Garten. Es ist immer einfacher mit der Natur zu arbeiten, als gegen sie anzukämpfen.</p>
<p>Unser Garten bringt große Verantwortung mit sich. Dieser Verantwortung sollten wir uns bewusst werden und wir sollten uns im Klaren darüber sein, dass wir mit diesem Stück Land Gutes, aber auch Böses tun können. Wir Garten-„Besitzer“ haben es in der Hand.</p>
<p>Linktipps</p>
<ul>
<li><a href="http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-dortmund/video-steine-im-garten---unoekologischer-gehts-nicht-mehr--100.html" target="_blank" rel="noopener">WDR – Steine im Garten. Unökologischer gehts nicht mehr.</a></li>
<li><a href="http://www.huffingtonpost.de/2017/01/13/vogelsterben-deutschland-artenschutz-tierschutz_n_14143960.html" target="_blank" rel="noopener">HuffingtonPost: Hipster-Gärten und Glyphosat</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/kriegsschauplatz-garten/">Kriegsschauplatz Garten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/kriegsschauplatz-garten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Topfgarten: Welche Topfgröße ist ideal?</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/topfgroesse/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/topfgroesse/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pandea]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2017 15:26:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzgefäß]]></category>
		<category><![CDATA[Topf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=2916</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manchmal ist es praktischer, wenn man Obst, Gemüse und Kräuter im Topf zieht, anstatt sie in den Garten zu setzen. Leider wählt man manchmal die falsche Topfgröße. Ein zu großer Topf ist eher ein Problem für den Besitzer, der dann viel zu viel heben muss, wenn das Pflanzgefäß versetzt werden soll. Ein zu kleiner Topf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/topfgroesse/">Topfgarten: Welche Topfgröße ist ideal?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal ist es praktischer, wenn man Obst, Gemüse und Kräuter im Topf zieht, anstatt sie in den Garten zu setzen. Leider wählt man manchmal die falsche Topfgröße. Ein zu großer Topf ist eher ein Problem für den Besitzer, der dann viel zu viel heben muss, wenn das Pflanzgefäß versetzt werden soll. Ein zu kleiner Topf kann im schlimmsten Fall den Tod der Pflanze bedeuten.</p>
<p>Grundsätzlich gilt: Je größer der Topf, umso weniger muss gegossen werden und umso stabiler stehen die Pflanzen. Mehrjährigen Pflanzen sollte man größere Töpfe geben und im Winter für ausreichend Winterschutz sorgen.<span id="more-2916"></span></p>
<h2>Geeignete Pflanzen und ideale Topfgröße</h2>
<p>Für jede Pflanze gibt es eine ungefähre Mindestgröße des Pflanzgefäßes um ihr den Raum zu geben, den sie braucht. Für alle gilt: je größer, desto besser. Größere Gefäße fassen mehr Erdvolumen, Wasser und <a href="https://www.gartengnom.net/naehrstoffe-fuer-pflanzen/">Nährstoffe</a> können sich besser verteilen und aufgenommen werden. Je größer das Pflanzgefäß, je mehr Aufwand macht es beim Befüllen und umso pflegeleichter ist es bei der Pflege.</p>
<p>Dennoch sollte man immer bedenken, dass gerade auf Balkonen, Terrassen und Dachgärten eine Maximalbelastung nicht überschritten werden sollte. Nasse Erde erreicht rasch ein sehr hohes Gewicht. Zudem will man manche Gefäße auch in gefülltem Zustand noch versetzen können. All das sollte man zuvor bedenken.</p>
<p>Sehr beliebt und als meist passend haben sich Topfgrößen ab 40 x 40 x 40 cm herausgestellt.</p>
<p><strong>TIPP:</strong> Mit unserem <a href="https://www.gartengnom.net/rechner/volumen/">Erdvolumen-Rechner</a> könnt ihr euch einfach die benötigte Menge an Erde für das jeweilige Pflanzgefäß ausrechnen.</p>
<h3>Gemüse</h3>
<p><strong>Salat:</strong> Salate wie Asiasalate, Rucola oder Schnittsalate wurzeln kaum und können daher problemlos in Blumenkästen gepflanzt werden.</p>
<p><strong>Erbsen</strong>: Besonders Zuckererbsen sind ideal für den halbschattigen bis sonnigen Balkon. Auch wenn der Balkon nicht zu viel von der Sonne abbekommt rate ich zu einem Versuch, vielleicht wird man sehr positiv überrascht. Im 5 L oder 10 L Topf gepflanzt empfehle ich 2 bis 3 Erbsen pro Loch die sich dann auf die Rankhilfe wickeln. Wenn man einen größeren Blumenkasten nutzt dann in Reihe aussäen und Zweige oder Kaninchendraht als Rankhilfe nutzen. Am schönsten finde ich persönlich zu Gittern gesteckte Stäbe oder Äste.</p>
<p><strong>Bohnen: Buschbohnen, Stangenbohne und Feuerbohne</strong> sind gut im 5L oder 10 L Topf pflanzbar. Wichtig ist nur gleichmäßig feuchte Erde und eine stabile Rankhilfe.</p>
<p><strong>Kohlrabi</strong>: Im Balkonkasten kann man Kohlrabi pflanzen. Man  muss nur darauf achten ihm immer genug Wasser zu geben da er sonst holzig wird.</p>
<p><strong>Zucchini:</strong> Zucchinis gehören zu den Starkzehrern und haben einen großen Wasserbedarf. Ein 60 L Kübel oder zumindest ein 40 L Kübel ist ideal. Ein sonniger Platz, genügend Kompost und Wasser und man kann seine eigenen Zucchinis ernten.</p>
<p><strong>Tomaten:</strong> Tomaten wurzeln im Freiland 90cm tief und sogar noch tiefer, kommen aber auch mit weniger tiefen Pflanzgefäßen aus. Es ist sogar möglich, sie in flach liegenden Pflanzsäcken zu ziehen.</p>
<p>Auch Paradeiser gehören zu den Starkzehrern und sind sehr gut am Balkon im Topfgarten zu ziehen. Stabtomaten sollte man einen 20 L Kübel gönnen. Hängende Tomatensorten kommen mit einem kleineren Topf zurecht. Auch hier gilt, ein sonniger Platz, ausreichend Kompost und Wasser sind für eine gute Ernte wichtig.</p>
<p><strong>Paprika und Chili:</strong>  Ein 15 Liter oder 20 Liter Topf in der Sonne ist für Paprika und Chili passend.</p>
<p><strong>Aubergine / Melanzani</strong>: Auf einem sonnigen Balkon freut sich der wärmeliebende Exot über eine 10 L Topf, gute Erde und regelmäßige Bewässerung.</p>
<h3>Wurzelgemüse</h3>
<p>Bei Wurzelgemüse geht es um das, was unter der Erde wächst. Je weniger Erdreich, desto weniger Ernte erhält man. Bei niedrigen Pflanzgefäßen kann auch eine Deformation von Rüben oder Pastinaken eintreten.</p>
<p><strong>Radieschen:</strong> Der Klassiker im Topfgarten kann im Blumenkasten hervoragend gezogen werden. Durch das Nachsäen nach der Ernte hat man laufend köstliche Radieschen. Auch sehr gut für Kinder geeignet da der Erfolg schnell sichtbar ist.</p>
<p><strong>Rote Beete / Rote Rübe</strong>: Auch problemlos im Blumenkasten zu säen, meist werden sie nicht als große Rüben geerntet sondern als kleine Rübchen oder die Blätter als Salat (bevor sich eine Rübe bildet).</p>
<p><strong>Karotten und Pastinaken</strong>: Spitze Wurzelgemüse brauchen mehr als 40cm hohe Pflanzgefäße um schöne Wurzeln bilden zu können.</p>
<h3>Obst</h3>
<p><strong>Säulenobst wie Apfel, Kirsche, Pfirsich, Birne, Nektarine</strong> können in einem 60 Liter Kübel am sonnigen Balkon gezogen werden.</p>
<p><strong>Erdbeeren:</strong> Erdbeeren kann man bequem im Blumenkasten am Balkon pflanzen. Als Starkzehrer wollen sie gute Erde mit vielen Nährstoffen.</p>
<p><strong>Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren</strong> kann man am Naschbalkon pflanzen. Auch hier ist ein min. 40 Liter Kübel nötig.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/topfgroesse/">Topfgarten: Welche Topfgröße ist ideal?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/topfgroesse/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Monsantos neues Roundup ohne Glyphosat ist Essig</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/roundup-ohne-glyphosat/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/roundup-ohne-glyphosat/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 21:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Essig]]></category>
		<category><![CDATA[Essigsäure]]></category>
		<category><![CDATA[Glyphosat]]></category>
		<category><![CDATA[Monsanto]]></category>
		<category><![CDATA[Roundup]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=5972</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 19. Dezember 2016 wurde ein neues Pestizid von Scotts Celaflor, einem Tochterunternehmen von Monsanto zugelassen. Unter dem Namen „Roundup AC“ wird nun ein Herbizid ohne den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat verkauft. Wir wollten wissen, durch welchen Wirkstoff es ersetzt wurde und haben recherchiert. Roundup ohne Glyphosat? Alles in Essig! In einem vorangegangenen Bericht haben wir [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/roundup-ohne-glyphosat/">Monsantos neues Roundup ohne Glyphosat ist Essig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Dezember 2016 wurde ein neues Pestizid von Scotts Celaflor, einem Tochterunternehmen von Monsanto zugelassen. Unter dem Namen „Roundup AC“ wird nun ein Herbizid ohne den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat verkauft. Wir wollten wissen, durch welchen Wirkstoff es ersetzt wurde und haben recherchiert.<span id="more-5972"></span></p>
<h2>Roundup ohne Glyphosat? Alles in Essig!</h2>
<p>In einem <a href="https://www.gartengnom.net/glyphosat/">vorangegangenen Bericht</a> haben wir bereits gegen das Herbizid „Roundup“ und den darin enthaltenen Wirkstoff„Glyphosat“ gewettert. Da der Wirkstoff für den Garten eigentlich gar nicht zugelassen ist und auch sonst immer mehr Stimmen gegen Roundup laut werden, gibt es nun ein neues Produkt auf dem Markt, das laut Verpackung ohne den in Verruf geratenen Wirkstoff auskommt.</p>
<p>Die Verpackung sieht haargenau so aus, wie die seiner Glyphosat-haltigen Geschwister. Lediglich ein kleiner gelber Aufdruck in einer Ecke des Etiketts des neuen „Roundup AC“ verrät, dass es sich hier um eine Version ohne Glyphosat handelt.</p>
<p>Wodurch aber wurde Glyphosat ersetzt? Ganz einfach: Essigsäure. In stark verdünnter Form ist es schlichtweg Essig.</p>
<p>Monsanto lässt sich die Essigsäure wahrlich vergolden. Etwa 9 Euro kostet der Liter. Kauft man Essigsäure im Handel, kostet der Liter nur etwa 2,50 Euro, also weniger als ein Drittel des Roundup-Preises!</p>
<h2>Weshalb lenkt Monsanto ein?</h2>
<p>Hat Monsanto inzwischen etwa selbst eingesehen, dass Glyphosat gefährlich ist und lenkt nun ein? <a href="http://gmwatch.org/en/news/latest-news/17598" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegenüber GMWatch äußerte sich dazu Helmut Burtscher</a>, Biochemiker bei GLOBAL 2000. Monsanto konnte laut Burtscher vor Gericht nicht bestätigen, dass Roundup keinen Krebs auslöse, da die komplette Formel nie geprüft wurde. Scotts habe nun den Markennamen Roundup wohl deshalb verwendet, da Kunden mit Roundup eine größere Effektivität als mit Essig assoziieren dürften.</p>
<p>Der Verdacht liegt allerdings nahe, dass Monsanto wie bei Roundup üblich, nicht nur den Wirkstoff alleine arbeiten lässt, sondern noch eine Reihe weiterer Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Diese Hilfsstoffe müssen, da es sich nicht um den eigentlichen Wirkstoff handelt, auch nicht im Datenblatt angegeben werden. Beim herkömmlichen Roundup ist besonders das beigesetzte Benetzungsmittel ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.</p>
<p>Im voran erwähnten Interview mit Helmut Burtscher meinte dieser auch, dass es sich um eine Win-Win-Situation handeln könnte, wenn Scotts die Ungefährlichkeit der beigesetzten Hilfsstoffe belegen könne. Das ist bisher allerdings nicht geschehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/roundup-ohne-glyphosat/">Monsantos neues Roundup ohne Glyphosat ist Essig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/roundup-ohne-glyphosat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gelten die Eisheiligen auch heute noch?</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/eisheilige/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/eisheilige/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Apr 2017 10:39:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gartenkalender]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Bauernregel]]></category>
		<category><![CDATA[Eisheilige]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenwetter]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=4298</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Eisheiligen sind vier bis fünf Gedenktage im Mai, an denen es laut einer alten Bauernregel noch einmal richtig kalt werden soll. Erst danach soll man die Jungpflanzen nach draußen bringen und den Winterschutz bei empfindlichen Pflanzen entfernen. Doch stimmt das auch und ist diese Bauernregel auch heute noch immer gültig? Wir haben uns das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/eisheilige/">Gelten die Eisheiligen auch heute noch?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Eisheiligen sind vier bis fünf Gedenktage im Mai, an denen es laut einer alten Bauernregel noch einmal richtig kalt werden soll. Erst danach soll man die Jungpflanzen nach draußen bringen und den Winterschutz bei empfindlichen Pflanzen entfernen. Doch stimmt das auch und ist diese Bauernregel auch heute noch immer gültig? Wir haben uns das einmal näher angesehen.</p>
<p><span id="more-4298"></span></p>
<h2>Die Gedenktage der Eisheiligen</h2>
<p>Die Eisheiligen sind Gedenktage an christliche MärtyrerInnen und Bischöfe aus dem 4. und 5. Jahrhundert. Die Gedenktage liegen zwischen am 11. bis 15. Mai. Aufgrund einer Bauernregel erhielten die Heiligen ihren eisigen Ruf. Da die Bauernregel aus der Zeit des julianischen Kalenders stammt und die Verschiebung durch die gregorianischen Kalenderreform zu berücksichtigen ist, sind die eigentlichen Tage der Bauernregeln eigentlich erst einige Tage später anzuwenden. Astronomisch gesehen liegen die Eisheiligen also eigentlich erst zwischen 19. und 23. Mai.</p>
<ol>
<li><strong>Mamertus</strong> (Bischof von Vienne)<br />
am 11. Mai / Kalenderverschiebung: 19. Mai</li>
<li><strong>Pankratius</strong> (frühchristlicher Märtyrer)<br />
am 12. Mai / Kalenderverschiebung: 20. Mai</li>
<li><strong>Servatius</strong> (Bischof von Tongeren)<br />
am 13. Mai / Kalenderverschiebung: 21. Mai</li>
<li><strong>Bonifatius</strong> (frühchristlicher Märtyrer)<br />
am 14. Mai / Kalenderverschiebung: 22. Mai</li>
<li><strong>Sophia</strong> (frühchristliche Märtyrin)<br />
am 15. Mai / Kalenderverschiebung: 23. Mai</li>
</ol>
<p>Die „Eismänner“ sind üblicherweise Pankraz, Servaz, Bonifaz und die Kalte Sophie. In Österreich heißt es dazu „Pankrazi, Servazi, Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie.“. Pankratius ist in Süddeutschland, der Deutschschweiz und in Österreich der erste Eisheilige. In Norddeutschland ist es Mamertus.</p>
<h2>Die Eisheiligen in der Meteorologie</h2>
<p>Anfang Mai sind die Temperaturen bei uns in Mitteleuropa üblicherweise bereits relativ hoch, teils sogar sommerlich warm. Dennoch strömt immer wieder kalte Polarluft zu uns und es kann zu Bodenfrost kommen. Laut der Bauernregel stabilisiert sich dieses verschleppte Aprilwetter erst nach der Kalten Sophie. In der Meteorologie nennt man ein solches Ereignis eine Singularität. Mit der Aussaat sollte also bis nach diesem Datum gewartet werden. Dabei sollten sowohl die kalendarische Verschiebung, als auch der Klimawandel beachtet werden. Die Bauernregeln entstanden vermutlich während einer mittelalterlichen Kaltperiode.</p>
<p>Bei Untersuchungen durch das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz stellte man fest, dass die Eisheiligen heute keine Gültigkeit für die Schweiz mehr zu haben scheinen (<a href="http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/vergangenheit/klima-der-schweiz/berichte-rund-ums-jahr/die-eisheiligen.html">Quelle</a>). Der Deutsche Wetterdienst stellte zwar Kälteeinbrüche fest, diese finden aber mit einer Wahrscheinlichkeit von unter 50% statt (<a href="http://www.dwd.de/DE/Home/_functions/Stage/klima/stage_klima_eisheilige_artikel_160510.html">Quelle</a>). Die Zentralanstalt für Metereologie und Geodynamik (ZAMG) in Österreich hingegen konnte zwar keine Häufung von Bodenfrösten zwischen 11. und 15. Mai feststellen, sehr wohl aber zwischen 20. und 25. Mai (<a href="https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news/die-eisheiligen-selten-frostig-und-trotzdem-oft-verlaesslich">Quelle</a>).</p>
<p><div id="attachment_12539" style="width: 968px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12539" class="wp-image-12539 size-full" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/image.jpeg" alt="Klimadaten für Mai, Quelle ZAMG." width="958" height="622" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/image.jpeg 958w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/04/image-628x408.jpeg 628w" sizes="(max-width: 958px) 100vw, 958px" /><p id="caption-attachment-12539" class="wp-caption-text">Verspätete Eisheilige: Auswertungen des ZAMG zu den letzten 50 Jahren zeigen einen markanten Temperaturrückgang etwa zwischen 20. und 25. Mai. Quelle ZAMG.</p></div></p>
<p>Wir haben uns einige weitere wissenschaftliche Arbeiten zum Thema angesehen. Leider gehen die meisten Arbeiten von den heutigen Gedenktagen vom 11. bis zum 15. Mai aus und lassen die kalendarische Verschiebung außer Acht.</p>
<h2>Was gibt es für Gärtner zu beachten?</h2>
<p>Das Fazit ist, dass die Eisheiligen, egal ob laut Datum oder unter Berücksichtigung der kalendarischen Verschiebung, in den meisten bewohnten Regionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz nahezu nie Frost bringen. Temperaturen unter Null Grad Celsius treten in tiefen Lagen im gesamten Mai nur sehr selten auf. Dennoch gibt es in niederen Lagen durchaus noch die Möglichkeit für frostige Nächte. Statistisch besonders hervorzuheben sind österreichische Regionen wie das Mühlviertel, das Waldviertel sowie höher gelegene Täler wie Mürzzuschlag und Sillian.</p>
<p><strong>Nach der ersten Maiwoche ist es üblicherweise bereits recht ungefährlich und die Jungpflänzchen dürfen in die Freiheit.</strong></p>
<h3>Auf Nummer sicher</h3>
<p><strong>Wer wirklich sicher gehen will, der sollte aber bis nach dem 25. Mai mit der Aussaat im Freien bzw. dem Aussetzen von Jungpflanzen warten.</strong> Erst dann treten statistisch gesehen kaum noch Kälteeinbrüche in niederen Lagen auf.</p>
<p>Besonders sinnvoll ist es, die Wetterdaten für den eigenen Garten Jahr für Jahr in einem Gartentagebuch zu notieren und so ein Profil für die eigene Region aufzubauen. Das macht allerdings erst Sinn, wenn man dies über mehrere Jahrzehnte hinweg vornimmt. Glück hat, wer einen Nachbar hat, der das bereits seit langer Zeit tut, oder wer eine Wetterstation in der Nähe hat, von der man sich die Daten holen kann.</p>
<p>Historische Wetterdaten für die Region erhält man beispielsweise bei WetterOnline: <a href="http://www.wetteronline.at/wetterdaten/">Rückblick-Diagramme weltweit</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/eisheilige/">Gelten die Eisheiligen auch heute noch?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/eisheilige/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>6</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Komposttee für drinnen und draußen</title>
		<link>https://www.gartengnom.net/komposttee/</link>
					<comments>https://www.gartengnom.net/komposttee/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Der Buddler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Mar 2017 17:37:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gartengnom.net/?p=1501</guid>

					<description><![CDATA[<p>In letzter Zeit werden wir häufig gefragt, was es denn mit Komposttee auf sich hätte. Komposttee? Ich musste sofort daran denken, einfach Kompost in Teebeutel zu füllen und in eine Tasse heißen Wassers zu hängen. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Was ist dran am Komposttee, kann das dunkle Gebräu tatsächlich Wunder wirken oder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/komposttee/">Komposttee für drinnen und draußen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit werden wir häufig gefragt, was es denn mit Komposttee auf sich hätte. Komposttee? Ich musste sofort daran denken, einfach Kompost in Teebeutel zu füllen und in eine Tasse heißen Wassers zu hängen. Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht. Was ist dran am Komposttee, kann das dunkle Gebräu tatsächlich Wunder wirken oder ist es bloß viel Hokus Pokus? Wir haben recherchiert und getestet.<span id="more-1501"></span></p>
<h2>Arten von Komposttee</h2>
<p>Bei unseren Recherchen haben wir unterschiedlichste Formen und Rezepturen für Komposttees gefunden. Manche werden als trocken befüllte Teebeutel in Wasser gehängt, manche müssen einige Tage hinweg gebraut werden, einige werden über sehr lange Zeit hinweg angesetzt. Diverse Rezepte für angeblichen Komposttee beinhalten nicht einmal richtigen Kompost. Wir wollen somit versuchen, Ordnung in das Thema zu bringen.</p>
<p>Die einfachste und wohl älteste Methode ist, voll ausgereiften Kompost in einen Jute- oder Leinensack zu verschnüren und über einen Zeitraum von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen und Wochen in einer Tonne mit Regenwasser hängen zu lassen. Wichtig dabei ist, dass der Auszug nicht zu Gären beginnt. Die Stoffe lösen sich im Wasser und können sich so nach dem Ausbringen rasch im Wurzelbereich verteilen und von den Pflanzen schnell erschlossen und aufgenommen werden. Moderne Rezepte für Komposttee beugen einer Gärung durch kurze Ziehzeiten oder durch eine aktive Belüftung mittels einer Teich-Belüftungspumpe vor.</p>
<p>Oft wird auch empfohlen, das fertige Extrakt vor dem Ausbringen noch zu sieben oder gar zu filtern um die festen Bestandteile zuvor zu entfernen. Wozu das gut sein soll, ist fraglich. Es erscheint ebenso esoterisch, wie einige andere empfohlene Praktiken und Rezepte rund um den Komposttee.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11980" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/komposttee-02.jpg" alt="" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/komposttee-02.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/komposttee-02-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></p>
<h2>Superdünger Komposttee?</h2>
<p>In den letzten Jahren haben wir bereits in mehreren Artikeln über unterschiedliche Düngemittel geschrieben. Auch über das „schwarze Gold der Gärtner“, den <a href="https://www.gartengnom.net/komposter-und-kompostieren/">Kompost</a>, habe ich bereits einen sehr ausführlichen Artikel verfasst. Kompost ist unser Dünger der Wahl – in unserem Garten düngen wir fast ausschließlich mit Kompost.</p>
<p>Die Definition von „Komposttee“ scheint bereits sehr uneinheitlich zu sein. Tatsächlich gibt es Produkte in der Form von Teebeuteln, die man einfach in Wasser taucht und ziehen lässt. Es gibt aber auch allerlei Anleitungen, um ein Gebräu aus Melasse, Kompost und allerhand anderer Zutaten unter aktiver Belüftung herzustellen. Komposttee soll die enthaltenen Nährstoffe für die gedüngten Pflanzen rasch zur Verfügung stellen, das Bodenleben fördern und die Pflanzen somit stärken und widerstandsfähiger und gesünder machen.</p>
<p>Wir haben bereits Rücksprache mit anderen Gärtnern gehalten, dass der Effekt durch den Komposttee meist gleichzusetzen ist mit dem, Kompost einfach in die Pflanzerde zu mischen. Ralf Rösberger vom Blog „Neulich im Garten“ meinte in einem <a href="http://www.neulichimgarten.de/blog/gemueseanbau/komposttee-im-garten-richtig-anwenden/">aktuellen Beitrag</a> dazu: „<em>Komposttee kann sicher einen Beitrag leisten. Er kann Pflanzen dabei helfen, gesünder und vitaler zu bleiben. Aber er kann keine Düngung ersetzen. Er kann nicht vor Schnecken schützen und er kann auch nicht die Gartenwelt revolutionieren</em>“. Der Unterschied ist wohl einfach, dass die Nährstoffe aus dem Komposttee rascher aufgenommen und zur Wirkung kommen können.</p>
<h3>Wofür Komposttee verwenden?</h3>
<p>In allen Diskussionen rund um den Komposttee fragten wir uns immer, weshalb wir nicht einfach Kompost für unsere Garten-Pflanzen nehmen sollten. Die Pflanzen in unserem Garten sind stark und tragen reichlich Früchte. Kompost ist der perfekte Dünger, der alle Nährstoffe enthält. Mischt man ihn unter die Erde und düngt übers Jahr immer wieder mal damit, dann können die darin enthaltenen Organismen und Nährstoffe laufend zu den Wurzeln dringen und aufgenommen werden. Wozu sollte man sich also die Mühe machen und Komposttee ansetzen?</p>
<p>Ich sage: Es macht Sinn und zwar in Wohnungen, am Balkon und im Büro. Überall, wo man möglichst wenig Dreck machen darf und zugleich über wenig Platz verfügt, macht Komposttee meiner Meinung nach Sinn. Flüssiger NPK-Dünger ist für Zimmerpflanzen noch halbwegs zu verkraften. Zumindest bei Kräutern und anderen essbaren Pflanzen, im Wohnbereich oder am Balkon sollte man aber auf gesündere Düngemittel wie zum Beispiel Komposttee zurückgreifen. In jedem Fall enthält Komposttee vieles, das herkömmlicher NPK-Dünger nicht enthält. Dieser beinhaltet, wie der Name schon sagt, meistens nur <a href="https://www.gartengnom.net/naehrstoffe-fuer-pflanzen/#stickstoff">Stickstoff</a> (N), <a href="https://www.gartengnom.net/naehrstoffe-fuer-pflanzen/#phosphor">Phosphat</a> (P) und <a href="https://www.gartengnom.net/naehrstoffe-fuer-pflanzen/#kalium">Kalium</a> (K).</p>
<p>Wer seinen Pflanzen einen Extra-Schub an Mikroorganismen und Nährstoffen auch im Garten zukommen lassen will, der kann natürlich auch zum Komposttee greifen.</p>
<h2>Fertige Komposttee-Beutel aus dem Handel</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11979" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/bioguss-01.jpg" alt="" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/bioguss-01.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/bioguss-01-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></p>
<p>Wir wollten es selbst versuchen und haben daher <a href="http://www.gartenleben.at/bioguss" target="_blank" rel="noopener">Komposttee-Beutel von GARTENleben</a> getestet. Soweit es uns bekannt ist, ist das aktuell der einzige Hersteller, über den man hierzulande fertige Komposttee-Beutel beziehen kann. In jeder Packung finden sich 12 Beutel für je eine ca. 10l-Gießkanne (insgesamt also ca. 120l Komposttee). Neben den Beuteln findet man noch Bastfäden um die Beutel anzubinden und wieder aus der Gießkanne zu ziehen. Die Beutel soll man dann drei bis maximal 24 Stunden im Wasser ziehen lassen. Danach gießt man die Pflanzen damit. Den Inhalt des Beutels habe ich danach jedesmal ebenfalls zu den Pflanzen gekippt (nur bei Erdkulturen).</p>
<p>Will man einen ganzen Garten damit gießen, spürt man das mit etwa einem Euro je Beutel (11,99 Euro je Packung) stark im Geldbörsel. Selbst beim größten erhältliche Packet mit 22 Beuteln um 19,90 Euro kostet jeder Beutel noch etwa 90 Cent. Zudem benötigt man mehrere Gießkannen oder eine (Regen-) Tonne um den Komposttee gleichzeitig anzusetzen. Das alles spricht sehr für die Anwendung in kleinerem Rahmen für Zimmer- und Büropflanzen oder die Kräuterkästen am Balkon.</p>
<p>Im Garten, wo wir ohnehin mit Kompost düngen, konnten wir keinen Unterschied bemerken. Im Büro, wo ich die Pflanzen üblicherweise mit NPK-Dünger versorgt habe, konnte man die Wirkung des Komposttees aber deutlich sehen. Die Pflanzen wurden sichbar kräftiger und trieben reicher aus. Auch die Erde hat dort inzwischen eine deutlich dünklere Färbung angenommen und trocknet weniger rasch aus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11981" src="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/komposttee-03.jpg" alt="" width="799" height="532" srcset="https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/komposttee-03.jpg 799w, https://www.gartengnom.net/wp-content/uploads/2017/03/komposttee-03-613x408.jpg 613w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></p>
<p>(Ergänzung 27. März 2018) Bei Hydrokultur-Pflanzen, also Pflanzen in Blähtongranulat, war ich von der Eignung von Komposttee ursprünglich nicht überzeugt. Da dort das Komposttee-Wasser länger steht, könnte es vielleicht auch zu Gärprozessen und damit zu Fäulnis und Geruchsentwicklung kommen. Ich habe es dennoch bei einigen Testpflanzen ein Jahr lang versucht. Siehe da: Den Pflanzen geht es prächtig und es gab keinerlei negative Geruchsentwicklung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.net/komposttee/">Komposttee für drinnen und draußen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.net">GartenGnom</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.gartengnom.net/komposttee/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
